nachts

Mit dem Thema Nacht verbinden wir alle etwas anderes. Um meinen Beitrag für die Nachtschicht21 zu kreieren, habe ich meine Studienkollegen rund ums Thema «Nacht» befragt. Ich wollte von ihnen unter anderem wissen, ob sie gerne schlafen oder was sie nachts wach hält. 

So unterschiedlich wie wir Menschen waren auch die rund 20 Antworten, die ich erhalten haben. Von diesen Antworten liess ich mich inspirieren und kreierte analoge und digitale Bilder für die Nachtschicht21.

Eine kleine Auswahl:

Schau dir das gesamte Werk jetzt auf Nachtschicht21 an.

(hil)

Idee
Entstanden ist das Vorhaben nach dem Aufruf des Nachtschicht21-Teams, Beiträge für die Ausstellung einzusenden. Was genau entstehen wird, wusste ich zu Beginn noch gar nicht so genau. Erst mit der Zeit ist die Idee für die Bilder und Illustrationen entstanden.

Konzept
Was mir zu Beginn fehlte, war die Inspiration. Also wollte ich wissen, was andere mit dem Thema «Nacht» verbinden. Geht in ihren Köpfen kurz vor dem Einschlafen dasselbe vor, wie in meinem Kopf? Daraus entstanden ist ein Fragebogen. Die rund 20 Antworten auf meine 13 Fragen haben mich dann inspiriert, analog und digital zu arbeiten.

Für die analogen Bilder wollte ich unbedingt mit Tusche arbeiten. Schwarz wie die Nacht war der Gedanke. Mit diesen Voraussetzungen habe ich erste Skizzen angefertigt, bevor ich die Werke umsetzte.

Umsetzung Analog
Was aber vor der Umsetzung auf dem End-Papier (A3, 220g/qm, matt) geschah, waren unzählige Versuche meine vielen Fragen zu klären. Wie reagiert welche Farbe mit Tusch? Male ich mit Pinsel, Schwamm oder doch einem Stift? Wie stark wellt sich das Papier? Muss ich das Papier aufziehen?

Als ich mit einem 15mm breiten, gelben Acrystilstift und einer Spannplatte aus dem Coop Bau & Hobby wieder vor dem nackten, aufgezogenen Papier stand, traute ich mich kaum mein Schwamm anzusetzen. In meinen Ohren hallen noch die Worte meiner Kunstlehrerin der Berufsmaturität: «Habt keine Angst vor dem weissen Papier». Jaja.

Die mit Tusch bemalten Bilder habe ich jeweils trocknen lassen und zusätzlich geföhnt (damit es schneller geht), bevor ich diese mit dem Acrylstift ergänzte. So wollte ich ein Abfärben der Tusche verhindern, was nicht immer klappte. Daraus entstanden sind schlussendlich fünf analoge Bilder für die Nachtschicht21.

Umsetzung Digital
Als Gegenstück zu den fünf analogen Bildern, wollte ich auch fünf digitale Werke erstellen. In diese sollten zudem auch visuell die Antworten aus meiner Umfrage miteinfliessen. Also habe ich die Formen der fünf Buchstaben aus dem Wort «NACHT» mit Wörtern aus der Umfrage «abgefüllt». Für diese Arbeit habe ich mit Adobe Illustrator gearbeitet.

Learnings
Die Entstehung der Bilder aus der Inspiration der Umfrage war sehr schön. Auch wenn es meine Bilder sind, habe ich das Gefühl, dass die Bilder auch für die Gedanken anderer stehen.

Die vorgefertigten Skizzen halfen mir sehr, mich während der Umsetzung orientieren zu können. So konnte ich einige Stunden an Arbeit, Nerven und Geld sparen. Bei den digitalen Bildern war die Erstellung des ersten Buchstabens am spannendsten. Danach war es eigentlich nur noch Fleissarbeit. Damit auch dort mehr Spannung für mich entstehen kann, würde ich bei einem nächsten Mal versuchen, von meinem Plan oder dem Endergebnis wegzukommen. Weniger verkopft an die Sache ranzugehen. So hätten auch die einzelnen digitalen Werke unterschiedlicher aussehen können.

Mit dem Projekt konnte ich meine Programmkenntnisse im Adobe Illustrator erweitern und festigen. Aber nicht nur digital auch analog konnte ich viel neues dazulernen. Mit dem Ergebnis bin ich abgesehen von ein paar Details zufrieden.