Zwätschge.serie 0.1: Bevor die erste Folge existiert
Filmwissenschaften studieren, zu viel Zeit, Humor und mitten in einer Quarter Life Crisis. Das ist Zwätschge. Eine Kurzvideoformatserie von Berliner Student:innen.
Wie ich zum Projekt kam
Das Kernteam, bestehend aus Xenia, Liya und Luca, befindet sich in Berlin und studiert tatsächlich Filmwissenschaften. Ich selbst bin im 4. Semester und hatte bisher keine Berührungspunkte mit den drei. Wie kam ich also zu diesem Projekt?
Xenia ist eine gute Freundin von Sheryn, die in meiner Parallelklasse studiert. Über sie landete Xenias Nachricht schliesslich in unserem Jahrgangschat. Gesucht wurde jemand, der die Social-Media-Strategie sowie den Aufbau und die Betreuung der Kanäle für ihre Miniserie über Filmwissenschaftsstudierende übernehmen würde.
Das klang spannend, also habe ich mich gemeldet.
Kennenlernen des Kernteams
Ins Leben gerufen wurde das Projekt von den drei Freunden Xenia, Liya und Luca. Nachdem ich mich auf Xenias Nachricht gemeldet hatte, vergeudeten wir nicht viel Zeit mit hin- und herschreiben, sondern verabredeten uns schon kurz darauf zu einem Videocall. Dabei lernten wir uns gegenseitig kennen und sprachen über das Projekt, die Idee dahinter und unsere jeweiligen Rollen. Luca durfte ich etwas später in einem Meeting kennenlernen, bei dem es bereits konkreter um die Social-Media-Strategie und das Konzept der Serie ging. Liya spielte bei einem späteren Meeting eher die Rolle des stillen Mäuschens und hörte aufmerksam zu, um nicht nur mich kennenzulernen, sondern auch mitzubekommen, woran wir momentan sind.
Strategieentwicklung und Brainstorming
Was ist die Zielgruppe? Welche Plattformen nutzen wir am besten? Was ist die Inspiration der Serie? Welche Vision verfolgt das Projekt? Wie funktionieren die Algorithmen der gewählten Plattformen und wie oft sollte überhaupt gepostet werden?
Alles Fragen, die besprochen und erarbeitet werden müssen. Da ich in ein bereits bestehendes Team eingestiegen bin, bestand meine erste Aufgabe darin, die bisherigen Ideen und Vorstellungen kennenzulernen. Bevor eine Social-Media-Strategie entwickelt werden kann, muss schliesslich klar sein, worum es im Projekt geht und welche Ziele verfolgt werden.
Das Format der Serie stand dabei bereits fest: kurze Episoden im Hochformat, die einzeln als Reels, Shorts oder TikToks funktionieren, gleichzeitig aber eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Trotzdem mussten die passenden Plattformen erst definiert werden. Instagram war von Anfang an gesetzt, während TikTok zunächst nur teilweise eingeplant war und auch Snapchat zeitweise zur Diskussion stand, weil eine Inspiration auf dieser Plattform gut funktioniert hat. YouTube kam erst später dazu, da die Plattform ursprünglich eher für längere Inhalte bekannt war, mittlerweile aber mit Shorts ebenfalls interessante Möglichkeiten bietet.
Anschliessend wurde recherchiert und Informationen gesammelt: Gibt es bereits ähnliche Projekte? Welche Formate haben gut funktioniert? Wie funktionieren die Algorithmen der einzelnen Plattformen und welche Faktoren beeinflussen die Reichweite? Ziel war es, eine Strategie zu entwickeln, die zur Serie und ihrer Zielgruppe passt.
Nachdem die Plattformen definiert waren, die Zielgruppen eingegrenzt wurden und ich einen ersten Einblick in die Drehbücher erhalten hatte, ging es an die Contentideen. Denn nicht nur die einzelnen Folgen der Miniserie sind wichtig, sondern auch die Kommunikation rundherum. BTS-Einblicke, Steckbriefe der Charaktere und des Teams, kreative Werbeideen, Beiträge und Stories gehören ebenso dazu. Dabei soll nicht jeder Inhalt auf jeder Plattform gleich aussehen, sondern einiges wird bewusst plattformspezifisch umgesetzt. Das braucht viel Vorbereitung. Und noch mehr Ideen.
