Roadcross & Rasergesetz

Im Zuge unseres Filmberichtes im Modul «Audiovisuelles Erzählen II» über das Rasergesetz haben wir ein Interview mit Mike Egle von Roadcross Schweiz geführt. Es kam der Wunsch auf, aus diesem Interview nebst dem Filmbericht ein zweites Video für Roadcross zu gestalten, dass sie auf ihren SoMe-Accounts teilen können.

Ich habe mich diesem Projekt angenommen, da ich mich in Premiere Pro und After Effects noch nicht so sattelfest fühle. Da das Rohmaterial von Video und Audio schon vorhanden war, konnte ich mich auf den ganzen PostProduction-Workflow konzentrieren. Vom eher mühsameren Visionieren des Materials und Synchronisieren von Bild und Ton über die Animationen der Interviewfragen bis zum interessanten Colorgrading.

Das Interview haben wir in S-Log 3 aufgenommen, was Colorcorrection und -grading zwar aufwendiger macht, jedoch sehr grosse Spielräume offen lässt:

Da man im finalen Produkt den Vergleich zur originalen Footage und dem Ton nicht hat, wollte ich dies noch visuell und auditiv ersichtlich machen. Ich konnte so das neu Gelernte gleich noch in einer kurzen «Behind the Scenes»-Sequenz festigen.

(hil)

Projektfindung

Dieses Projekt stand nicht zuoberst auf meiner Digezz Liste. Ich hatte noch 2 Projekte vorher angedacht. Eines hat sich aufgelöst, da nicht mehr alle Beteiligten dabei waren und das Zweite Videoprojekt wurde vom Kunden in den Sommer verschoben. Mir wurde dabei bewusst wie spontan und kurzfristig die Medienbranche sein kann. Mir wurde auch bewusst, wie wichtig es war, sich nicht auf ein Projekt zu konzentrieren und mehrere Ideen in der Pipeline zu haben. Dies kam mir nun sehr gelegen.

Rohdaten-Visionierung

Um ein solides Fundament für weniger Arbeit später aufzubauen, ist es wichtig die Rohdaten gut anzuschauen und zu markieren. Es fiel mir manchmal schwer, mich auf das ganze Interview zu konzentrieren und gute Markierungen zu setzen. Ich musste deshalb auch später noch ein-, zweimal ins ganze Interview zurück, um etwas zu holen.

Premiere Pro-Workflow

Bei allen vorgängigen Videoproduktionen habe ich meist während der Dreharbeiten mehr mitgewirkt, da ich Kameratechnisch schon etwas Erfahrung hatte. Ich habe jedoch noch nie gross von A bis Z eine Postproduction durchgeführt. Anfangs hatte ich noch etwas Mühe mich zurecht zu finden und war nicht sehr effizient unterwegs. Nach kurzer Zeit und vielen Youtube-Tutorials später, fühlte ich mich schon viel sicherer. Ich hatte mir nun viele Shortcuts gemerkt, die den Workflow viel effizienter gestalten.  Am Schluss, als es um die Behind the Scenes Sequenz ging, fühlte ich mich viel sicherer und hatte auch keine Angst mehr vor diversen Panels oder einer leeren Sequenz.

After Effects

Da wir im 1. Semester bereits etwas mit After Effects beschäftigt haben, hatte ich hier schon etwas mehr Erfahrung. Was für mich jedoch noch eine Blockade war, waren 3D-Objekte und die Kameras. Es fühlte sich immer sehr kompliziert an und darum wollte ich mich nie gross damit beschäftigen, da es auch sonst irgendwie ging.Ich habe mir vorgenommen, das zu ändern und dies gelang auch. Ich habe gemerkt, dass diese Objekte einen grossen Mehrwert bringen und einfach komplizierter aussehen, als sie eigentlich sind.

Fazit

Anfangs hatte ich etwas Mühe, mich zurecht zu finden für ein ganzes Postproduction Projekt. Die Learningkurve sowie die Motivationskurve zeigte danach aber merklich nach oben. Ich fühle mich in den Programmen viel sicherer als vorher. Ich denke auch, dass ich nun ein vergleichbares Projekt effizienter machen könnte.