Wakesurf Contest 2021

Am 21. August 2021 konnten wir einen nationalen Wakesurf Contest am schönen Zürichsee in Lachen SZ für den Wassersportverein Shoreline Watersports live streamen. Was war die grosse Herausforderung? Den Live-Stream über eine Distanz zwischen 300 Meter bis 600 Meter Wasserweg möglichst zeitnah und angenehm für die Zuschauer:innen vor Ort und virtuell gestalten zu können. Das Spektakel wurde auf dem Boot mit der Kamera gefilmt und an Land live verfolgt. Der Live-Stream wurde nicht nur auf der grossen LED-Leinwand vor Ort gezeigt, sondern auch in die sozialen Medien übertragen. 

Die Planung und Vorbereitungen

Während der Planungsphase trafen wir uns mit Jonas von Shoreline Watersports und Moviemaint GmbH, welcher unser Ansprechpartner war. Gemeinsam tauschten wir uns mehrmals über die Vorbereitungen aus. Nun legten wir den genauen Ablauf der Live-Übertragung fest, welche technischen Materialien zur Verfügung standen und was noch organisiert werden musste. Wir hatten Kameras, Mikrofone, Kabel- und Funkverbindungen, Bildmischer und Signal-Wandler mit einem MacBook als Hilfsmittel. Diese wurden uns von der Filmproduktionsfirma Moviemaint GmbH zur Verfügung gestellt.

Der Live-Stream

Wir arbeiteten mit zwei Kameras. Eine davon befand sich auf dem Boot, welche von zwei anderen Videojournalist:innen geführt wurde. Die zweite Kamera, welche wir bedienten, war an Land. Genauer gesagt war es eine Kamera FS5 mit Teradek Bolt Pro 600 Funkverbindung und eine Black Magic Kamera. Teilweise begleiteten wir den Moderator und fingen Interviews mit den Teilnehmer:innen ein. Die Bildregie machten wir mit dem Bild- und Tonmischer SUMO19 Atomos und zwei MacBook Pro als zusätzliche Daten-Quelle. Für den Live-Stream arbeiteten wir mit OBS als Software auf einem MacBook. OBS ist eine kostenlose und quelloffene Software für Videoaufnahmen und Live-Streaming. Hier lohnte es sich im Nachhinein auch, dass wir für unseren Einsatz doch noch zusätzliche Adapter für diverse Kabelanschlüsse mitgenommen hatten – ohne diese wäre die Live-Übertragung nicht möglich gewesen.

Am Tag des Events stellten wir während einer dreistündigen Vorbereitungszeit die Verbindung zwischen den Kameras auf dem Boot und dem Bildmischer her. Nach der Aufbauzeit und dem Testen der Videotechnik gingen wir dann um 10:00 Uhr live.

Wir waren als Kamera- und Regieteam ebenfalls zuständig für den inhaltlichen Ablauf vom Stream. Der Online-Stream sollte ursprünglich auf dem YouTube-Kanal von Shoreline Watersports platziert werden. Da wir jedoch in der Planung nicht berücksichtigt hatten, dass der Kanal 24 Stunden vorher aufgesetzt werden musste, entschieden wir uns kurzerhand, Instagram zu verwenden. Somit streamten wir anstatt im Breitbildformat einfach im Hochbildformat. Die Zuschauer:innen im Netz merkten gar nicht, dass dies so kurz improvisiert worden war. Wir bekamen nur positive Feedbacks, weil sich das Publikum einfach freute, den Event miterleben zu dürfen. Leider hatte die Kamera auf dem Boot teilweise Übertragungsschwierigkeiten, darum streamte auch eine Drittperson einfach mit dem Smartphone vom Boot aus den Event.

Wir hatten eine völlig kreative Freiheit in der Gestaltung des Live-Streams. Die Moderation des Events wurde von Florian Michel, welcher der Moderator vom Radio 1 ist, durchgeführt. Hier arbeiteten wir in enger Absprache und Kooperation mit unserem Moderator zusammen. Wir gingen aber auch unabhängig von ihm durch das Publikum und streamten die Statements live oder nahmen die Interviews im Voraus auf, um sie während einer Wettkampfpause zu zeigen.

Gleichzeitig waren wir abwechslungsweise als Regisseur:innen für den Bildschnitt am Bildmischer zuständig und für den Live-Stream als Ton- und Bildtechniker:innen verantwortlich. Da kam es darauf an, die Signale von den Kameras im richtigen Moment umzuschalten. Hier arbeiteten wir mit vier Bildquellen. Neben den Kameras gab es noch zwei Laptops als weitere Datenquellen. Dort waren Werbeblöcke abgespeichert und Logos von den Sponsoren, welche wir ebenfalls in Pausen einblendeten.

Der Aftermovie

Während dem Wakesurf Contest in Lachen konnten wir nicht nur neue Erfahrungen sammeln, sondern auch Kontakte knüpfen und unser Knowhow im technischen Bereich der Live-Kommunikation erweitern. Nun könnt ihr das Ergebnis anschauen. Viel Spass!

