TaRi SportCo. Mehr als nur ein T-Shirt.
Sport treiben, neue Sportarten ausprobieren und daraus eine eigene Sportswear-Brand entwickeln – genau das war die Ausgangslage unseres Digezz-Projekts.
Mit TaRi SportCo. wollten wir nicht einfach ein T-Shirt gestalten, sondern ein ganzheitliches Projekt umsetzen: von der Konzeption einer studentischen Sportswear-Brand über Branding und Design bis hin zum Siebdruck und der Social-Media-Kommunikation.
Die Idee
Unser Ziel war es, verschiedene Unisport-Kurse zu besuchen und die dabei gesammelten Erfahrungen direkt in die Gestaltung unserer Produkte einfliessen zu lassen.
Statt ein Design ausschliesslich am Schreibtisch zu entwickeln, sollte die Bewegung selbst zur Inspirationsquelle werden. So entstand ein Projekt, das Sport, Alltag und kreative Gestaltung miteinander verbindet.
Von Pilates bis Box Fitness
Bevor überhaupt erste Designs entstanden, stand Sport auf dem Programm.
Im Verlauf des Projekts besuchten wir verschiedene Kurse beim Unisport Bern:
- Bouldern
- Pilates
- Lauftraining
- Box Fitness
- Indoor Cycling
- Schwimmen Allround
Jede Sportart brachte neue Eindrücke mit sich. Während beim Bouldern Kraft, Technik und Konzentration im Mittelpunkt standen, vermittelten Pilates und Schwimmen eher Ruhe, Körpergefühl und Kontrolle. Box Fitness und Indoor Cycling wiederum standen für Dynamik, Energie und Ausdauer.
Diese unterschiedlichen Charaktereigenschaften wurden später zur Grundlage unserer visuellen Gestaltung.
Auf der Suche nach einer eigenen Identität
Parallel zu den Sportkursen begann die eigentliche Konzeptarbeit.
Zunächst entstanden Moodboards, Inspirationen und erste Skizzen. Wir analysierten bestehende Streetwear- und Sportbrands, definierten unsere Zielgruppe und entwickelten schliesslich die Identität von TaRi SportCo. Der Name TaRi setzt sich aus unseren Vornamen Tanja und Ricarda zusammen.
Dabei entstanden:
- Brand Name
- Logo
- Farbwelt
- Typografie
- Vision und Mission
Um die Markenidentität festzuhalten und die Kommunikation zu planen, entwickelten wir eine Brand Guideline sowie ein Kommunikationskonzept.
→ Brand Guideline ansehen
→ Kommunikationskonzept ansehen
Die Suche nach dem perfekten Design
Die Entwicklung des T-Shirt-Designs war einer der zeitintensivsten Projektteile. Zahlreiche Ideen wurden verworfen, überarbeitet oder komplett neu gedacht.

Erst nach mehreren Überarbeitungen entstand das finale Konzept:
Eine Wäscheleine mit verschiedenen Sportutensilien, welche stellvertretend für die Sportarten steht, die wir während des Projekts ausprobierten.
Ergänzt wird das Design durch den Slogan:
„Laundry today or naked tomorrow.“
Der humorvolle Spruch verbindet Sport und die Realität voller Wäscheberge auf eine spielerische Weise.
Für die verschiedenen Sportarten entwickelten wir unterschiedliche T-Shirt-Varianten und testeten mehrere Farbkombinationen, bevor wir uns für die finalen Versionen entschieden. Der vollständige Produktkatalog zeigt alle finalen Entwürfe im Überblick.
→ Produktkatalog ansehen
→ Illustrationen im Detail ansehen
Siebdruck statt Massenproduktion
Sobald das Design feststand, begann die wohl praktischste Phase des Projekts.
Zunächst mussten geeignete T-Shirts beschafft, eine Siebdruckerei gefunden und die Produktion geplant werden. Dafür recherchierten wir verschiedene T-Shirt-Anbieter, verglichen Materialien und Schnitte und suchten sowohl online als auch in diversen Läden nach passenden Shirts in den gewünschten Farben.
Die Suche nach einer geeigneten Siebdruckerei gestaltete sich schwieriger als gedacht, da viele Anbieter für unser kleines Projekt unverhältnismässig hohe Kosten verlangten oder uns nicht erlaubten, den Druckprozess selbst durchzuführen. Nach mehreren Anfragen wurden wir schliesslich fündig und konnten den Siebdruck in einer geeigneten Werkstatt umsetzen.
Auch der Siebdruckprozess erwies sich als aufwändiger als ursprünglich erwartet. Da wir selbst nur wenig Erfahrung im Siebdruck hatten, mussten wir uns zunächst in die verschiedenen Arbeitsschritte einarbeiten. Während der Produktion wurde uns bewusst, wie präzise beim Siebdruck gearbeitet werden muss. Bereits kleine Ungenauigkeiten bei der Positionierung, Belichtung oder beim Druck können das Endergebnis beeinflussen. Gerade deshalb waren die zahlreichen Testdrucke und Vorbereitungsarbeiten ein wichtiger Bestandteil des Projekts.
Nach einem Einführungskurs folgten:
- Erstellung der Schablonen
- Belichtung der Siebe
- Positionierung des Shirts und des Prints
- Testdrucke
- Anpassungen des Designs
- Finale Produktion
Die Testdrucke zeigten schnell, dass zwischen digitalem Entwurf und gedrucktem Produkt oft Welten liegen. Druckfarbe, Stoffstruktur und Drucktechnik beeinflussen das Ergebnis deutlich stärker als erwartet.