Erstellung der Kanäle und erste Layouts
Zu meinen Aufgaben als Social-Media-Strategin und Corporate Designerin gehörte auch die Erstellung und Einrichtung der verschiedenen Kanäle. Parallel dazu entwickelte ich mit Canva und InDesign erste Layouts, Designideen und Vorlagen für den zukünftigen Auftritt der Serie.
Dabei stand ich immer wieder im Austausch mit dem Kernteam, insbesondere mit Luca, der sich in diesem Bereich sehr gut auskennt. Gemeinsam wurden Ideen diskutiert, angepasst und weiterentwickelt.
Das komplette Corporate Design wurde mir anvertraut, was mir viel kreativen Spielraum ermöglichte. Die einzige Vorgabe war, dass der Auftritt frühlings- beziehungsweise sommerhaft, farbenfroh und passend zur Stimmung der Serie wirken sollte. Auf dieser Grundlage entstanden erste Designvorlagen, Profilbilder, Banner und visuelle Konzepte für die Social-Media-Kanäle.
Ausblick und schon neugierig?
Solch ein Projekt ist Neuland für mich, da ich bisher noch nie gemeinsam mit einem Team eine Social-Media-Strategie von Grund auf entwickelt habe. Nun kann ich die im Studium gelernte Theorie erstmals in der Praxis anwenden und erleben, welche Herausforderungen und Chancen dabei entstehen.
Die Arbeit ist anspruchsvoll, macht aber gleichzeitig viel Spass und bietet ein grosses Lernfeld. Ich freue mich darauf, die Kanäle weiter zu betreuen, die geplanten Inhalte umzusetzen und zu beobachten, wie sich das Projekt entwickelt. Besonders gespannt bin ich darauf, wie die Serie bei der Zielgruppe ankommt und wie die verschiedenen Plattformen performen.
Dieser Beitrag beleuchtet die Aufbauphase von «Zwätschge» aus meiner Perspektive als Social-Media-Strategin und Corporate Designerin. Während im Hintergrund bereits an vielen weiteren Bereichen der Serie gearbeitet wird, lag mein Fokus bisher auf Strategie, Kanalaufbau und Corporate Design. Das Fundament ist gelegt, die ersten Folgen sowie zahlreiche Content-Ideen befinden sich bereits in Bearbeitung und werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.
Falls du nun neugierig geworden bist, kannst du die Kanäle bereits jetzt abonnieren und die Entstehung von Zwätschge begleiten, bevor die ersten Folgen veröffentlicht werden:
(mmi)
Es gibt durchaus einige zusätzliche Herausforderungen, wenn die ganze Planung und Kommunikation nur online stattfinden kann, weil wir zu weit voneinander entfernt sind. Einerseits kannte ich die Leute nicht vorher und weiter kann man sich nicht einfach im «Büro» absprechen, wenn man sich gerade über den Weg läuft. Das erfordert gute Kommunikation. Jede Frage muss aufgeschrieben werden, damit sie im Meeting definitiv nicht verloren geht. Das habe ich nu gelernt.
Trotzdem macht es Spass, mit diesem Team zu arbeiten. Es herrscht eine Stimmung von Offenheit für neue Ideen und Flexibiltät, was sehr angenehm, Kreativitätsfördernd und auch stressabbauend ist, wenn man eine solche Contentstrategie zum ersten Mal umsetzt, wie ich das nun mache.
Grundsätzlich brauchte alles mehr Aufwand, als anfangs angenommen. Doch habe ich immer wieder in den Alltag 10-30 Minuten Recherche oder Designentwicklung dazwischen geschoben und so konnte ich den Aufwand gut bewerkstelligen, sowie viel Neues lernen.