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Aftermovie Wakesurf Contest 2021

(hil)

Die Idee

Wir haben uns auf eine Ausschreibung von Shoreline Watersports gemeldet, denn der Wassersportverein suchte noch motivierte Studenten für den Wakesurf Contest in Lachen. Bei einem Zoom-Meeting lernten wir uns alle kennen. Währenddessen sprachen wir nicht nur über die Vorbereitungen des Events, sondern auch über unsere Aufgabenverteilung. Das ganze Equipment wurde uns von Moviemaint GmbH zur Verfügung gestellt. Jedoch waren wir froh noch eigene Adapter für den Tag mitgenommen zu haben, die wir auch gut gebrauchen konnten.

Die Aufgabenverteilung

  • VJ Kamera B-Roll (Andreas)
  • VJ Kamera Interviews (Patricia)
  • Regie (Geruscha)
  • Live-Steam (Geruscha, Andreas und Patricia)
  • Rohschnitt (Patricia)
  • Sounddesign (Andreas)
  • Grafiken und Feinschliff (Geruscha)

Die Vorbereitungen

Gemeinsam mit Jonas Ballman von Shoreline Watersports und Moviemaint GmbH haben wir die Regie aufgebaut. Er erklärte uns, wie so eine Gestaltung eines Live-Streams funktionierte. Zudem mussten wir beachten, dass wir beim Live-Stream immer wieder die Logos der Sponsoren einblendeten. Während sich Andreas und Patricia mit der VJ-Kamera vertraut machten, lernte Geruscha die verschiedenen Funktionen des Regiepults kennen. Nun konnte der Event beginnen und der Live-Stream starten.

Der Ablauf des Events

Zwischen den einzelnen Kategorien des Wettbewerbs gab es immer wieder Interviews. Wir haben Interviews mit den Teilnehmer:innen, den Helfer:innen und der Band gefilmt. Geführt wurden die Interviews vom Radiomoderator des Radios FM1. So leitete er die Zuschauer:innen durch den ganzen Event. Währenddem die Teilnehmer:innen auf dem Surfborad standen, haben wir nicht nur B-Roll Material für unser Video gefilmt, sondern auch den Live-Stream gestaltet. Unabhängig vom Moderator interviewten wir noch einige Zuschauer:innen und streamten die Statements entweder live oder zeigten sie während einer Pause. Jonas Ballmann hat uns während dem Event bei den technischen Aspekten unterstützt. Wir hatten bei der Gestaltung des Live-Streams sehr viel Freiraum. Der Event endete mit einem Konzert der Band Red Bandana und einem fantastischen Sonnenuntergang am Zürichsee in Lachen. Die  Vorbereitungen, die Durchführung des Events, das Bearbeiten des Aftermovies und alle damit verbundenen Abklärungen nahmen definitiv mehr Zeit in Anspruch als am Anfang kalkuliert. Denn der Zeitaufwand für einen kurzen Aftermovie haben wir eindeutig unterschätzt.

Die Herausforderungen und Learnings

Am Anfang des Events hatten wir Startschwierigkeiten mit dem Aufsetzen des Live-Streams. Deswegen würden wir in Zukunft mehr Zeit für die Vorbereitungen einplanen. Zudem war es nicht ganz einfach einen über so eine grosse Distanz einen Live-Stream bereitzustellen. Während dem Event mussten wir als Videojournalist:innen sehr spontan sein, denn wenn der Moderator ein Interviewpartner:in gefunden hat, mussten wir mit der Kamera bereit sein. Diese Spontanität kam uns manchmal zum Verhängnis, weil wir die Kamera teilweise in extrem kurzer Zeit einstellen mussten, waren die Lichtverhältnisse bei der Live-Übertragung nicht immer optimal. Darin sind wir jetzt besser geworden.

Während der Postproduktion des Aftermovies waren die riesigen Datenmengen herausfordernd für uns, weil die Datenübermittlung nicht ganz einfach war. Daher haben wir uns oft persönlich getroffen, um die Daten auszutauschen. Mit einer guten Ordnerstruktur haben wir uns bei der grossen Datenmenge eine Übersicht verschafft. Doch die aller grösste Schwierigkeit war es aus diesen enorm vielen Videos einen kurzen Aftermovie zusammenzuschneiden. Aus diesem Grund war die Erstellung des Rohschnitts ein langer Arbeitsprozess.

Das Fazit

Während dem Wakesurf Contest in Lachen konnten wir nicht nur neue Erfahrungen sammeln, sondern auch Kontakte knüpfen und unser Knowhow im technischen Bereich der Live-Kommunikation erweitern. Zudem können wir unser Portfolio nun mit einem weiteren Video ergänzen. Im Grossen und Ganzen hat uns der Event viel Spass gemacht, weil die Zusammenarbeit im Team sehr gut funktionierte. Trotz Startschwierigkeiten mit dem Live-Stream ist der gesamte Anlass reibungslos über die Bühne gegangen. Zudem bekamen wir vom Publikum positive Rückmeldungen. Das freute uns sehr, denn wir haben alle das erste Mal bei der Gestaltung eines Live-Streams mitgeholfen.