SMSC 2021 Aftermovie und Fotos

SMSC Basel 2021 Aftermovie

Was zum Teufel ist der SMSC? Vermutlich haben die wenigsten von euch von diesem Anlass gehört oder kennen die Veranstalterin, die Swimsa.

Die Swimsa ist die Stimme von über 9000 Medizinstudierenden in der ganzen Schweiz auf nationaler und internationaler Ebene. Zweimal im Jahr organisiert die Swimsa die Swiss Medical Students‘ Convention (SMSC), einen mehrtägigen Informationsanlass zu einem medizinischen Thema für alle Mitglieder. Dieses Jahr fand die erste Edition am 27. März 2021 in einem Gebäude der Universität Basel statt. Vor Ort anwesend waren aber nur das Organisationkomitee, einige Referentinnen und Referenten – wir beide waren mit der Video- und Fotokamera dabei. Die restlichen Teilnehmenden konnten sich via YouTube-Streams dazu schalten, die Workshops waren via ZOOM Link, einsehbar. Trotzdem konnten wir ein paar tolle Fotos und Videosequenzen von diesem Tag mitnehmen. Den ganzen Event haben wir in einem kurzen Teaser und einem Aftermovie zusammengefasst.

Trailer

Aftermovie

Impressionen von der Veranstaltung

(ash)

Preproduction
Vom SMSC hörte Raphael das erste Mal, als seine Freundin von einer Kollegin gebeten wurde, ein kurzes Werbevideo für den Event zu drehen. Sie war die einzige Person mit Erfahrung hinter der Kamera, hatte aber bisher noch keine Videodreh oder Schnittkenntnisse. Sie fragte ihn für den Dreh an. Da er selbst anderweitig beschäftigt war, lieh er seiner Freundin sein Kameramikrofon und so konnte sie den Dreh erfolgreich durchführen. Bei der Postproduction half Raphael ihr bei Fragen und schickte ihr Tutorials zum Thema. Nach der erfolgreichen Realisierung wurde es wieder ruhig, bis seine Freundin im Januar 2021 erneuert von ihrer Kollegin angefragt wurde. Eine Person aus dem PR/Marketing Teams des Events war abgesprungen und nun wurde ein Ersatz gesucht. Sie sagte zu und fragte Raphael kurz darauf an, ob er Interesse hätte, Filmaufnahmen während dem Event durchzuführen und diese schliesslich in Form eines Aftermovies zu veröffentlichen. Zusätzlich sollten auch noch Fotos erstellt und bearbeitet werden. Raphael sagte zu, denn es war ihm wichtig seine Fähigkeiten im Bereich Video und Post Production zu verbessern und dies schien der optimale Anlass dafür zu sein. Da seine Freundin auch noch organisatorische Aufgaben während einem Teil des Events zu erledigen hatte, wurde eine dritte Person als Unterstützung gebraucht. Deshalb erzählte er einige Wochen später Daniela vom Auftrag. Damit war das Film- und Fototeam für den SMSC 2021 bereit.

Filmen / Fotografieren
Da kein Budget zur Verfügung stand, holten wir das komplette Equipment von der Ausleihe. Da Raphael selbst in der Ausleihe arbeitet, wusste er genau, welches Material wir für den Event benötigen werden und hat sich um die Reservation und den Transport nach Basel gekümmert. Wir arbeiteten mit einer Blackmagic für die Filmaufnahmen und einer Sony für die Fotos. Im Nachhinein können wir sagen, dass wir gut mit deutlich weniger Objektiven ausgekommen wären, auch lichttechnisch waren wir sehr gut bedient. Die verschiedenen Räume verfügten über sehr grosse Fensterflächen und so konnten wir gut mit dem vorhandenen Tageslicht arbeiten. Trotzdem waren wir froh, dass wir genug Material und auch genügend Akkus dabei hatten.

