Layout für ein Freund:innenbuch
Beim Ausmisten zuhause fiel mir mein Freundschaftsbuch aus Kindertagen in die Hand. Es war so sentimental die ganzen Einträge durchzuschauen. Da kam mir die Idee, dass ich das gerne eigentlich auch gerne im «Erwachsenenleben» hätte.
Bei der ersten Recherche habe ich gesehen, dass es einige für Erwachsene gibt. Jedoch fand ich fast alle, die ich gefunden habe nicht so passend oder hatten Fragen dabei, die ich nicht stellen wollen würde. Auf der anderen Seite gab es auch einiges, was für mich klar fehlt.
Wichtige Elemente, die ich einbauen wollte, war zum einen einen Geburtstagskalender. Ausserdem mag ich kreative Aufgaben, deshalb habe ich auch eine «Gestaltungsaufgabe»/Zeichnungsaufgabe eingebaut.
Hier findest du das Freund:innenbuch als PDF.

Gestaltung
Mir war bei der Gestaltung wichtig, dass das Layout und die Farben auf irgend eine Art «Freundschaft» vermitteln. Weiter waren mir vor allem die simple Gestaltung wichtig. Damit es nicht überladen wirkt, gerade wenn gezeichnet oder sonst gestaltet wird.
Damit das Design auch konsistent ist habe ich auch eine Art Identität entwickelt. Diese findest du hier.
Aufbau
Das Buch startet so, wie viele Bücher mit einer Seite, wo man den eigenen Namen hinschreiben kann. Danach folgt eine Seite, die so eine Art Gästebuch-Charakter hat. Einfach dass man noch eine Message hinterlassen kann.
Danach folgt das Inhaltsverzeichnis, dass noch einen personalisierbaren Charakter hat. Das heisst jeder Eintrag im Buch bekommt einen eigenen Eintrag im Inhaltsverzeichnis, wo dann der Name der Person, die die Seite ausgefüllt hat eingetragen werden kann.
Danach folgt zuerst die Doppelseite für die Person, der das Buch gehört und danach folgen die Seiten für die Freund:innen. Diese sind jeweils analog zueinander aufgebaut.

Zum Schluss folgt noch der Geburikalender, wo sich die Personen selbst eintragen können. Danach gibt es noch die Möglichkeit gemeinsame Erinnerungen in einer Kachel festzuhalten.


Dieser Aufbau hat sich daraus ergeben, dass ich mit Freund:innen darüber gesprochen habe, was ihnen wichtig ist, sowie auch durch Inspiration aus dem Internet/Buchhandlung.
Das Freund:innenbuch hat nun die Funktion an persönliche Erlebnisse erinnert zu werden und Menschen aus dem eigenen Umfeld auf irgend eine Art zu verewigen. Durch den klaren Aufbau und die wiederkehrenden Elemente bleibt es skalierbar, ohne an Individualität zu verlieren.
(mmi)
Rückblickend hat mir dieses Projekt gezeigt, wie viel Überlegung hinter einem Produkt steckt, das auf den ersten Blick eigentlich sehr einfach wirkt. Während des Gestaltungsprozesses musste ich immer wieder Entscheidungen treffen und abwägen, welche Ideen wirklich einen Mehrwert bieten und welche eher unnötig sind.
Besonders spannend fand ich es, mich in die Perspektive der späteren Nutzer:innen hineinzuversetzen. Mir wurde bewusst, dass die Inhalte nicht nur für den Moment interessant sein sollten, sondern auch noch Jahre später Freude bereiten können. Gerade bei einem Freundschaftsbuch steht für mich der Erinnerungswert im Vordergrund. Deshalb war es wichtig, ein Gleichgewicht zwischen persönlichen Fragen, kreativen Elementen und Platz für individuelle Einträge zu finden.
Eine Erkenntnis aus diesem Projekt war auch, dass gute Gestaltung nicht bedeutet, möglichst viele Elemente einzubauen. Oft ist weniger mehr. Die Herausforderung bestand darin, genügend Struktur zu schaffen und gleichzeitig ausreichend Freiraum zu lassen, damit jede Person die Seiten auf ihre eigene Art ausfüllen kann. Dadurch habe ich gelernt, bewusster mit Gestaltungselementen umzugehen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Während des Projekts habe ich ausserdem gemerkt, wie wertvoll Feedback von anderen Personen sein kann. Oft haben andere einen ganz anderen Blick auf ein Produkt und bringen Ideen ein, auf die man selbst nicht gekommen wäre. Die Gespräche und Rückmeldungen haben mir geholfen, gewisse Entscheidungen zu hinterfragen und das Konzept weiterzuentwickeln.
Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Das Projekt hat mir nicht nur gestalterisch Spass gemacht, sondern auch gezeigt, wie aus einer alltäglichen Inspiration eine konkrete Idee entstehen kann. Besonders schön finde ich, dass etwas entstanden ist, das Menschen miteinander verbindet und Erinnerungen festhält, die man auch viele Jahre später noch gerne anschaut.