Neben den Fotos dokumentierten wir den Siebdruckprozess auch filmisch. Die beiden Kurzvideos zeigen die Entstehung des Front- und Backprints und geben einen Einblick in die Arbeitsschritte hinter den fertigen T-Shirts.
→ Siebdruck Backprint Video ansehen
→ Siebdruck Frontprint Video ansehen
Nach mehreren Testläufen konnten die finalen Shirts produziert werden.




Content Creation
Mit den fertigen Produkten war das Projekt noch lange nicht abgeschlossen. Ein wichtiger Bestandteil von TaRi SportCo. war die Entwicklung einer passenden Social-Media-Präsenz.
Bevor wir mit der Produktion von Inhalten begannen, analysierten wir verschiedene Sport- und Streetwear-Accounts auf Instagram. Dabei suchten wir gezielt nach aktuellen Trends und beliebten Reel-Formaten, die zu unserer Zielgruppe und unserer Markenidentität passen.
Anschliessend richteten wir den Instagram-Account ein und planten die verschiedenen Content-Formate. Ziel war es, die Entstehung von TaRi SportCo. zu dokumentieren und unsere Marke für die Zielgruppe erlebbar zu machen.
Für die Contentproduktion führten wir ein Fotoshooting durch und produzierten gleichzeitig zahlreiche Videoaufnahmen für spätere Reels.








Nach dem Shooting begann die Postproduktion. Insgesamt sichteten und sortierten wir rund 335 Fotos, wählten die stärksten Motive aus und bearbeiteten diese für den Instagram-Feed.
Auch die Videobearbeitung nahm einen grossen Teil der Arbeit in Anspruch. Aus dem aufgenommenen Material entstanden insgesamt neun Reels. Ergänzend dazu entwickelten wir eine Fakten-Serie über die Brand und veröffentlichten verschiedene Storys.
Die fertigen Inhalte können auf unserem Instagram-Account verfolgt werden:
→ Instagram ansehen
Fazit
Was ursprünglich als Idee für ein bedrucktes T-Shirt begann, entwickelte sich zu einer vollständigen Brand mit eigener Identität, eigenen Produkten und eigener Kommunikation.
Besonders spannend war die Verbindung verschiedener Bereiche wie Gestaltung, Markenentwicklung und die praktische Umsetzung der Produkte.
Der vollständige Projektablauf mit allen Meilensteinen ist übrigens im Zeitplan dokumentiert.
→ Zeitplan ansehen
(mbI
Rückblickend sind wir mit dem Projekt sehr zufrieden, da wir sämtliche Schritte von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt selbst umgesetzt haben.
Gerade die praktische Umsetzung im Siebdruck machte das Projekt sehr abwechslungsreich.
Positiv war ausserdem, dass die verschiedenen Unisport-Kurse tatsächlich konkrete Inspiration für unsere gestalterische Arbeit lieferten.
Gleichzeitig standen wir auch vor einigen Herausforderungen. Vor allem den Gesamtaufwand des Projekts haben wir zu Beginn unterschätzt. Neben dem eigentlichen Produkt mussten zusätzlich Logo, Styleguide, Kommunikationskonzept, Social-Media-Inhalte und die gesamte Markenidentität entwickelt werden.
Im Verlauf des Projekts nahmen wir zudem eine bewusste Anpassung gegenüber dem ursprünglichen Exposé vor. Zu Beginn war geplant, neben den T-Shirts zusätzlich ein Cap zu produzieren. Aufgrund des hohen Gesamtaufwands und der Kosten entschieden wir uns jedoch, diesen Teil wegzulassen und stattdessen den Fokus stärker auf den Ausbau unseres Instagram-Auftritts zu legen. Während im Exposé lediglich drei bis fünf Beiträge vorgesehen waren, entstanden schliesslich insgesamt siebzehn Posts, darunter Reels, Foto-Beiträge, Storys sowie eine eigene Fakten-Serie über die Brand.
Ein wichtiges Learning ergab sich bei der Produktfotografie. Erst während des Shootings bemerkten wir teilweise sichtbare Falten im Stoff, die auf einigen Bildern störender wirkten als erwartet. Rückblickend hätten wir die Kleidungsstücke unmittelbar vor dem Shooting nochmals konsequent bügeln und kontrollieren sollen. Solche Details wirken auf Produktbilder deutlich stärker als im Alltag.
Während des Siebdruck-Prozesses wurde uns zudem bewusst, wie viel Vorbereitung und Präzision hinter einem qualitativ hochwertigen Endprodukt steckt. Dabei wurde deutlich, dass sorgfältiges Arbeiten entscheidend für ein sauberes Ergebnis ist.
Alles in allem zeigte uns das Projekt, wie eng Gestaltung, Produktion und Kommunikation bei einer eigenen Brand zusammenhängen und wie entscheidend eine gute Planung für ein stimmiges Gesamtergebnis ist.