Social Media + Trends = Reichweite?
Versprechen Social-Media-Trends wirklich mehr Reichweite? Genau das wollte ich herausfinden. Im vergangenen Jahr habe ich deshalb ein paar Trend-Formate getestet.
Im vergangenen Jahr durfte ich für zwei Social-Media-Accounts verschiedene Inhalte produzieren. Bis dahin hatte ich vor allem Erfahrung mit unternehmensbezogenem Content – also Beiträgen, die Image, Marke oder Dienstleistungen stärken und langfristig Aufmerksamkeit für die Accounts schaffen. Ergänzend wollte ich ausprobieren, wie sich Trend-Formate in diesem Kontext einsetzen lassen und welche Reichweite damit erzielt werden kann.
Für mich bestehen Trends im Social-Media-Bereich aus zwei zentralen Elementen:
- Nachgemachte Videoformate, die durch virale Verbreitung bekannt wurden und von vielen Creators adaptiert werden.
- Populäre Musik, die besonders häufig genutzt wird und dadurch vom Algorithmus bevorzugt erscheint.
Die Videos
Hier ein kleiner Einblick in die Trend-Videos, die ich in diesem Rahmen für die Stadt Dübendorf und bandXost umgesetzt habe:
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Bringen Trends automatisch mehr Reichweite?
Nein. Zumindest nicht gemäss diesen Versuchen. Die Videos wurden jeweils auf Instagram und/oder TikTok veröffentlicht – und nur eines stach deutlich hervor: Ein Beitrag der Stadt Dübendorf zum Song Illegal von PinkPantheress («my name is Pink and I’m really glad to meet you») erreichte immerhin über 13’000 Views auf TikTok.
Bei den übrigen Videos zeigte sich ein anderes Bild. Zwar lagen einige im oberen Bereich der üblichen Aufrufzahlen, doch sie blieben insgesamt innerhalb des normalen Rahmens, den die Accounts bereits kannten. Leider gab es keine aussergewöhnlichen Ausschläge und keine besonders auffällige Steigerung gegenüber dem bisherigen Content. Aber – Reichweite hin oder her – die Arbeit an den Videos hat mir trotzdem viel Spass gemacht!
Rückblickend war das Projekt eine wertvolle Gelegenheit, mein Social-Media-Repertoire zu erweitern. Die Kombination aus regulärem Content und Trend-Elementen hat mir gezeigt, wie flexibel Social-Media-Formate eingesetzt werden können und wie unterschiedlich sie in einem professionellen Kontext funktionieren. Besonders spannend war für mich, neue Stilmittel auszuprobieren, meine Produktionsweise zu variieren und zu sehen, wie sich Trends in bestehende Kommunikationsstrategien integrieren lassen.
Im Nachhinein hätten die Versuche von einem klareren Rahmen besser profitieren können. Die Anzahl der Trend-Videos war relativ klein, wodurch die Ergebnisse nur begrenzt aussagekräftig sind. Zudem waren die Ziele der einzelnen Posts nicht immer vollständig vergleichbar, was die Bewertung der Reichweite erschwert. Eine sauberere Ausgangslage – etwa mit definierten KPIs (Key Performance Indicators, also Leistungskennzahlen) oder einer einheitlicheren Content-Serie – hätte die Analyse noch präziser gemacht. Trotzdem war es ein hilfreicher Versuch, um erste Erkenntnisse zu sammeln und praktische Erfahrungen mit Trend-Formaten zu gewinnen.
Wichtig zu erwähnen ist mich noch: Diese Trend-Versuche waren nur ein kleiner Teil meiner Social-Media-Arbeit im vergangenen Jahr. Für die Stadt Dübendorf war mein Einsatz begrenzt, bei bandXost bin ich jedoch weiterhin für die Social-Media-Betreuung zuständig. Dort habe ich zusätzlich verschiedene weitere Beiträge publiziert, die aber nicht im Rahmen dieses «Trend-Experiments» entstanden sind.