Queen of the Sea – Produktkampagne

Die Leidenschaft für Produktgestaltung und einen guten Tropfen Alkohol verbindet Nina Berger und Milena Gähwiler bereits seit dem ersten Semester. Schon länger hatten sie deshalb die Idee, an einem Digezz-Projekt zusammen zu arbeiten. Nach einigen Brain-Storming-Sessions haben sie sich schliesslich für eine multimediale Produkt-Gestaltung entschieden.

Die Idee ein Produktvideo und dazu gehörende Fotos herzustellen, war schnell der Grundbaustein des Projektes. Klar war auch, dass dafür ein effektiver Gegenstand her muss. Die Möglichkeit, ein Label für einen Alkohol herzustellen, schien passend. Die Flasche selbst soll jedoch nicht hergestellt werden, sondern nur das dazugehörige Label. Dieses wird designt, ausgedruckt und auf der Flasche befestigt.

Thematisch wurden die zwei nicht so schnell fündig. Der erste Gedanke war ein Label für einen Gin zu entwerfen, diese Idee wurde aber schnell begraben, da es bereits sehr viele diverse Gin-Sorten gibt und Gin-Labels meist sehr clean und minimalistisch sind. Nachdem die zwei Studentinnen ihre Alkohol-Bar in der WG inspizierten, fiel ihr Augenmerk auf Rum.

Viele Personen assoziieren Rum mit Piraten und Freibeuter. Dieses Thema wird bei diesem Label aufgegriffen, jedoch mit einem Twist! Der Fokus liegt auf weiblichen Piratinnen, welche Spuren in der Geschichte hinterliessen. Nach tiefgründiger Recherche zu diesem Thema wurden sechs eindrucksvolle Piratinnen für das Label ausgesucht, welche alle aus verschiedenen Jahrhunderten, Hintergründen und Weltregionen stammen.

Für jede Piratin entstand darauf ein kurzer Text, welcher das Recherchierte zusammenfasste und die Leben der Freibeuterinnen in kurzer und eindrucksvoller Weise erzählt. Um die geschichtlichen Figuren greifbarer zu machen, gestalteten die Studentinnen für jede Piratin eine individuelle Illustration sowie eine Skizze, in welcher Region der Welt sie tätig waren. Die Texte und Gestaltungen werden jeweils auf dem Rückenlabel des Rums aufgezeigt um das Wissen über die weibliche Piratinnen zu verbreiten.

Der Markenname “Queen of the Sea” passte wie die Faust aufs Auge. Mit diesem Namen wird bereits die Piraterie sowie auch die Stärke und Macht der “Protagonistinnen” angesprochen. Für die Label-Entwicklung wurde Inspiration aus persönlich zusammengestellten Moodboards entwickelt, welche die Piraterie, das Meer, Weiblichkeit, wilde Persönlichkeiten und Freiheit aufgreifen. Das Produktvideo und die Produktfotos wurden in einem selbst erbautem Studio in einem Dachboden gefilmt und gedreht.

Hier geht es zu unserer Broschüre inklusive Video: Viel Spass beim durchblättern! https://issuu.com/milenagaehwiler/docs/queen_of_the_sea

(bas)

Idee/Ziel

Anfang Semester diskutierten wir über Digezz und beschlossen, dass wir zusammen ein Projekt umzusetzen möchten. Als es darum ging, eine Projektidee zu finden, kristallisierte sich aus einem Brainstorming heraus, dass wir beide gerne eine Studioproduktion versuchen möchten. Wir haben sehr unterschiedliche Erfahrungen und Fähigkeiten, was sich für unsere Zusammenarbeit sehr gut eignete. Die ursprüngliche Idee war, dass wir ein fiktives Projekt realisieren möchten, welches uns Beiden als Learning und Verbesserung unserer medialen Fähigkeiten dient. Wir wollen etwas Neues ausprobieren.

