Die Biene – ein 3D-Projekt mit Faktencheck
Im letzten Semester haben wir uns zum ersten Mal mit Blender beschäftigt. Da mir die Arbeit darin sehr viel Spass bereitet hat, wollte ich in diesem Semester im Rahmen von Digezz ein weiteres Projekt umsetzen.
Gestartet habe ich mit einer Recherche. Dafür habe ich die Website bienen.ch durchstöbert. Ich habe mir alles notiert, was allenfalls als Projekt umgesetzt werden kann. Die Website hat einige Seiten und Unterseiten zu bieten, weshalb ich hier bereits einige Zeit benötigt habe. Danach habe ich mich auf drei mögliche Themen fokussiert und eine Präsentation mit möglichen Konzepten erstellt.
Themenfindung und Konzeptentwicklung
Nachdem ich mich für ein Thema entschieden hatte, entwickelte ich dafür ein kurzes Konzept. Zusätzlich entstanden bereits erste Skizzen der geplanten Motive, damit ich eine klare Vorstellung davon hatte, welche Elemente ich später in Blender umsetzen wollte.







Umsetzung der Faktenchecks in Blender
Anschliessend begann die eigentliche gestalterische Arbeit. In einem ersten Schritt erstellte ich sechs einzelne Faktenchecks direkt in Blender. Dafür modellierte ich zu jedem Fakt ein passendes Bildmotiv und ergänzte dieses jeweils mit einem kurzen informativen Text. So entstanden sechs visuelle Beiträge, die sich gut als einzelne Instagram-Posts eignen:






Entwicklung einer grösseren Blender-Szene
Für das zweite Projekt wollte ich ein Motiv gestalten, das sich bewusst von den ersten Bildern unterscheidet. Die Szene sollte grösser, auffälliger und farblich deutlich knalliger wirken. Dafür griff ich nochmals auf meine ursprüngliche Skizze zurück und begann die einzelnen Elemente zu modellieren.
Da auch aus diesem Motiv ein Faktencheck entstehen sollte, erstellte ich zusätzlich passende Canva-Slides. Auf diesen wurde jeweils ein einzelner Fakt aufgegriffen und visuell weitergeführt. Dadurch entstand ein weiterer möglicher Instagram-Post, der Blender-Elemente mit informativen Fakten verbindet.






(mbi)
1. Recherche und Themenfindung
- Recherche zu möglichen Umsetzungsthemen
- Recherche zu geeigneten Umsetzungsmöglichkeiten in Blender
- Sammlung erster Inspirationen, Referenzen und visueller Ansätze
- Ausarbeitung von drei möglichen Themenideen
- Erstellung einer Präsentation zu den drei Themen
- Entscheid für ein finales Thema
2. Konzeptentwicklung
- Genauere Ausarbeitung des gewählten Themas
- Festlegung der geplanten Umsetzungsart in Blender
- Erstellung eines kurzen Konzepts mit Idee, Ziel und gestalterischem Ansatz
- Recherche zu passenden Motiven, Inhalten und visuellen Referenzen
- Überlegung verschiedener möglicher Motive und Szenen
- Skizzieren verschiedener Motiv- und Szenenideen
- Recherche und Zusammenstellung der Fakten
3. Umsetzung
- Modellieren der ausgewählten Motive in Blender (für die Übung habe ich jedes Element für jedes Motiv wieder neu modelliert)
- Hinzufügen von Materialien, Farben und Texturen
- Aufbau der Szene mit Objekten, Umgebung und Komposition
- Einrichten von Licht, Kamera und Perspektive
- Überarbeitung der Szene mit Verbesserungen und möglichen Ergänzungen
- Überarbeitung der Szenen zur Vereinheitlichung
- Erstellung von Faktenslides in Canva
Ausgangslage und erste Ideen
Zu Beginn des Semesters, als ich mich dazu entschieden habe, ein Projekt in Blender umzusetzen, hatte ich sehr viele unterschiedliche Ideen. Meine Vorstellungen reichten von Animationen über kurze Videos bis hin zu komplexeren visuellen Umsetzungen. Gerade am Anfang war die Motivation gross, möglichst viel auszuprobieren und ein umfangreiches Projekt zu realisieren.
Während der Recherche- und Themenfindungsphase habe ich jedoch relativ schnell gemerkt, dass ich meine ursprünglichen Vorstellungen etwas herunterschrauben musste. Da wir im Studium bisher erst einmal mit Blender gearbeitet haben, war mein Wissen in diesem Bereich noch eher begrenzt. Viele meiner ersten Ideen hätten deutlich mehr Zeit benötigt, weil ich mich zuerst intensiv in verschiedene Funktionen, Techniken und Abläufe hätte einarbeiten müssen.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, den Fokus zunächst auf Bilddarstellungen zu legen. Diese Umsetzungsform erschien mir realistischer und besser machbar, da sie mir trotzdem die Möglichkeit bot, gestalterisch mit Blender zu arbeiten, ohne mich direkt in eine zu komplexe Animation oder Videoproduktion einzuarbeiten.
Herausforderungen während der Umsetzung
Rückblickend kann ich sagen, dass ich den zeitlichen Aufwand des Projekts eher unterschätzt habe. Aufgrund meiner noch fehlenden Erfahrung habe ich für einzelne Arbeitsschritte oft mehr Zeit benötigt, als ich ursprünglich eingeplant hatte. Obwohl ich mich relativ schnell wieder im Programm zurechtgefunden habe, bin ich während der Umsetzung mehrfach auf Herausforderungen gestossen. Teilweise betraf dies das Modellieren, teilweise aber auch Materialien, Szenenaufbau oder allgemeine Einstellungen in Blender.
Auch bei der Ideenfindung habe ich gemerkt, dass mir noch wichtiges technisches Wissen fehlte. Gerade zu Beginn war es schwierig einzuschätzen, welche Ideen realistisch umsetzbar sind und wo die Grenzen meiner aktuellen Fähigkeiten liegen.
Trotzdem war dieser Prozess sehr lehrreich. Ich habe gelernt, dass es bei einem gestalterischen Projekt nicht nur darum geht, eine möglichst grosse oder komplexe Idee zu entwickeln, sondern auch darum, eine Idee so zu planen, dass sie mit den vorhandenen Mitteln und Fähigkeiten umgesetzt werden kann.
Fazit
Insgesamt war das Projekt für mich eine sehr wertvolle und lehrreiche Erfahrung. Trotz der verschiedenen Herausforderungen hat mir die Arbeit sehr viel Spass gemacht. Besonders spannend fand ich es, Schritt für Schritt zu sehen, wie aus ersten Ideen und Skizzen eine visuelle Umsetzung in Blender entsteht. Auch wenn nicht alles von Anfang an wie geplant funktioniert hat, konnte ich durch das Ausprobieren, Anpassen und Lösen von Problemen viel dazulernen.
Das Projekt hat mir gezeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten in Blender sind und wie unterschiedlich man mit Formen, Materialien, Licht und Perspektive arbeiten kann. Gleichzeitig habe ich gelernt, meine Ideen realistischer einzuschätzen, den zeitlichen Aufwand besser zu planen und flexibler auf Schwierigkeiten zu reagieren. Obwohl ich gemerkt habe, dass mein Wissen im Umgang mit Blender noch viel Verbesserungspotenzial hat, hat mich das Projekt zusätzlich motiviert. Ich könnte mir gut vorstellen, mich in Zukunft noch intensiver mit Blender auseinanderzusetzen und als nächsten Schritt eine kleine Animation auszuprobieren.