Mein eigener Kunst-Kanal auf Instagram
Mein Projekt war es, einen eigenen Instagram-Account für meine Kunst zu erstellen. Ich wollte das eigentlich schon sehr lange machen und nun die Chance ergreifen, um endlich damit durchstarten zu können. Da ich eher bescheiden bin, habe ich mir keine grossen Resultate erhofft. Ich dachte auch nicht unbedingt, dass meine Bilder so gut ankommen würden.
Die Motivation
Der finale Anstoss für dieses Projekt kam eher zufällig. In unserem MAZ-Minor hatten wir in einem anderen Fach die Aufgabe bekommen, eine Themenwoche zu generieren. Es hiess damals, es falle einem viel einfacher, wenn man ein Thema nimmt, welches man wirklich mag. Da wusste ich direkt, dass ich gerne etwas mit Kunst machen möchte, weil mich das schon mein ganzes Leben lang begleitet. Durch diese Aufgabe kam mir dann die Idee, das Thema Kunst für mein eigentliches Projekt hier aufzugreifen und den Instagram-Kanal zu starten.
Ich hatte früher schon einmal einen Account erstellt, ihn dann aber aus lauter Panik direkt wieder gelöscht, als mich eine Freundin darauf ansprach. Ich weiss auch nicht genau, woher diese Panik kam, aber ich hatte irgendwie einfach Angst, dass Leute davon erfahren. Dieses Problem habe ich dieses Mal direkt aus dem Weg geräumt. Ich packte mein neues Profil lari.a.art von Anfang an in meine persönliche Instagram-Story und informierte die Leute aus meiner Umgebung, mir doch zu folgen, falls sie Lust haben. Daraus resultierte, dass jetzt eigentlich fast alle meine Follower aus meinem Bekanntenkreis stammen, was mir ein wirklich gutes Gefühl gibt. Also nochmal: Danke an alle, die mir folgen <3!
Aufwand hinter den Kulissen
Bei der Erstellung der Beiträge hat alles unglaublich viel mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich anfangs gedacht hatte. Wenn man die ganze Recherche, das eigentliche Zeichnen, das Filmen und den Videoschnitt zusammenrechnet, entsteht ein riesiger Aufwand. Kunst zu erschaffen braucht ohnehin sehr viel Zeit, und ich hoffe, man sieht den einzelnen Posts an, wie viel Arbeit ich jeweils aufgewendet habe. So habe ich bei einem digitalen Fanart-Bild auch extra in die Caption geschrieben, dass ich beim Zeichnen oft total die Zeit vergesse.
Vor allem das Schneiden der Videos dauerte länger als gedacht. Ich dachte immer, ich wäre schnell, und dann waren irgendwie wieder zwei Stunden vorbei und es sah am Ende nach gerade mal zehn Minuten Arbeit aus. Aber Übung macht den Meister, oder? Auch das Posten selbst und das Schreiben der Captions brauchten viel Überwindung, da ich normalerweise nicht wirklich eine Person des öffentlichen Lebens bin oder sein möchte. Das Filmen selbst kostete ebenfalls Zeit und verlängerte den ganzen Prozess: Für ein Bild, für das ich regulär zwei Stunden brauchte, benötigte ich mit Filmen fast die doppelte Zeit. Ich musste alles aufbauen, einen Winkel finden, aus dem es gut aussieht, und darauf achten, dass mein Handy währenddessen nicht überhitzt (das ist ein paar Mal passiert).
Vorab habe ich intensiv Recherche betrieben. Wir haben, ebenfalls im MAZ-Minor, auch noch besprochen, was man alles haben muss, um einen «erfolgreichen», «gesunden» Account aufzubauen. So konnte ich das Gelernte direkt anwenden. Ich habe auf Instagram genau geschaut, wie andere posten, was sie in ihre Captions schreiben und wie sie ihren Account aufgebaut haben. Die Musik war auch noch eine kleine Herausforderung. Ich wollte etwas Unterhaltendes mit einem guten Beat, worauf ich die Videos perfekt schneiden konnte. Bei der Recherche habe ich oft gelesen, dass es in der heutigen Zeit sehr schwer ist, einen Kanal organisch zum Wachsen zu bringen. Darum war ich dann auch mega überrascht, als mein zweites Reel plötzlich 1600 Aufrufe hatte. Wenn ich mir überlege, dass meine anderen Posts so zwischen 300 und 800 Aufrufe haben, finde ich diese hohe Zahl für den Start trotzdem ein bisschen crazy.
