First Night Of The Season

Nach einem langen und kalten Winter die erste Nacht in den Bergen zu verbringen, ist immer etwas Besonderes.

Nach dreimaligem Verschieben wurden Zelt und Kameras gesattelt und der knapp 2000 Meter hohe Gipfel avisiert. Belohnt wurden wir mit atemberaubenden Stimmungen und bleibenden Erinnerungen. Aber seht selbst:

(ash)

Idee

Bereits Anfangs des Semesters hatten wir die Idee mit dem wilden Campieren im Kopf. Für uns war es ausserdem von der ersten Minute an naheliegend, das Ganze filmisch und fotografisch festzuhalten und ein Digezz daraus zu machen.

Umsetzung

Es ging uns in erster Linie darum, die ZuschauerInnen am Erlebnis teilhaben zu lassen. Erst hatten wir geplant, eine Art «Camping-Anleitung» zu produzieren. Schlussendlich haben wir uns aber dagegen entschieden. Bei der Umsetzung ist folgendes Material zum Einsatz gekommen:

  • Canon EOS 5D Mark IV
  • Sony Alpha 7 III
  • Panasonic GH5
  • DJI Mavic Mini

Während des Ausflugs haben wir darauf geachtet, die Kamera immer griffbereit zu haben. Zwar haben wir einige Transitions und Shots schon im Voraus geplant. Die Umsetzung war dennoch spontan. Wir haben darauf geachtet, möglichst viel Footage zu produzieren, um in der Postproduction eine angemessene Auswahl an Shots zu haben. Nach dem Ausflug haben wir das Material gesichtet, unbrauchbare Shots markiert und einen ersten Rohschnitt angefertigt. Dieser wurde mehrfach überarbeitet, mit dem Offtext versehen und schlussendlich noch gegradet.

Fazit und Learnings

Die grösste Schwierigkeit bei diesem Projekt war zweifelsfrei das Wetter. Wir können uns an keinen schlechteren Frühling zurückerinnern und bei jeder geplanten Umsetzung hat uns der Wetterbericht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Unser Ziel lag auf 2000 Meter über Meer und war dementsprechend noch nicht frei von Schnee. Nach dem dritten Verschieben haben wir uns dennoch durchgerungen und Zelt, Kameras und Verpflegung ins Auto gepackt. Aufgrund des vielen Materials war für uns klar, den Weg nach oben per Seilbahn anzutreten. Auf dem Gipfel angekommen, kam zuerst die grosse Ernüchterung. Der Weg zu unserem geplanten Platz war abgesperrt und unmöglich zu erreichen. So blieb uns nur ein schmales Plätzchen direkt neben dem steilen Abgrund. Eine spektakuläre Aussicht! Die grösste Herausforderung folgte dann in der Nacht: Minusgrade in einem Zelt sind definitiv nicht Jedermanns Sache.

Abschliessend kann gesagt werden, dass es bei diesem Projekt einige Hürden zu überwinden galt. Wir sind im Nachhinein aber froh, es durchgezogen zu haben und mit dem Ergebnis definitiv zufrieden.