«Celebration»

Die Big Band Kanti Wattwil feierte ihren 30. Geburtstag mit einem grossen Jubiläumskonzert. Ich durfte diesen runden Geburtstag fotografisch festhalten.

Nicht nur viele Ehemalige aus den Reihen der BBKW gaben sich ein Stelldichein, auch zahlreiche hochkarätige Gäste der vergangenen 30 Jahre folgten der Einladung der beiden Leiter Jan Geiger und Martin Winiger und waren auf der Bühne des Kreuzsaals zusammen mit der ganzen BBKW-Familie zu erleben.
Hier findet ihr eine kleine Auswahl der Bilder, die an diesem Abend entstanden sind.

Hier findet ihr alle weiteren Bilder vom Konzert.

(vha)

Erste Konzerterfahrung als Fotografin:
Das Jubiläumskonzert der Big Band Kanti Wattwil war das erste Konzert, das ich fotografisch mit einer Kamera begleitet habe. Diese Erfahrung war für mich besonders prägend, da ich mich zum ersten Mal in einer realen Konzertumgebung bewegen und gleichzeitig qualitativ hochwertige Bilder produzieren musste. Anders als bei inszenierten Shootings oder geplanten Projekten konnte ich den Ablauf nicht beeinflussen, sondern musste flexibel reagieren. Das bedeutete, ständig aufmerksam zu sein, um emotionale Momente, dynamische Bewegungen und spannende Lichtstimmungen einzufangen. Diese neue Art des Fotografierens war herausfordernd, aber auch sehr motivierend.

Spontane Anfrage als zusätzliche Herausforderung:
Die Anfrage, das Konzert zu fotografieren, kam sehr spontan. Dadurch hatte ich nur wenig Zeit für eine ausführliche Vorbereitung. Normalerweise plane ich Shootings im Voraus, informiere mich über Location, Lichtverhältnisse und Ablauf. Dies war hier nur eingeschränkt möglich. Ich musste mich darauf verlassen, dass ich vor Ort schnell die richtigen Entscheidungen treffe. Diese Situation hat mir gezeigt, wie wichtig Flexibilität und Improvisationsfähigkeit in der Medienproduktion sind.

Erste Nutzung der Sony Alpha 7 IV als Fotokamera:
Ich habe die Sony Alpha 7 IV bei diesem Konzert zum ersten Mal als Fotokamera benutzt. Zuvor kannte ich sie hauptsächlich aus anderen Einsatzbereichen. Deshalb musste ich mich vorab intensiv in die Kamera einlesen, um die wichtigsten Funktionen zu verstehen. Besonders bei Konzerten ist es wichtig, Einstellungen wie ISO, Blende und Verschlusszeit schnell anpassen zu können, da sich Lichtverhältnisse ständig verändern. Während des Konzerts habe ich gemerkt, dass mir die technische Sicherheit teilweise noch gefehlt hat. Gleichzeitig war dies eine wertvolle Lernerfahrung, da ich nun weiss, worauf ich beim nächsten Mal besser vorbereitet sein muss.

Nicht ideales Objektiv:
Ich hatte nur ein 24–70-mm-Objektiv dabei. Dieses ist zwar vielseitig, jedoch für Konzertfotografie nicht immer optimal. Ein Objektiv mit grösserem Zoom wäre in diesem Fall besser gewesen, da ich die Musiker:innen nicht so nah und scharf fotografieren konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Besonders bei Einzelporträts oder emotionalen Momenten war die Distanz ein Problem. Dadurch habe ich gemerkt, wie stark die Bildwirkung von der Objektivwahl abhängt und dass ich mich in Zukunft noch besser auf den jeweiligen Einsatz vorbereiten möchte.

Unbekannter Ablauf des Konzerts:
Da ich den Ablauf des Konzerts nicht kannte, war es schwierig, im Voraus abzuschätzen, wo ich für das nächste Lied am besten stehen sollte. Ich musste mich oft spontan entscheiden und Positionen wechseln. Dabei hatte ich manchmal das Gefühl, einen besseren Standort zu verpassen oder zu spät zu reagieren. Diese Unsicherheit hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich im Vorfeld über den Ablauf zu informieren oder zumindest mit den Organisator:innen kurz zu sprechen.

Persönliche Learnings:
Aus dieser Erfahrung habe ich viele wichtige Learnings mitgenommen:

  • Ich werde in Zukunft unbedingt ein Objektiv mit grösserem Zoom mitnehmen, um näher an die Musiker:innen heranzukommen.
  • Ich möchte mich vor Konzerten besser über den Ablauf informieren.
  • Ich habe gemerkt, wie viel Freude mir Konzertfotografie macht.
  • Ich möchte in Zukunft noch mehr Konzerte fotografieren – nicht nur mit Instrumentalist:innen, sondern auch mit Sänger:innen, da mich die Kombination aus Musik, Emotion und Performance besonders fasziniert.

Fazit:
Insgesamt war diese erste Konzerterfahrung für mich sehr lehrreich. Auch wenn nicht alles perfekt lief, konnte ich viel über mich selbst, meine Arbeitsweise und die technischen Anforderungen der Konzertfotografie lernen. Gerade durch die spontanen und herausfordernden Bedingungen habe ich gemerkt, wie wichtig Vorbereitung, Flexibilität und technisches Know-how sind. Diese Erfahrung hat meine Motivation gestärkt, mich in diesem Bereich weiterzuentwickeln und noch viele weitere Konzerte fotografisch zu begleiten.