Für das Aftermovie wurde kein Skript oder Konzept vereinbart. Deshalb haben wir einfach Szenen aus verschiedenen Winkeln gedreht. Die Arbeit der Helferinnen und Helfer aber auch einige Referentinnen und Referenten wurde dokumentiert. Da es ansonsten keine Anwesenden bei diesem Event gab, war es schwierig nicht immer dieselben Personen zu filmen und fotografieren. Es erleichterte aber die Arbeit auch, denn so hatten wir einen besseren Überblick über die verschiedenen Drehorte. Auch war der Event und die verschiedenen Workshops und Referate sehr interessant und am liebsten hätten wir manchmal das Equipment beiseite gelegt und einfach zugehört. Da es aber verschiedenste Räume und zum Teil Überschneidungen beim Programm gab, waren wir immer  unterwegs, damit wir keine guten Aufnahmen verpassten. Für Daniela war es das erste Mal, dass sie bei einem Event mit Film- und Fotokamera dabei war. Doch sie hat sich schnell an das Material gewöhnt und einfach los gelegt. Learning by doing.

Post Production Trailer (Raphael)
Zuerst musste ich einmal die ganzen Aufnahmen sichten und sortieren, insgesamt hatten wir über 100 GB Videoaufnahmen. Einige Aufnahmen waren sofort als nicht brauchbar klassifiziert und konnten rasch gelöscht werden, was den ganzen Prozess deutlich vereinfachte. Danach entwickelt ich eine kurze Storyline, wie den die Aufnahmen zusammenpassten würden und der Zuschauer den Trailer auch attraktiv finden würde. Hierbei war meine Idee, dass zuerst mit der Lokalität(Basel) gearbeitet wird, dann sieht man das Gebäude und die einzelnen Personen und am Schluss sollte auch noch die positiven Emotionen gezeigt werden, die der Event ausgelöst hat, obwohl er als Onlineedition durchgeführt werden musste.  Ich entschied mich bei den Aufnahmen jeweils auf die Elemente des Songs zu schneiden und machte mich auf die Suche nach einem passenden Lied. Dies fiel mir gar nicht so leicht, denn es sollte weder zu fröhlich noch zu traurig klingen und auch gut den musikalische Ton eines solchen Events widerspiegeln. Dazu suchte ich mehrere Soundtrack Anbieter ab, am Schluss entschied ich mich für einen Song von Artlist. Das Lied importierte ich dann in mein Premiere Pro File und fing an die einzelnen Clips zu importieren und zurechtzuschneiden. Dies klappte sehr gut, doch ich merkte rasch, dass ich viel zu lange nur schon mit den Aufnahmen des Einstieges gearbeitet habe und der Clip so viel zu lang werden würde. Angedacht war ein kurzer Trailer mit einer Länge von ca. 30 Sekunden, dieser sollte dann auf Instagram veröffentlicht werden. Deshalb entschied ich mich einige Szenen wieder zu löschen und meinen Plan deutlich zu kürzen. Nach dem fertigen Schnitt, habe ich angefangen mit der Color Correction. Dabei ging es bei diesen Aufnahmen vor allem darum eine möglichst neutrale Farbgebung für alle Clips zu finden und auch möglichst neutrale Belichtung. Eine Aufnahmen enthielten sehr viele gelbe Farbtöne, andere eher blau-grüne, ich muss gestehe ich tat mich am Anfang durchaus etwas schwer, kam dann aber immer besser zurecht. Nach diesem Schritt begann das Color Grading. Ich habe hierbei ohne ein LUT gearbeitet und selbst versucht einen Look zu kreieren, bin aber zuerst etwas gescheitert. Ich habe mir dann einige Tutorials zu diesem Thema angeschaut und es noch einmal versucht, das Resultat war schon deutlich besser. Danach fügte ich noch einige Textelemente mit Informationen zum Anlass hinzu und war schon fast fertig. Gerade bei dem letzten Clip, war ich mir nicht ganz sicher, ob der Text auf dem Smartphone leserlich war. Deswegen entschied ich mich dazu, noch eine aufwändige Textanimation hinzuzufügen, um diese Botschaft noch deutlicher zu machen. Dabei merkte ich auch gut, dass meine After Effects Kenntnisse noch mehr Arbeit benötigen, denn ich brauchte mehrere Stunden, bis ich mit dem Resultat zufrieden war. Ich sendete das exportierte Video an Danila und Anina(meine Freundin) und auch an einige Mitstudenten um möglichst eine breit abgestütztes Feedback zu erhalten. Dank diesen Inputs konnte ich noch einiges verbessern und auch das Color Grading noch einmal anpassen. Danach luden ich und meine Freundin den Clip auf Instagram, bemerkten dann aber dass wir mit 34 Sekunden eine sehr ungünstige Videolänge generiert hatten, denn Instagram arbeitet mit 10 Sekunden Clips in der Story und so hatten wir anstatt 3 Videos noch einen 4ten Clip. Dies ist wohl mein grösstes Learning bei Instagram sollte man sich gut über die dort herrschenden Standards informieren. Auch der Prozess der Farbgebung eines Video ist nicht zu unterschätzen und auch wenn ich viel gelernt hatte, kann ich noch sehr viel verbessern und auch versuche einen eigenen Look zu generieren.