Wir kamen zum Schluss, dass sich für unsere Vorstellungen ein Produktvideo sehr gut eignet. Zu diesem Thema gibt es unzähligen Content und Tutorials im Internet. Nur ein kurzes Video war uns jedoch noch etwas zu wenig. Also überlegten wir uns, eine multimediale Lancierung des Produktes zu entwickeln. Nach einem Gespräch im Digezz-Coaching beschlossen wir uns, ein Video zu drehen, Produktfotos zu schiessen und das Ganze in einer digitalen Broschüre mit Illustrationen abzurunden.

Nun benötigten wir noch das passende Produkt. Wir wollten nicht irgendein vorhandenes Produkt nehmen, sondern selbst etwas erfinden. Wir entschieden uns für ein fiktives Rum-Label. Uns kam die Idee, die neue Marke mit einer kleinen Story zu erweitern. Rum verbinden wir sehr schnell mit Piraten. Das ist jedoch nicht weit hergeholt und deshalb fragten wir uns, ob es eigentlich auch weibliche Piraten in unserer Weltgeschichte gibt. Nach einer kurzen Recherche fanden wir diverse sehr coole Piratinnen, welche Teile der Weltmeere beherrschten.

Vorgehen & Technik

So entstand die Idee von «Queen of the Sea». Ein Rum mit verschiedenen Unterkategorien. Sechs verschiedene Königinnen der See auf der Rückseite des Rum-Labels. Zu jeder Piratin verfassten wir einen kurzen biografischen Text, welcher auf dem Rum und etwas ausführlicher in der Broschüre zu finden ist. Ergänz wird die Broschüre mit Illustrationen der Frauen und eine kleine Karte, auf welcher zu sehen ist, wo und wann sie ihr Reich hatten.

Nachdem wir die Etiketten gedruckt haben, klebten wir sie auf eine Flasche und filmten diese in unserem selbstgebauten Studio zuhause. Ebenfalls schossen wir einige Fotos von den Labels.

Dann hatten wir alles Material im Kasten und wir mussten alles zusammenschneiden, bearbeiten und übersichtlich in der Broschüre zusammenbringen. So erreichten wir schlussendlich unser Ziel, eine digitales Heft mit multimedialem Inhalt für einen Rum, den es niemals auf dem Markt geben wird, zu veröffentlichen 🙂 .

Selbstkritik & Learnings

Das Projekt machte sehr viel Spass, da wir komplett frei waren und unserer Kreativität freien Lauf geben konnten.

Der Drehtag verlief grundsätzlich unseren Vorstellungen entsprechend. Uns war bewusst, dass es nicht perfekt wird, jedoch gelang es uns, alle notwendigen Aufnahmen zu machen. Wir drehten im Dachboden von Milenas Wohnung. Leider war es etwas eng. Das erschwerte uns, die Lichter ideal zu positionieren. Wir mussten mit einer Sony filmen, welche wir beide noch nie bedient haben. Es war auch schwierig herauszufinden, welche Objektive sich für diesen Dreh am besten eigenen. Bei der Postproduction fiel uns auf, dass die Aufnahmen sehr toll sind, jedoch ist der Hintergrund nicht ganz neutral. Dies führte dazu, dass es beim Colorgraden nicht möglich war, einen komplett neutralen Hintergrund zu schaffen, ohne das Produkt im Vordergrund zu verlieren. Wir arbeiteten mit viel neuem Equipment, welches wir noch etwas besser kennenlernen müssen um das volle Potential daraus schöpfen zu können.

Die Broschüre zu erstellen war eine Herausforderung. Für jede Piratin benutzten wir bei den Illustrationen jeweils einen anderen Pinsel und eine andere Illustrationsart um die Einzigartigkeit der jeweiligen Frau hervorzuheben. Durch die Erstellung der Broschüre bekamen wir einen tieferen Einblick in das Arbeiten mit InDesign und wie man die multimedialen Ergebnisse zusammenfügen kann, dass man am Schluss ein ganzes und einheitliches Dokument hat.

Fazit

Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit unserem Endprodukt. Für einen nächsten Dreh wissen wir nun, welche Aspekte man noch verbessern oder anders gestalten könnte. Und das war genau das Ziel unseres Projektes. Wir haben neue Techniken angewendet, verschiedenes Equipment kennengelernt, mehrere Adobe-Programme verwendet und dabei konnten viel von den gesammelten Erfahrungen profitieren.