The Wise Fools

Songtitel - Told You So

Die Berner Stoner- und Bluesrock-Band veröffentlicht ihr neues Musikvideo. Power, treffsichere Beats, Gitarrenwand und eine Stimme wie eine Windmaschine: So klingt Entschlossenheit.

The Wise Fools kombiniert persönliche Gedanken mit gesellschaftskritischen Themen und ballt die langjährigen Erfahrungen der einzelnen Mitglieder in anderen Formationen zu einer Feuerkugel, die sie den Rockfans haarscharf an den Köpfen vorbei jagt. 

Anfang 2020 haben die vier Berner Musiker ihr Debütalbum «Out Of Control» veröffentlicht, 2021 eine Handvoll neuer Singles. Mitunter der Rocksong «Told you so». Nicht nur auf der Bühne geht die Band ab wie eine Rakete, sondern auch in ihrem neuen Musikvideo zeigen sie ihre verrückt, witzige Art.

(mou)

Wie es zum Video kam:

Idee ist es ein Musikvideo zu produzieren, in einer Form welche wir noch keine Erfahrungen gesammelt haben: nämlich Greenscreen. Beide haben das Interesse sich vertieft mit der Postproduktion auseinander zu setzen und mit After Effect und Premiere Pro herumzuspielen. 

Dieses Projekt ist für uns von A bis Z ein grosser Spielplatz. Die Band war so offen und hat uns komplett freie Hand bei Konzept und Umsetzung gegeben.

Rollenverteilung:

Regie, Art Direction/ Illustration, Choreografie, Keyen, Collage: Flavia Hodel
Kamera, Lead Animation, Keyen, Collage: Dario Gartmann

Idee:

Das Musikvideo soll die Band von ihrer voller Pracht, mitsamt ihrer Verrücktheit und schelkischem Humor zeigen. Das Video ist eine Collage von den witzigen Greenscreen-Tanzaufnahmen der Musiker und verspielten, kunterbunten, grafischen Animationen. Die Idee ist es nicht wirklich ein Konzept zu haben, sondern einfach aus zu probieren und künstlerisch freien Lauf zu haben.

Learnings:

Wir durften das Studio am Holzikofenweg in Bern benutzen. Leider besteht der Greenscreen in diesem Studio nur aus einem breiten Vorhang der knapp bis zum Boden reicht. Da wir aber Ganzkörperaufnahmen filmten, hatten wir keinen Greenscreen am Boden. Folglich war die Lösung, dass wir Greenscreen-Tücher auf den Boden auslegen. Problem war nur, dass wir so störende Schatten und Reflexionen erhielten, welche uns die Arbeit in der Post um das Vierfache verlängerte. Wir gaben uns Mühe mit Klebeband und Sicherheitsnadeln das beste Ergebnis heraus zu hohlen aber dennoch erzielten wir ein suboptimales Resultat. 

In der Post mussten wir zu viel Zeit damit verschwenden, das Material sauber zu Keyen. Wir erhielten glücklicherweise den Tip den Primatte-Keyer von Maxon zu verwenden. Dieser half uns,  aber trotzdem hatten wir immer noch doppelt so lange als geplant. 

Das Learning dementsprechend ist: bei Greenscreen Aufnahmen keine Kompromisse oder Gebastel eingehen, denn diese zeigen sich unweigerlich in der Postproduktion ab. Man kann sich einiges an Arbeit ersparen, wenn man Testaufnahmen macht und diese im Premiere Pro mit dem Keyer ausprobiert.

Auch beim Workflow stellten sich uns einige Challenges in den Weg. Wir begannen, im Premiere Pro die Greenscreen-Aufnahmen zu bearbeiten. Für die 2D-Animationen verwendeten wir jedoch After Effects. Bei der Kombination dieser Assets stossen wir auf grosse Probleme. Bei einem nächsten Projekt dieser Art werden wir wohl komplett auf After Effects setzen, dort die einzelnen Szenen als Kompositionen erstellen und am Schluss in einer Haupt-Komposition zusammenfügen.