Post Production Aftermovie (Daniela und Raphael)
Wie gesagt, gab es kein Konzept oder Schnittplan für den Aftermovie. Deshalb suchte Daniela zuerst ein passendes Lied aus und schnitt das Material passend zum Beat des Soundtracks. Einige Aufnahmen waren eigentlich sehr gut, aber ein wenig verwackelt. Deshalb war es manchmal schwierig die passenden Aufnahmen zu finden. Auch der Stabilizer von Premiere Pro hat nicht immer sehr viel gebracht. Für ein nächstes Mal wäre ein Gimbel oder sonstiger Stabilzier für den Event selber sicher sehr hilfreich, damit mehr Aufnahmen verwendet werden können. Auch war es schwierig den Aftermovie interessant zu gestalten, weil sehr viele Aufnahmen sehr ähnlich waren. Der Schnitt zum Takt des Soundtracks hat sehr geholfen und macht den Film nochmals spannender. Nach drei verschiedenen Feedbacks wurden noch diverse Änderungen und Übergänge vorgenommen. Das Colorgrading hat Daniela zum ersten Mal gemacht und musste viel Nachschauen und Ausprobieren. Vor allem am Kontrast und der Sättigung wurde viel gemacht. Auch war es manchmal schwierig die verschiedenen Licht- und Raumverhältnisse anzugleichen. Der Aftermovie hat nicht einen speziellen Colorlook, sondern ist einfach natürlich gegraded.

Fotos
Die Fotos selbst wurden von Raphaels Freundin bearbeitet, weshalb wir hier nur die von uns geschossenen Aufnahmen im unbearbeiteten Stil veröffentlichen.

Fazit Raphael
Es war ein sehr spannendes und lehrreiches Projekt ich selbst konnte mir viel Wissen zu den Themen Videoaufnahmen, Videoschnitt und Color Correction/Grading aneignen, merkte aber auch, dass es noch sehr viel zu lernen gab. Wichtig war es für mich auch, dass ich ohne grossen Druck an diesem Projekt arbeiten konnte und sehr viel Freiheiten genoss bei der Aufnahmen und auch beim Schnitt. Wichtig ist festzuhalten, dass ich mich das nächste Mal noch genauer mit der Ausspielplattform(Instagram) und deren Regeln/Vorgaben beschäftigen muss.

Fazit Daniela
Ich bin sehr froh, dass Raphael mich für diesen Tag und den Auftrag angefragt hat. Obwohl ich das noch nie gemacht habe und auch etwas nervös war, bin ich sehr stolz auf das Ergebnis. Ich konnte enorm profitieren. Habe wieder neue Kameras kennen gelernt und mich auch im Premiere Pro verbessert. Auch war der ganze Event und das ganze Organisationsteam sehr toll und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Auch war ich froh, dass Raphael sich so gut ums Material gekümmert hat und alles organisiert hat. Ich musste nur zum vereinbarten Zeitpunkt in Basel sein.