Vom Leben retten, Neuanfängen und Organspenden

Eines haben Jürg, Kathrin, Sebastien und Tamara gemeinsam. Sie sind Lebensretter – und wir lernen die Geschichte jedes einzelnen kennen.

Meine Kurzgeschichte «eine Geschichte von vielen» setzt dort an, wo nicht das Schicksal über das Ende einer Geschichte entscheidet, sondern die Menschen, die Teil davon sind. Es geht um Lebensretter, Neuanfänge und Organspenden – und darum, wie viele Geschichten damit verändert werden können.

Mit meiner Kurzgeschichte möchte ich mehr Menschen dazu animieren, sich für oder gegen die Organspende zu entscheiden – und die Entscheidung den nächsten Menschen mitzuteilen. Denn für sie wird die Geschichte nach dem Tod weitergehen – aber dank der Klarheit zum Thema Organspende haben sie Zeit für das so viel wichtigere; Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen.

Meine Kurzgeschichte, viele Infos zum Thema Organspende und auch einen Organspendeausweis zum Downloaden findest du auf meiner Website eine-geschichte-von-vielen.ch.

Schau vorbei!

(spu)

Idee und Motivation

Organspende ist ein Thema, das mir am Herzen liegt. Nicht, weil ich finde, dass jeder seine Organe spenden sollte, sondern weil ich finde, dass das Thema zu wenig diskutiert wird und viele Menschen sich keine eigene Meinung dazu bilden. Das führt dazu, das eine solch grosse Entscheidung im schlimmen Fall eines Herz- oder Hirntodes von den nächsten Angehörigen getroffen werden muss.

Mein Hauptziel für dieses Digezz-Projekt war es, das Thema anzusprechen, Menschen dazu zu bringen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und vielleicht auch einige davon zu überzeugen, ihren eigenen Organspendeausweis auszufüllen.

Ob mir das gelungen ist, wird sich zeigen 🙂

Projektablauf

Mein Projekt lässt sich in vier Unterprojekte aufteilen. Eine Kurzgeschichte, eine Website, Zeichnungen und ein Merkblatt.

Los ging es mit einer ausführlichen Recherche zum Thema Organspende. Dies half mir bei vielen späteren Arbeiten des Projektes weiter. Für die Kurzgeschichte war es sehr wichtig zu wissen, wie genau eine Organspende zu Stande kommen kann. Für die Webseite und das Merkblatt half es mir, die wichtigsten Punkte meiner Recherche schnell zusammentragen zu können und so hatte ich schnell eine Übersicht über die Organspende erstellt.

Kurzgeschichte
Die Kurzgeschichte war der aufwändigste und zeitintensivste Teil in der Entstehung meiner Webseite. Ich hatte schon bald einen Ansatz für eine Geschichte und schrieb schnell drauf los. Jedoch merkte ich unterwegs irgendwann, dass die Geschichte nicht den Effekt hatte, wie ich ihn mir wünschte. Mit der entwickelten Storyline konnte ich meinen Aussagewunsch nicht wie vorgestellt auf den Punkt bringen. Somit startete ich dann in eine zweite Runde, in der ich länger an der stichwortartigen Storyline feilte und erst später mit dem Schreiben begann. Das zahlte sich aus und die Geschichte funktionierte viel besser.

Webseite
Für die Webseite hatte ich grosse Ideen vor Augen – musste aber dann feststellen, dass mir die Kenntnisse dazu etwas fehlten. Ich stellte mir im ersten Entwurf eine Geschichte zum horizontal durchscrollen vor, wobei ich eine sehr lange Zeichnung erstellt hätte, die elegant mitscrollen sollte. Nach vielen Stunden herumproben und recherchieren musste ich das Projekt dann schweren Herzens etwas kürzen und einen etwas einfacheren Entwurf erstellen. Diese Umsetzung fiel mir dann recht leicht und es tauchten keine grösseren Schwierigkeiten mehr auf. Da die Webseite sehr simpel gehalten ist, war hier ein grosser Fokuspunkt die Farbwahl, wobei ich verschiedene Möglichkeiten ausprobierte, bis ich glücklich mit dem Resultat war.

Zeichnungen
Bei den Zeichnungen stand für mich im Vordergrund, dass sie gut mit dem Layout harmonieren und vor allem auch zur Geschichte passen. Deswegen experimentierte ich lange mit verschiedenen Zeichnungsstilen. Nach einigen Versuchen kam mir die Idee, jede Zeichnung mit nur jeweils einer Linie zu gestalten. Dies schien mir eine schöne Metapher für die Kurzgeschichte, die anspricht, dass das es immer irgendwo weitergeht.

Merkblatt
Beim Merkblatt war für mich das wichtigste, dass es beim/bei der Leser*in schnell und verständlich die wichtigsten Fragen klärt, aber auch das Vorgehen aufzeigt, wie er oder sie zum eigenen Organspendeausweis kommt. So sind die vier klaren und auffordernden Begriffe Informieren, Entscheiden, Kommunizieren und Ankreuzen entstanden.

Fazit

Das tollste an diesem Projekt war für mich, in so vielen verschiedenen Bereichen Material zu produzieren (Webseite erstellen, Geschichte schreiben, Zeichnungen skizzieren) und jetzt vor mir zu sehen, wie alles auf einer Webseite zusammenkommt!

Viele Hürden konnte ich überwinden, wie zum Beispiel die Herausforderung, eine gute Geschichte mit einer prägnanten Message zusammenzubringen. Beim Javascript-Animieren auf der Webseite hatte ich Schwierigkeiten, die ich innerhalb dieses Projektes nicht lösen konnte. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, etwas ähnliches in einem nächsten Digezzprojekt nochmals anzupacken.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden damit, was in den letzten Monaten aus der ersten Idee entstanden ist!