Failures & Flaws: Wie ein komplettes Album in 60 Tagen erschaffen wurde
Innerhalb von zwei Monaten habe ich mich intensiv auf eine kreative Reise begeben: ein komplettes Musikalbum von Grund auf selbst zu schreiben und zu produzieren. Failures & Flaws steht dabei für Ausprobieren, Scheitern, Lernen und Weiterentwickeln.
Seit langem wollte ich mich noch intensiver mit Musik, Musikproduktion und Songwriting beschäftigen. Deshalb war mein Projekt schnell klar: Ich kreiere ein Musikalbum, schreibe alle Songs selbst und produziere sie auch selbst. Daher auch der Titel Failures & Flaws: Ich habe ausprobiert, Fehler gemacht, gelernt und Neues entdeckt.
Ist es ein perfekt produziertes und professionell poliertes Album?
Nein. Natürlich nicht. Aber es ist der Start für noch mehr Musikproduktionen und eigene Songs, da es mir grosse Freude bereitet, aus all den Melodien und Lyrics in meinem Kopf ganze und vor allem komplett fertige Lieder zu erschaffen.
Um das Ganze festzuhalten und zu reflektieren, was gut und was schlecht lief (und natürlich, weil ich MMP studiere), habe ich zusätzlich ein Video über diese Reise erstellt, das den gesamten Entstehungsprozess dokumentiert:
Zusätzlich habe ich mir vorgenommen, das Album zu promoten, damit ich etwas mehr Content auf meinem YouTube-Kanal habe und mich stärker mit dem Kurzform-Vertikal-Format namens «Shorts» vertraut machen kann. Jeder Song erhält ein eigenes Short, und diese sollen wöchentlich erscheinen.
Link zur Playlist mit allen Shorts.
(vha)
Das Projekt hat mir sehr viel Freude bereitet und war ein lang ersehnter Deep Dive in eine spannende neue Welt. Ich habe viel Neues über Musikproduktion und Songwriting gelernt und gemerkt, wie ich mich während des Projekts stetig verbessert habe. Aus diesem Grund habe ich bereits abgeschlossene Songs des Albums später nochmals hervorgekramt und sie mit meinem neuen Wissen etwas weiter poliert.
Dies konnte ich aber nicht unendlich oft tun, da dies immer mehr Zeit in Anspruch genommen hat und ich irgendwann einen Schlussstrich ziehen musste. Die Songs mussten so bleiben, wie sie waren, da es sonst nicht mehr zeiteffizient gewesen wäre.
Das Zeitlimit für die Produktion des Albums war einerseits stressig, da ich mich schnell und gerne in Details verliere und zu einem Thema verschiedenste Videos anschaue und Internetseiten durchlese. Das verbessert jedoch nicht die gesamte Musikproduktion, sondern oft nur einen kleinen Teilbereich. So habe ich teilweise auf die harte Tour gelernt, dass ich mich an einen vorgegebenen Zeitplan halten muss und effizientes Arbeiten am wichtigsten ist.
Das Video und die Shorts waren schwieriger umzusetzen, als ich erwartet hatte. Es ist gar nicht so einfach, ein Skript so abzulesen, dass es weder abgelesen noch auswendig gelernt klingt. In der Postproduktion habe ich mich an anderen Videos orientiert, um einen neuen Schnittstil auszuprobieren und neue Effekte anzuwenden, damit ich auch in diesem Bereich neue Dinge lernen konnte.
Teilweise war es sehr schwierig, Effekte nachzubauen, wenn kein Tutorial oder kein ähnlicher Effekt existierte. Dies führte stellenweise zu Kompromissen, forderte mich jedoch auch dazu heraus, genauer zu überlegen, was die Videos tatsächlich brauchen und welche Elemente lediglich ablenkend wirken.