Timelapse des Frühlings

Der Frühling ist meine absolute Lieblingsjahreszeit. Die Tage werden länger, es wird wärmer, Blumen spriessen überall aus dem Boden, man ist wieder öfters draussen, verweilt in der Sonne, ohne dass es bereits nach fünf Minuten zu heiss ist.

Meine Stimmung wird im Frühling besser und ich freue mich, dass die warme Zeit des Jahres beginnt. Ausserdem verwandeln sich im Frühling triste, karge Landschaften in kurzer Zeit in prächtige Oasen. Dieser Wandel geht so schnell, darum wollte ich die Verwandlung des hässlichen Entleins in den schönen Schwan festhalten.

(hil)

Zeit
Von März bis Mai schoss ich mit meiner Spiegelreflexkamera jeden Tag um 8 Uhr ein Foto des Gartens aus jeweils zwei Perspektiven. So kamen pro Perspektive 56 Fotos zusammen. Ich entschied mich für den Morgen, da ich dachte, das Licht sei weicher. Doch besser wäre es schlussendlich am Mittag gewesen, da der Garten dann gut ausgeleuchtet gewesen wäre und das Haus oder der Baum keine Schatten auf den Garten geworfen hätten. An manchen Tagen war es sehr sonnig, was einen starken Schattenwurf zur Folge hatte und an manchen bewölkt, wo es dann keine Schatten gab. Darum würde ich die Fotos nächstes Mal um die Mittagszeit machen, damit die Schatten eher vermieden werden könnten.

Ort
Da ich über einen Zeitraum von mehr als zwei Monaten jeden Tag ein Foto schoss, konnte ich kein Stativ aufstellen. Ich platzierte mich aber so, dass ich immer am selben Ort stand. Ich probierte auch immer etwa den selben Bildausschnitt zu wählen, was viel einfacher fällt, wenn man ein Objekt fokussiert.

Postproduktion
Trotz den Bemühungen immer den gleichen Bildausschnitt zu erhalten, verbrachte ich in der Postproduction mehrere Stunden damit, jedes Foto zu skalieren, zu drehen und zu verzerren, damit alle Fotos möglichst gleich sind und es fliessende Übergänge gibt. Daher würde ich für ein nächstes Mal wirklich raten, trotzdem irgendeine fixierte Fotostation einzurichten, um sich etliche Stunden in der Post sparen zu können. Die Bilder transformierte ich in Photoshop und auch die Farben korrigierte ich dort. Auf jedes Foto legte ich eine individuelle Farbkorrektur. Wichtig war mir hier besonders aus den sehr dunklen Tiefen und den hellen Lichter mehr Zeichnung zu holen. Die Bilder lud ich dann in Premiere und schaute, wie schnell die Timelapse sein sollte. Jedes Bild sollte man anschauen können, jedoch sollte es auch einen Flow haben. Ich legte noch einen Zoom auf die Sequenz, da einige Bilder zu wenig «Fleisch» für das Format hatten, da ich sie transformieren musste.
Das Lied habe ich von der Youtube-Audio-Mediathek und ist von Patrick Patrikios.