Die Beiträge selbst waren Reels und Bilder-Slides. Am Anfang hatte ich noch eine gute Abwechslung: mal nur ein Bild-Post, dann ein Reel über ein digitales Bild und dann zum Beispiel ein Video, in dem ich draussen mit Wasserfarben gemalt habe. In der ersten Zeit habe ich es auch geschafft, alle zwei bis drei Tage zu posten. Danach hat es leider ein bisschen nachgelassen, weil sehr viel Neues aus den anderen Modulen noch hinzukam.
Ausblick
Ich möchte das Projekt definitiv im nächsten Semester noch weiterführen. Mein Ziel ist es, den Account aktiv zu halten und die Dinge besser zu machen, die dieses Mal nicht so gut geklappt haben. Ich werde mir auf jeden Fall einen festen Plan für meine Posts überlegen. Dann weiss ich genau, wann ich was hochladen will, und komme nicht mehr so leicht in Stress, wenn es im Studium mal wieder strenger wird.
Ausserdem freue ich mich darauf, endlich mein volles Skizzenbuch aus Rotterdam zu zeigen und ein schönes Video dazu zu schneiden, sobald ich es wieder bei mir habe. Ich plane auch, viel öfter kleine Einblicke vom Zeichenprozess in meiner Story zu teilen, besonders wenn ich gerade keine Zeit für ein grosses, aufwendiges Reel habe. So bleibt das Profil lebendig und ich kann meine Leidenschaft für die Kunst weiterhin mit meinem Umfeld teilen, ohne mir selbst zu viel Druck zu machen.
Einblicke








(mbi)
Planung völlig unterschätzt
Ich hätte mir einen klaren Plan zusammenstellen sollen, wo ich genau festhalte, was ich wann und wie machen will. Leider habe ich mich am Anfang dagegen entschieden, weil ich weiss, dass ich einen eigenen Zeitplan sowieso nicht so gut befolgen kann. Als die ganzen Major Sachen dazukamen, wurde das fehlende Planen schnell zum Problem und es gab lange Pausen gegen den Schluss.
Fehlender Content
Ein weiteres Problem war, dass ich in Chur vor allem digitale Zeichnungen machen konnte. Immer wenn ich am Wochenende zuhause war, fehlte mir schlicht die Zeit und Motivation, um etwas mit echter Farbe zu malen. Ich denke, ich hätte mehr Bilder vom Prozess in die Story posten können, um den Account so aktiver zu halten. Besonders schade war die letzte Woche in Rotterdam. Wir waren die ganze Woche am Sketchen und ich wollte eigentlich viel mehr posten, aber irgendwie ging die Zeit dort so extrem schnell rum und ich hatte vor Ort nie die Zeit dafür. Zu allem Übel habe ich danach mein erstes ganz volles Skizzenbuch zuhause liegen gelassen und konnte das geplante letzte Video nicht mehr machen, weil ich die gesamte Woche in Chur war.
Learnings zum Algorithmus
Ich habe zudem mit den Post-Zeiten experimentiert und ab und zu an einem anderen Tag zu einer anderen Uhrzeit gepostet. Mir ist deutlich aufgefallen, dass meine Reels am Abend viel besser performt haben, obwohl manche Leute sagen, acht Uhr morgens sei super, weil dann viele Leute auf dem Weg zur Arbeit wären. Für das nächste Mal weiss ich auf jeden Fall, dass eine strukturierte Planung enorm wichtig ist.