Skirennen im Team?

Am Hasliberg finden jedes Jahr zahlreiche Firmenskirennen statt. Von normalen Skirennen bis hin zu Teamevents ist alles dabei. Eines dieser Rennen durfte ich begleiten, daraus ist ein kurzes Video entstanden.

(bas)

Idee:

Ich könnte mir vorstellen für meine Abschlussarbeit ein Video zum Thema Skifahren zu bzw. zum Skirennzentrum am Hasliberg zu realisieren. Ich helfe dort seit 2013 als Speaker und Kameramann mit. Vergangenen Frühling fand am Hasliberg die Schweizermeisterschaft der Bauleute statt. Ursprünglich sollte ich dafür ein Video drehen. Da das Projekt aber gerade nicht mehr aktuell ist und das Video nie fertig gestellt wurde, habe ich mir überlegt, dies im Rahmen eines Digezz Projektes zu tun. Es sollt nicht mehr nur um diesen Event gehen, sondern zeigen, dass im Skirennzentrum nicht nur Nachwuchsathlet*innen Rennen fahren können sondern auch Firmenrennen möglich sind.

 

Umsetzung:

Dreh:

Der Drehtag dieses Videos war im Frühling 2022, obschon es nicht zu diesem Semester gehört, möchte ich kurz dazu etwas schreiben, da dieser Drehtag für mich sehr lehrreich war. Ich habe zum ersten Mal mit ND-Filter gearbeitet. Diese korrekt einzustellen war für mich eine Herausforderung. Zudem war die Kamera meist auf einem Gimbal befestigt, das hat das Einstellen des Filters nicht einfacher gemacht.

Das Zeitmanagement bei diesem Dreh war für mich eine weitere Schwierigkeit. Denn ich habe das gesamte Video in Eigenregie durchgeführt. Das heisst, ich konnte mit der Kamera immer nur an einem Ort sein. Manchmal musste ich auf den Skilift und habe ca. 30 Fahrer*innen verpasst.  Grundsätzlich ist das nicht so schlimm, weil am Ende sowieso nicht alle Teilnehmer*innen im Video gezeigt werden können. Jedoch habe ich ohne mein Wissen die beste Kategorie verpasst und somit auch die besten Skifahrer*innen. Auch das gemeinsame Mittagessen habe ich verpasst, da ich mich selbst kurz verpflegen musste. Der restliche Drehtag verlief dann aber nach meinen Vorstellungen.

 

Schnitt:

Für dieses Video wollte ich eigentlich das Schnittprogramm DaVinci Resolve ausprobieren. Ich habe versucht Dies herunterzuladen, meinem Laptop gefiel das aber nicht und er hat sich aufgehängt. Der Grund für einen Wechsel des Schnittprogramm ist bei mir erst in den letzten Wochen aufgekommen. Ich habe mit Filmemachern gesprochen und diese meinten, DaVinci Resolve werde in absehbarer Zeit zum Branchenstandard. Leider konnte ich dieses Video noch nicht mit dem Programm von Blackmagic Design schneiden, ich würde das aber sehr gerne in einem zukünftigen Digezz ausprobieren.

So habe ich wieder auf Adobe Premiere zurückgegriffen. Die Schwierigkeit bei diesem Projekt lag für mich in der Color Correction. Da die meisten Aufnahmen im Schnee entstanden sind, musst ich alle auf einen Standard bringen. Es war mir wichtig, dass der Schnee immer dieselbe Helligkeit und Farbe hat. Bei Sound wollte ich noch Geräusche von den Skifahrer*innen Hinzufügen. Leider habe ich dazu das falsche Mikrofon verwendet. Erst in der Post Production habe ich gemerkt, dass der Ton nicht zu gebrauchen ist.

 

Learnings:

Während des ganzen Drehs war ich der Meinung, dass sich der Gimbal nicht richtig verhält. Bei jedem Gebrauch neigte sich die Kamera etwas mehr nach Links. Durch geschicktes Handling und die Post Production konnte ich dieses Problem lösen. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass man in der DJI-App die Kamera, welche sich auf dem Gimbal befindet, einstellen kann. Dies war mir nicht bewusst und seit ich diese Einstellung vornehme, hatte ich keine Probleme mehr mit dem Gimbal.

Wie bereits erwähnt, habe ich gelernt, wie man mit ND-Filtern arbeitet. In der Nachbearbeitung hätte ich mir allerdings gewünscht etwas weniger damit experimentiert zu haben.

Die schwierigsten Aufnahmen bei diesem Dreh waren die bewegten Bilder der Skifahrer*innen im Team(zu sehen ab 01:43). Dabei hatte ich die Kamera auf dem Gimbal und bin so schnell es nur geht, gerade die Piste heruntergefahren. Da ich auf die Piste und die Rennfahrer*innen achten musste, konnte ich nur begrenzt auf die Kamera schauen. Daher habe ich einfach mal drauflos gefilmt und war im Anschluss und in der Nachbearbeitung überrascht, wie gut die Aufnahmen gelungen sind. Das zeigt mir, ein bisschen Mut und Experimentierfreude kann auch zum Erfolg führen.