SCANS by Ella

Was passiert, wenn ein Gerät zum Digitalisieren von Dokumenten plötzlich zum kreativen Werkzeug wird? Für dieses Projekt habe ich einen portablen Handscanner getestet und damit verschiedenste Oberflächen, Gegenstände und Strukturen meines Alltags festgehalten.

Mit diesem Projekt wollte ich herausfinden, ob sich ein portabler Handscanner auch ausserhalb seines eigentlichen Einsatzgebietes kreativ nutzen lässt. Auf Social Media bin ich immer wieder auf kurze Videos gestossen, in denen Menschen mit solchen Geräten experimentierten und verschiedenste Gegenstände oder Oberflächen scannten. Die dabei entstehenden Bilder hatten oft eine ganz eigene Ästhetik, die sich deutlich von einer klassischen Fotografie unterscheidet. Genau diese Wirkung hat mein Interesse geweckt und war letztlich der Auslöser für dieses Projekt.

Anstatt das Gerät einfach nur zu testen oder einen klassischen Produkttest zu erstellen, wollte ich selbst herausfinden, welche Bildwelten durch einen solchen Scanner entstehen können. Deshalb bestellte ich mir einen eigenen Handscanner und begann zunächst damit, mich mit seiner Funktionsweise auseinanderzusetzen. Bereits bei den ersten Versuchen wurde deutlich, dass das Arbeiten damit deutlich unberechenbarer ist, als ich ursprünglich erwartet hatte. Geschwindigkeit, Bewegung oder auch die Beschaffenheit der Oberfläche beeinflussen das Resultat stark und führen teilweise zu ganz unterschiedlichen Bildern.

Der im Projekt verwendete iScan-Handscanner mit einer Auflösung von bis zu 900 dpi.

Der eigentliche Arbeitsprozess bestand deshalb zu einem grossen Teil aus Ausprobieren und Experimentieren. Ich habe den Scanner in verschiedensten Situationen eingesetzt und unterschiedlichste Materialien und Oberflächen getestet. Dabei entstanden Scans von Gegenständen, Texturen in der Natur, Strukturen in der Stadt oder auch von alltäglichen Objekten, die mir spontan aufgefallen sind. Ziel war es dabei nicht, bestimmte Motive möglichst exakt abzubilden, sondern herauszufinden, welche Oberflächen und Bewegungen interessante Resultate erzeugen.

Im Verlauf des Projekts sammelte sich eine grosse Anzahl an Scans an. Viele davon funktionierten jedoch nicht wie geplant. Teilweise wurden Dateien nicht richtig gespeichert oder gingen auf der Speicherkarte verloren. Andere Scans waren technisch zwar gelungen, wirkten gestalterisch aber nicht interessant genug und wurden deshalb wieder aussortiert. Dennoch habe ich ein paar dieser ungelungenen Scans auch im Video eingeblendet, da sie genauso zum Prozess gehören. Gerade dieses stetige Testen, Verwerfen und erneute Ausprobieren entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil des Projekts und half dabei, ein besseres Gefühl für den Scanner und seine Möglichkeiten zu bekommen.

Für die finale Umsetzung entschied ich mich bewusst gegen eine klassische Bildergalerie oder ein Booklet. Stattdessen wollte ich die entstandenen Scans in einem kurzen, visuell aufgebauten Video zusammenführen. Der Fokus liegt dabei nicht auf einer technischen Erklärung des Geräts, sondern auf der Bildwirkung und der Ästhetik der entstandenen Aufnahmen. Mein Projekt soll insgesamt keinen Produkttest darstellen, sondern vielmehr ein kreatives Experiment, bei dem ein alltägliches Werkzeug in einem völlig anderen Kontext eingesetzt wird.

Hier gehts zum Video:

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(mbi)

Da ich zuvor noch nie mit einem portablen Handscanner gearbeitet hatte, bestand ein grosser Teil dieses Projekts aus Ausprobieren und Experimentieren. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Resultate stark von der Bewegung des Scanners, der Oberfläche und den jeweiligen Lichtverhältnissen abhängen. Viele Scans funktionierten nicht wie geplant oder wirkten gestalterisch nicht interessant genug, weshalb ich einen grossen Teil des Materials wieder aussortierte.

Eine Herausforderung war zudem die technische Zuverlässigkeit des Geräts. Teilweise wurden Scans nicht korrekt auf der Speicherkarte gespeichert oder gingen verloren. Ausserdem stellte ich fest, dass einzelne Bilder deutlich kleiner oder stärker komprimiert abgespeichert wurden als andere. Dadurch musste ich gewisse Motive mehrfach scannen und verschiedene Einstellungen ausprobieren.

Trotzdem habe ich mich bewusst dazu entschieden, im finalen Video nicht nur die gelungensten Resultate zu zeigen. Einzelne misslungene oder technisch weniger perfekte Scans habe ich ebenfalls eingebunden, da sie den Experimentiercharakter des Projekts widerspiegeln und zeigen, dass nicht jeder Versuch zum gewünschten Ergebnis geführt hat.

Rückblickend würde ich mich bei einem ähnlichen Projekt noch intensiver mit den technischen Möglichkeiten des Scanners auseinandersetzen, um die Resultate gezielter beeinflussen zu können. Gleichzeitig hat mir das Projekt gezeigt, dass oft mehrere Versuche nötig sind, bis interessante Ergebnisse entstehen und dass ein grosser Teil des Prozesses aus Testen, Aussortieren und erneutem Experimentieren besteht.