#FoodPorn for the Gram

Liebe Veganer:innen und Vegetarier:innen: Ich möchte mich im Voraus bei euch entschuldigen. Dies ist weder Provokation, noch eine Stichelei. Hier werden einfach nur ein paar Stücke Fleisch zelebriert.

Der Sommer steht vor der Tür (welche Tür dies auch sein mag) und bald ist die Grillsaison eröffnet. Für das möchte manch einer gut vorbereitet sein und rührt kräftig in seiner Werbetrommel herum. Denn Werbung soll gekonnt umgesetzt werden.

Im Migros kam ich auf die Idee und gut zwei Wochen später war sie bereits umgesetzt: Ein Fotoshooting mit Fleisch. Der Bereich der Food-Photography hat mich schon immer sehr interessiert. Stillleben fotografieren, alles schön zurecht rücken. Viele Bilder. Und auf einmal hat man den perfekten Shot. 

Ich sah die schön-verpackten Fleisch-Stücke von Swiss Black Angus und mein Kollege sagte mir, dass er im Team bei IP-Suisse sei, die das Projekt realisierten. Sie konnten jedoch nie wirklich gute Bilder machen. Da kam ich ins Spiel und setzte folgende Bilder um:

Nach Abschluss des Fotoshootings erstellte ich noch ein Video von der Zubereitung. Dies war alles andere als einfach, da der Koch sehr, sehr (sehr) schnell war und das Licht mehr als nur unvorteilhaft war. Dennoch kam etwas zu Stande:

(ash)

Idee

Die Idee kam relativ spontan im Migros. Ich war mit einem Kollegen einkaufen und er zeigte mir das „Swiss Black Angus“, welches er momentan bewirbt. Als Multimedia Producer nahm ich mir das ganze natürlich sofort genau unter die Lupe, und sah sofort, wie schlecht der aktuelle Instagram Auftritt aussieht. Ich bot meinem Kollegen meine Hilfe an und dieser willigte sofort ein.

Von da an, musste er dies nur noch mit dem Projektleiter abgleichen und so entstand die Idee zu diesem Digezz.

Vorbereitung

Ein professionelles Fotoshooting vorzubereiten klang einfacher, als ich gedacht hatte. Die Einkaufsliste war gross und das Budget klein. Dem Projektleiter war wichtig, dass wir kein künstliches Licht verwenden. Daher mussten wir einen Zeitraum definieren und gleichzeitig auch sehr flexibel sein. Da ich selber bereits eine gute Kamera besitze, musste ich nicht noch zusätzlich eine mieten.

Es war gewünscht, dass der Hintergrund schwarz ist, daher besorgte ich eine grosse, matt-schwarze Leinwand und richtete diese ein. Teller und Schneidebrett waren bereits vorhanden. Jetzt benötigten wir nur noch Fleisch. Eine Menge Fleisch. 

Umsetzung

Die Umsetzung dann machte enorm Spass. Obwohl der Projektleiter von Swiss Black Angus (IP-Suisse) überall mitmischen musste und das Meiste besser wusste, konnte ich mein Projekt durchziehen.

Das Platzieren des Fleisches dauerte fast länger, als das Shooting selbst. Jedes Detail musste passen. 

Selbstreflexion & Learnings

Die Umsetzung dauerte um einiges länger als ich zuerst dachte. Vor allem die Nachbearbeitung gab mir etwas zu schaffen. Ich schaute mir einige Videos an und auch die Konkurrenz „Schweizer Fleisch“ und habe gelernt, wie man die Bilder richtig bearbeitet. (Ja, Flecken und Unreinheiten mit Photoshop entfernen.)

Es hat mir auch sehr geholfen mich selber zu organisieren. 

Was mir aber nicht wirklich gut gelungen ist, war das Video. Der Koch war in solch einem stress, das Licht war miserabel und jeder Shot musste in jedem Moment sitzen. Das Fotoshooting vom Fleisch dauerte rund 5-6 Stunden. Niemand war mehr motiviert ein Video zu drehen (ich inklusive). Hinzu kam, dass wir alle enormen Hunger hatten. Verständlich, da wir den ganzen Tag lang Essen fotografierten, dass wir (noch) nicht essen durften.

Für’s nächste Mal werde ich mich noch einmal mehr zusammenreissen und versuchen mein Hunger besser zu kontrollieren.

-> Aber das warten hatte sich gelohnt, das Essen war der Hammer!