Live Stream der DCCMP – Semesterabschlusspräsentationen

Im Dezember 2025 organisierte der Masterstudiengang Digital Communication and Creative Media Production (kurz DCCMP) eine Veranstaltung für die Semesterarbeiten der Studierenden. Da die Semesterarbeiten auch mit nicht in der Schweiz stämmigen Wirtschaftspartner entstehen, wollten die Veranstalter einen Livestream anbieten. Dieser diente in erster Linie als Einblick in den Zwischenstand der Masterarbeiten. Weiter kann das aufgezeichnete Videomaterial künftig für die Akquise neuer Kooperationsfirmen genutzt werden.

Vorbereitung und Tests
Das Projekt realisierten Lukas Hohenmeister und Nadja Siegrist. Als erstes setzte sich Lukas mit den Auftraggebern und anschliessend mit Marcel Näf zusammen, um die benötigte Ausrüstung zusammenzustellen. Daraufhin erstellte er einen Schaltplan, der alle Inputs, Schnittstellen und Outputs abbildete, inklusive des vorhandenen Equipments vor Ort in der Giesserei Oerlikon sowie unseres eigenen Materials. Der Plan wirkte logisch, allerdings konnten wir aufgrund der fehlenden Reko in der Veranstaltungslocation nicht sicher sein, ob er am Ende auch aufgehen würde.

Aus diesem Grund setzten wir uns am Tag vor dem Stream im Medienhaus in Chur zusammen, um die Technik zu testen. Der Test brachte einige Erkenntnisgewinne und führte zu Änderungen:

  • Der Stream wird anstelle eines Laptops direkt über das ATEM Mini ausgespielt.
  • Eine schlechte Internetverbindung via Ethernet führte zu einer schlechten Audioqualität im Stream → Behebung mittels Hotspot.
  • In der ATEM Software Control App gibt es mehrere Stream-Presets; eines liess eine deutlich bessere Qualität für den Stream zu.
  • Die Bildtransmission erfolgt besser kabellos, da dies weniger Aufbauarbeit zur Folge hat und zusätzlich keine Stolperfalle für das Publikum entsteht.
  • Unser Setup mit den 4K-Blackmagic-Kameras wäre allein für die Veranstaltung «Overkill» gewesen – wir wollten jedoch auch Erfahrungen mit dem Stream-Equipment sammeln.
  • Die Übertragung wird extern auf einer Festplatte aufgezeichnet, damit sie von den Organisatoren für andere Zwecke genutzt werden kann.

Durch das Testen fühlten wir uns sicher und bereit für den nächsten Tag.

Technikschema DCCMP

Erfolg mit dem Bild, Probleme mit dem Ton

Der Aufbau am nächsten Tag verlief, zumindest was die Bildverbindung betrifft, reibungslos. Schwierigkeiten gab es lediglich bei der Ausleuchtung der Personen sowie bei der Verbindung des Audiosignals mit dem ATEM Mini. Glücklicherweise waren für Letzteres Tontechniker vor Ort, mit denen wir das Problem beheben konnten, auch wenn es bis kurz vor Veranstaltungsstart dauerte. Ein kurzer anschliessender Test zeigte, dass danach alles funktionierte.

Mit dem Start des Streams stellte Lukas jedoch ein Audioproblem fest: In tiefer Frequenz surrte andauernd ein Geräusch im Hintergrund. Das Überprüfen aller Kabelanschlüsse, Rücksprachen mit den Tontechniker:innen vor Ort und ein Telefongespräch mit Marcel Näf brachten keine Lösung. Das Problem schien beim Streamdeck zu entstehen, da die Überprüfung des Signals beim Audiomischpult problemlos war. Das Surren konnte während der zwei Stunden des Streams dennoch nicht behoben werden. Erst die Nachbesprechung lieferte die Erdung im Netzkabel als mögliche Fehlerquelle für das Störgeräusch.

Livestream-Ausschnitte

Abschluss
Von der Technikplanung über die Organisation des Personals sowie des Fahrzeugs bis hin zum Auf- und Abbau verlief grundsätzlich alles nach Plan. Die Fehler, die jedoch bei der Durchführung entstanden sind, waren glücklicherweise nicht so gravierend, dass sie das Ergebnis in ein schlechtes Licht rückten. Dennoch gibt es Kritikpunkte, die wir in Zukunft sicher vermeiden können. .

(vha)

Rückblickend können wir sagen, dass es trotz kleinerer Probleme ein gelungener Stream war. Eine Herausforderung bestand darin, dass die Sprecherinnen und Sprecher nicht immer optimal ausgeleuchtet waren, was Anpassungen während der Präsentationen erforderte. Nadja versuchte, dies direkt an der Kamera auszugleichen, hatte jedoch keine Möglichkeit zu sehen, wie das Bild in der Regie und im Livestream tatsächlich wirkte. Die Anpassungen waren dennoch gut umgesetzt und fielen im Stream kaum auf.

Wir hatten uns bewusst gegen den Einsatz eines Intercoms entschieden, da Nadja mit der Kamera sehr nahe beim Publikum positioniert war und eine laufende Kommunikation störend gewesen wäre. Rückblickend hätte ein Feedback aus der Regie durch Lukas dennoch hilfreich sein können und stellt ein klares Verbesserungspotenzial für zukünftige Produktionen dar.

Weiter wäre beispielsweise das Einbinden einer Safe-Zone in den Präsentationsdateien für die Bildübertragung der Präsentierenden hilfreich. Immer wieder kam es zu Überschneidungen zwischen Powerpoint-Inhalt und dem Personenbild.

Der Abbau verlief insgesamt speditiv. Allerdings wurde dabei ein kleiner Lemo-Stecker beschädigt, da er versehentlich in einem Koffer eingeklemmt wurde. Nach einem langen Tag machte sich die Müdigkeit bemerkbar, was zu diesem Missgeschick beitrug.

Es gibt sicherlich Möglichkeiten, einige der aufgetretenen Probleme bereits im Vorfeld zu vermeiden. Umso positiver ist, dass wir alle Herausforderungen situativ schnell lösen konnten und schlussendlich einen qualitativ guten Stream abliefern konnten.