Sound Reactive Space
Für dieses Projekt habe ich mit TouchDesigner eine audiovisuelle Visualisierung umgesetzt, die auf Sound reagiert. Die Arbeit entstand als digitales Experiment, wurde später aber an einem Event mit einem Beamer projiziert und war dort ein aktiver Teil der Raumgestaltung. Die Visuals liefen während des Events mit und haben die Musik visuell begleitet.
Am Event funktionierte die Arbeit nicht nur als einzelnes Bild am Bildschirm, sondern als atmosphärisches Element im Raum. Durch die Projektion wurde die Visualisierung grösser, präsenter und stärker mit der Umgebung verbunden. Sie reagierte auf die Musik und ergänzte so die Stimmung vor Ort. Dadurch entstand ein Zusammenspiel zwischen Sound, Licht, Raum und Publikum.
EVENT PICTURES


Technisch habe ich grob gesagt ein Audiosignal in visuelle Veränderungen übersetzt. Diese beeinflussten unter anderem Bewegung, Verzerrung und Farbe. Danach habe ich die Visuals angepasst, damit sie als Projektion im Raum funktionieren.




Im Fokus stand für mich keine klassische lineare Animation, sondern ein reaktives System, das sich live durch den Sound verändert. Die Arbeit wurde dadurch nicht einfach abgespielt, sondern hat sich während des Events immer wieder neu verhalten. Genau das machte die Projektion für mich spannend. Sie war nicht nur Dekoration, sondern ein Teil des Moments. Je nach Musik, Lautstärke und Stimmung im Raum veränderte sich auch die visuelle Wirkung. So entstand eine Arbeit, die zwischen digitaler Gestaltung, Live-Visuals und Rauminstallation liegt.
Am Ende wurde aus einem Experiment am Laptop ein visuelles Element, das im Eventkontext eine eigene Präsenz bekam. Die Projektion hat gezeigt, wie stark digitale Visuals wirken können, wenn sie nicht nur auf einem Bildschirm bleiben, sondern in einen Raum übertragen werden. Dadurch wurde das Projekt für mich weniger zu einer fertigen Datei und mehr zu einer Erfahrung, die erst im Zusammenspiel mit Musik, Publikum und Umgebung vollständig wurde.
EVENT VIDEOS
(mmi)
Gut gelungen ist, dass die Projektion die Atmosphäre des Events unterstützt hat, ohne zu stark im Vordergrund zu stehen. Die Visuals reagierten auf den Sound und konnten dadurch eine Verbindung zur Musik herstellen. Auf der grossen Projektionsfläche bekam die Arbeit eine andere Wirkung als am Laptop: Bewegungen, Farben und Formen wurden präsenter und hatten mehr Einfluss auf die Stimmung im Raum.
Schwieriger war es, die Visuals genau auf den Eventraum abzustimmen. Was auf dem Bildschirm passend wirkt, ist als Projektion nicht automatisch gleich überzeugend. Helligkeit, Kontrast und Tempo hätten teilweise noch gezielter getestet und angepasst werden können. Auch die Lesbarkeit der Effekte im Raum war nicht immer gleich stark, da Projektionen stark von Lichtverhältnissen und Fläche abhängig sind.
Insgesamt hat das Projekt gezeigt, dass audiovisuelle Arbeiten besonders dann spannend werden, wenn sie nicht nur als Datei existieren, sondern in einem Raum erlebt werden können. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass dafür mehr Planung nötig ist als nur das Erstellen der Visuals. Für eine stärkere Wirkung müsste die Projektion noch bewusster auf Musik, Raum und Publikum abgestimmt werden.