Vestis Fashion

Mit unserem Digezz-Projekt tauchten wir in die Welt des einzigartigen Druckverfahren ein und bedruckten unsere ersten Kleidungsstücke selbst. Vestis (@vestis.fashion) wurde ins Leben gerufen.

Siebdruck – ein Wort für ein Druckverfahren, welches man vielleicht schon öfters gehört hat, man aber nie die genauen Abläufe hinter dem Wort kennengelernt hat.

Damit wir überhaupt loslegen konnten, mussten wir zuallererst herausfinden, welche Materialien und Geräte man braucht, um etwas selbst bedrucken zu können. 

Fazit der Recherche ist, Siebdruck ist eine teure Angelegenheit, welche nicht nur spezielle Materialien und Geräte benötigt, sondern auch die richtige Infrastruktur. Aufgrund dessen mussten wir uns eine Alternative einfallen lassen, wie zum Beispiel das Druckatelier der HKB oder andere Möglichkeiten.

Glücklicherweise hat der Bruder von Noémie ein Atelier mit Siebdruck-Ausrüstung. Hierbei ein grosses Dankeschön an das Atelier Q12 (@atelierq12), dass wir bei euch drucken durften!

Nun startete der Designprozess bei welchem wir unserer Kreativität freien Lauf liessen. Nachfolgend ein paar Designideen welche aufzeigen, in welche Richtung es gehen könnte:

Es kristallisierte sich heraus, dass uns beiden der Cartoon-Zeichnung Stil der 30er-Jahre besonders gefällt. Um zum finalen Design zu kommen, durchliefen wir eine Iteration. Uns war wichtig, dass wir etwas gestalten und drucken, was auch anderen gefallen könnte. Wir sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

Danach ging es ans Drucken! 

Von Anfang an spielten wir mit dem Gedanken, unsere fertigen Shirts auch zu verkaufen, weshalb wir eine kleine Brand auf Instagram entwickelten, die als Verkaufsplattform für unsere Shirts dienen soll. Vestis wurde lanciert.

Um Behind The Scenes, das fertige Produkt und mehr über den Namen Vestis zu erfahren, besucht uns auf Instagram @vestis.fashion.

(mou)

Recherche

Die Recherche umfasste vieles, nicht nur den Druckprozess und das Design, sondern auch die Wahl der Textilien. Lange haben wir diverse Grosshandel Seiten durchforstet, um den richtigen Schnitt und korrekte Grammatur zu finden, welche unseren Ansprüchen genügte. Preis und Leistung durften natürlich auch nicht vergessen werden, wir als arme Studenten. Deshalb verbrachten wir mehr Zeit mit Surfen als gedacht.

Druck & Design

Kurz vor dem Druck kam es zu einem Learning, denn um die Folie zu bedrucken, welche man für die Belichtung des Siebs und den Druck benötigt, muss die Grafik, die man erstellt schwarz eingefärbt sein, was bei uns noch nicht der Fall war. Zum Glück kann man diesen Fehler einigermassen einfach im Illustrator beheben.

Da wir beide noch nie Siebdruck gemacht hatten, mussten wir das zuerst noch erlernen, glücklicherweise konnten wir das gleich vor Ort im Atelier hands-on tun. Uns war beiden nicht bewusst, wie viel Zeit der gesamte Prozess in Anspruch nimmt. Auf was man achten muss und welche speziellen Prozesse es genau benötigt, wie zum Beispiel die Lichtempfindliche Emulsion zum Belichten des Siebs oder dass das Sieb beim Drucken nicht direkt auf dem Stoff liegen darf usw., wurde uns erst richtig bewusst, als wir mit unserem Druck für das Projekt starteten.

Instagram Shop

Meta ist ein Pain in the A**. Seit Meta Instagram aufgekauft hat, ist es nicht mehr möglich, ziemlich einfach direkt auf Instagram einen Shop zu erstellen. Man muss nun zwingend ein passendes Facebook-Business Konto erstellen oder haben, damit man erst nach einem mühsamen Prozess, bei dem es zu nervenden Fehlermeldungen kommen kann, wie z.B. «Zu viele Versuche. Bitte probiere es in 24 Stunden noch einmal», obwohl man es nur ein und das erste Mal versucht hat, dann hoffentlich einen Shop erstellen kann.