Content Creation für Jungle in the City

Es gibt so viele talentierte Menschen. Und noch viel mehr Kunst. Nicht alle haben das Glück, gut genug für ihre Kunst werben zu können. Deshalb gibt es uns. Ich habe mich für ein Digezz-Projekt entschieden, das einer begabten Künstlerin zugutekommt.

Die Schwester meiner Freundin ist eine Keramikerin und will ihr Business auf Social Media weiter ausbauen. Sie bat mich deshalb, ihr zu helfen. Sie möchte ihrer Zielgruppe mehr über sich als Künstlerin erzählen. Der Fokus sollte darauf liegen, mehr Einblick in ihre Inspiration und in die Kraftquelle für ihre Töpferarbeit zu erhalten. Ihre Liebe zur Natur und zu den Pilzuniversen soll zutage kommen. Dort erhalte sie auch ihre grösste Inspiration, erzählte sie mir. Wir legten uns einen Content-Plan an. Erstmal wollten wir mit bewegten Bildern in das Reich der Künstlerin eintauchen. Die Videos werden danach von ihr selbst auf ihrem Instagram-Kanal veröffentlicht. Sie sollen leicht konsumierbar sein und zu mehr «Brand Awareness» führen.

Instagram von „Jungle in the City“

Jungle in the City und Social Media

Die Keramikerin selbst besitzt bereits einen sehr hübschen Instagram-Account. Dort pflegt sie den grössten Anteil ihrer Interaktion mit den (potenziellen) Kunden. Entstanden sind dabei zwei einminütige Videos (Shorts) von Sherazad Mashayek alias „Jungle the City“ im Einklang mit ihrem Universum, der Natur.

Das Video mit dem Titel «Van and Coffee» zum Thema Lifestyle in und mit der Natur, sowie einer Produktplatzierung (der eigenen Keramik) am Ende.

Das Video mit dem Titel «Champi» zum Thema Pilzliebe und ihrer Inspiration zu den vielen Keramikpilzen.

Für das Frühjahr/Sommer 2023 sind weitere Projekte in Planung. Unter anderem ein Video im Atelier der Künstlerin inkl. Interview, sowie die Gestaltung von Visitenkarten.

(mou)

Motivation:

Bei einem Kaffee in ihrer Wohnung, fing sie an voller Freude von ihrer Keramik zu erzählen. Ihre Augen glänzten. Ich wurde sofort in ihr Töpferreich geführt und durfte selbst an die Scheibe sitzen. Das war unheimlich toll. Als ich ihre Keramik bewunderte, erzählte sie mir davon, wie gerne sie davon leben und mehr Menschen erreichen würde. Die Natur, mit der sie ständig interagiere, wäre ihr so wichtig und sie würde unheimlich gerne mehr darüber erzählen. Ich wollte ihr dabei helfen und „Rums“ war die Idee zum Digezz Projekt entstanden.

Umsetzung: 

Egal ob kurze oder lange Videos. Je professioneller man diese machen möchte, desto aufwändiger wird es. Ich habe früh verstanden, dass ich viele tolle Aufnahmen verabschieden musste, da die Videos bewusst kurz und Social Media konform gehalten werden sollten. Als alles im Kasten war, begann wie so häufig erst die richtig grosse Arbeit. Ich sass mit diversen schönen Videosnippets ein paar Stündli mit Premiere Pro zusammen. Ausserdem galt es, das Logo der Künstlerin, was sie sich selbst „zusammengebastelt“ hatte, so zu bearbeiten, dass ich es in all meinen Programmen weiter benutzen konnte. z. B., um es am Ende in das Video zu packen. Auf Illustrator ging ich wie folgt vor:

  1. PNG Logo erhalten. Dies hatte sie wohl in Canva erstellt. Das Problem ist dort, dass man ein PNG nicht auf ein Adobe Produkt packen kann, da dies nicht vom Hintergrund entfernt wurde. Die Qualität war dementsprechend schlecht. Dies bemerkte ich vor allem beim Nachzeichnen, um das Logo zu vektorisieren.
  2. PNG Logo auf Illustrator genommen. Zeichnete ich alle Linien fein säuberlich nach.
  3. Die Opacity schraubte ich von 100% auf 56% herunter, danach startete ich mit dem Nachzeichnen der Linien mit dem Pen-Tool.
  4. Die Pflanzen hatten eine Dicke von 1pt und das Logo (Kreis) 3PT. Dieses erstellte ich mit dem Ellipsen-Tool
  5. Die Typo downloadete ich online von verschiedenen Webseiten. Kostenlos. Die Künstlerin konnte mir sagen, welche Namen die Typo hatten. Somit war das Suchen und Finden nicht das Problem.
  6. Als ich fertig war, exportierte ich das File als PNG und konnte dieses dann weiterverwenden. Die Farbe änderte ich ausserdem noch von schwarz auf weiss, um es auch für einen dunklen Hintergrund verwenden zu können.

Video’s

Der Drehtermin für die Videos stand ziemlich schnell fest. Wir starteten das Projekt im Oktober und wollten unbedingt noch die  wunderbaren Spätsommertage  nutzen. Bei den Aufnahmen mit ihrem VW Bus und der Freude zum Pilzeln, war einiges zu bedenken. Mit der Kamera hinter einem fahrenden Auto herzufahren und gleichzeitig schöne Aufnahmen zu machen, war weniger einfach als gedacht, denn man möchte nicht noch einen Arm verlieren. Gut hatten wir davor einen Gimbal besorgt. Bei den Aufnahmen im Wald war das Thema Licht immer wieder eine kleine Herausforderung.

Learnings:

Das Logo musste ich für das „Champi-Video“ nochmal in Illustrator verändern und ihm einen Schlagschatten hinzufügen, da der Hintergrund im Video so hell war, dass sich das Logo weder in Schwarz noch in Weiss klar genug vom Hintergrund abhob. Nachdem hinzufügen des Schlagschattens, erhielt ich eine klarere/optisch breitere Kontur, die auf dem bewegenden Hintergrund wesentlich besser sichtbar war.

Unterlegung Musik

Die Musik holte ich mir aus der online Datenbank von Artlist und legte diese Pro Forma (mit der Sample Datei darunter) als ich gegen Ende dann den Zugang zu Artlist erhielt und das Original herunterladen konnte, fiel mir auf, dass ich bereits das Sample zurechtgeschnitten und angepasst hatte. Schöner Mist. Hoffentlich macht mir Premiere Pro jetzt nicht nochmal so viel Arbeit. Ich wagte das Unmögliche und ersetzte die Sample Version mit der originalen Version im Ordner. Ich konnte kaum hinsehen, als ich Premiere nochmal öffnete. Aber siehe da – es klappte. Premiere Pro übernahm mir alle zugeschnittenen Abschnitte mit und übertrug diese in die Vollversion des Musikstücks. Halleluja!

Fazit

Ich bin immer wieder erstaunt, wie einfach und schnell diese kleinen Videos konsumiert sind, wenn man bedenkt, wie viel Aufwand dahinter stecken kann. Ausserdem möchte ich meiner Freundin Shirin danken, die viel dazu getan hat, dass alles am Ende aufgegangen ist.