Webshop für Studio Notabene

Meine Freundin Noémie aka Studio Notabene hat ihre Selbstständigkeit als Fashiondesignerin in den letzten Jahren Schritt für Schritt aufgebaut und dabei immer mehr Kundschaft gewonnen. Mit dem Wachstum ihres Brands stiess jedoch der bisherige Bestellprozess über Instagram-Direktnachrichten zunehmend an seine Grenzen. So entstand der Wunsch nach einem eigenen Online-Shop, über den Kund*innen die Produkte direkt bestellen können.

Meine Aufgabe war es, die bestehende WordPress-Webseite entsprechend weiterzuentwickeln und die Basis für einen professionellen Online-Verkauf zu erstellen.

Neben der Gestaltung der Website beschäftigte ich mich mit der Einrichtung von Zahlungsmethoden, dem Erfassen der Produkte und verschiedenen Fragen rund um den Online-Verkauf.

Hier kannst du dir den neuen Webshop von Studio Notabene ansehen:
studionotabene.com

Von ersten Entwürfen über Feedbackschlaufen bis zur finalen Umsetzung konnte ich den gesamten Prozess begleiten und dabei viel im Bereich Webdesign und E-Commerce lernen.

(mbi)

Umsetzung

Nachdem meine ehemalige Arbeitskollegin auf Instagram nach jemandem gesucht hatte, der ihr einen Webshop erstellen könnte, meldete ich mich sofort. Nicht, weil ich bereits Erfahrung damit hatte, sondern gerade weil ich mich erstmals an einen Webshop mit WordPress wagen wollte. Tatsächlich hatte ich bis dahin noch nie mit WordPress gearbeitet und sah darin die Chance, erste Erfahrungen mit diesem weit verbreiteten Content-Management-System zu sammeln.

Bei einem ersten Treffen erhielt ich ein konkretes Briefing zur Struktur des Shops. Ausserdem zeigte mir Noémie verschiedene Inspirationsseiten und Moodboards, die als gestalterische Orientierung dienten. Schnell wurde klar, dass aus der bisherigen Website mit Hero-Bild und Kontaktinformationen ein moderner, übersichtlicher Online-Shop entstehen sollte.

Da der bestehende WordPress-Account und die Domain erhalten bleiben sollten, konnte ich selbst entscheiden, ob ich die bestehende Website weiterentwickle oder komplett neu aufsetze. Ich entschied mich für einen Neustart. Zunächst räumte ich die bestehende Installation auf und erarbeitete eine neue Seitenstruktur. Anschliessend gestaltete ich die einzelnen Seiten und ergänzte zum Schluss die Produkte sowie die Zahlungs- und Shop-Einstellungen.

Während des Projekts stellte sich zudem heraus, dass keine hochauflösende Version des Logos mehr vorhanden war. Deshalb rekonstruierte ich das bestehende Logo in Illustrator und stellte der Kundin eine neue Vektorversion zur Verfügung.

Herausforderungen

Rückblickend muss ich sagen, dass ich die Arbeit mit WordPress unterschätzt habe. Bisher hatte ich nur mit sehr eingeschränkten Baukastensystemen gearbeitet und erwartete einen ähnlichen Aufbau. Bereits nach kurzer Zeit wurde jedoch deutlich, dass WordPress viel mehr Möglichkeiten bietet – gleichzeitig aber auch wesentlich komplexer ist.

Vor allem das Zusammenspiel von Templates, Menüs, Seiten und Plugins erschien mir anfangs wenig intuitiv. Es dauerte mehrere Stunden und zahlreiche Arbeitssitzungen, bis ich die grundlegende Logik des Systems verstanden hatte und effizient arbeiten konnte.

Ein besonderer Tiefpunkt war der sogenannte «White Screen of Death». Nachdem ich die Grundstruktur der Website inklusive Header und Footer erstellt hatte, wollte ich überflüssige Elemente eines versehentlich aktivierten Templates entfernen. Plötzlich zeigte WordPress jedoch nur noch weisse Seiten an – sowohl im Frontend als auch im Backend. Nach längerer Recherche stellte sich heraus, dass es sich um einen bekannten WordPress-Fehler handelte, der über das Hosting behoben werden konnte.

Auch die Einrichtung der Zahlungsmethoden stellte eine Herausforderung dar. Die Kundin wünschte sich Zahlungen per Kreditkarte und TWINT. Da TWINT nicht standardmässig in WooCommerce integriert ist, musste zunächst ein zusätzliches Plugin installiert werden. Gleichzeitig verfügte Studio Notabene noch nicht über einen entsprechenden Twint-Business- oder Stripe-Account. Die Einrichtung erwies sich deshalb als deutlich schwieriger und fehleranfälliger als ursprünglich erwartet.

Learnings

Dieser Auftrag hat mir wiedermal gezeigt, wie anspruchsvoll der Einstieg in ein neues System sein kann. Viele Stunden gingen für technische Probleme, Fehlersuche und das Einarbeiten in WordPress verloren. Gerade weil das fertige Ergebnis sehr reduziert und übersichtlich wirkt, ist von aussen kaum nachvollziehbar, wie komplex der Weg dorthin für mich tatsächlich war – was etwas frustrierend ist. Kaum zu glauben, dass ich tatsächlich mehrere Monate an der Webseite arbeitete. Das Gute an den vielen Schwierigkeiten: ich habe viel Neues gelernt und kenne nun die WordPress-Basics.

Für zukünftige Projekte nehme ich ausserdem mit, dass Hosting-Zugänge und sämtliche technischen Zugangsdaten bereits zu Projektbeginn geklärt werden sollten. Der nachträgliche Austausch mit der Kundin und ihrem bisherigen WordPress-Partner hat mehrfach zu Verzögerungen geführt und unnötig Zeit gekostet.

In diesem Projekt lagt der Teufel definitiv im Detail. Da das CI von Studio Notabene sehr minimalistisch und sauber ist, waren Zusammenspiel von Schrift und Weissraum umso wichtiger. Kleinste Störungen oder Unstimmigkeiten fielen sofort auf. Ich habe gelernt, dass man gerade bei solchen Baukastensystemen mit eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten oft über kleine Imperfektionen hinweg schauen können muss. Das fiel mir oft schwer und ich tüftelte lange an kleinsten Details wie Zwischenräumen oder Spaltenbreiten rum.

Die Zusammenarbeit mit Studio Notabene hat mir gezeigt, wie wichtig eine ehrliche Kommunikation und gegenseitiges Verständnis in Kundenprojekten sind. Durch den regelmässigen Austausch konnten wir Herausforderungen gemeinsam meistern und Lösungen finden, die für beide Seiten stimmig waren. Auch bei längeren Wartezeiten oder unerwarteten Problemen war das Verständnis stets vorhanden. Das hat die Zusammenarbeit sehr angenehm gemacht. Besonders die Offenheit über Fehler oder Missplanungen zu sprechen, nehme ich gerne für zukünftige Kundenprojekte mit.