onlyhands – Ein satirischer Kurzfilm

Eine Frau erzählt von ihrer grossen Sehnsucht. Doch das Objekt ihres Verlangens ist schwierig zu bekommen – oder vielleicht doch nicht?

Im Rahmen des Minors Looks sollten wir (Lucia, Jasmin und Hanna) eine Szene drehen und einen bestimmten Look umsetzen. Aus vielen Ideen blieb eine besonders hängen: ein Film über eine Person, die eine Sehnsucht nach Händen entwickelt. Die Idee entstand eher zufällig, da wir für ein anderes Projekt eine Holz-Modellhand bestellt hatten. Aber schnell war klar, dass wir daraus mehr machen wollten – mit Humor und einem Twist am Ende.

Die Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt: In der Gegenwart berichtet unsere Protagonistin in einem Therapiesetting von ihrem inneren Konflikt, während parallel eine Gartenparty aus der Vergangenheit gezeigt wird, bei der sie erstmals merkt, dass mit ihrem Verlangen etwas nicht stimmt. Der erste Twist ist das Therapiesetting selbst, da es anfangs so wirkt, als würde sie direkt zur Kamera sprechen. Der zweite folgt mit der Enthüllung, dass es sich um Hände handelt und am Ende stellt sich heraus, dass der ganze Film eine «Werbung“ für die fiktive Plattform «onlyhands» ist. Für die Hauptrolle war Marie sofort unsere erste Wahl, da wir ihr schauspielerisches Potenzial schon lange gespürt hatten. Danke auch an unsere weiteren Darsteller*innen, Alain, Luana, Harun, Mireille, Delia und Timo.

Gedreht wurde alles an einem Tag: Jasmin führte Regie, Lucia übernahm die Kamera, Hanna den Ton, und um das Licht kümmerten wir uns gemeinsam. Besonders in der Therapieszene arbeiteten die Darsteller*innen viel mit Improvisation, was wunderbar funktionierte. Draussen wurde es durch Kälte, Nässe und Dunkelheit etwas stressiger, aber trotz Zeitdruck blieb die Stimmung gut.

In der Postproduktion schnitt Jasmin das viele Material zu einer starken finalen Version zusammen. Hanna colorgradete die Gartenszene, Lucia die Therapieszene. Beide Looks arbeiten mit Komplementärfarben: Blau-Orange in der Therapie, Rot-Grün in der Gartenparty, um eine leicht unruhige Stimmung zu erzeugen.

Wir sind sehr zufrieden mit dem Endresultat – und freuen uns, wenn du dir unseren Film hier anschaust:

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(vha)

Eine der grössten Herausforderungen lag in der Logistik und Planung der Gartenszene. Der Dreh draussen erwies sich als deutlich aufwendiger als erwartet: Der enge Zeitrahmen, die Kälte, der nasse Rasen und der gleichzeitige Umgang mit Technik, Licht und Statist*innen machten das Set schnell unübersichtlich. Rückblickend hätten wir diese Szene präziser planen und zeitlich grosszügiger ansetzen müssen, um mehr Ruhe in den Ablauf zu bringen.

Technisch kam es zudem zu Problemen mit dem Lavalier-Mikrofon von Alain, das einen Wackelkontakt hatte. Leider fiel uns dies erst im Nachhinein auf, wodurch das Audio gegen Ende des Films hörbar instabil ist. Hier hätten wir während des Drehs konsequenter kontrollieren und gegebenenfalls früher reagieren müssen.

Auch visuell gab es eine Herausforderung bei der Gartenszene: Da wir in Log gefilmt haben, fiel uns am Set nicht auf, dass wie stark und rot das Licht eigentlich war. Dies wurde erst in der Postproduktion sichtbar und musste im Color Grading wieder abgeschwächt werden. Gleichzeitig war dieser Prozess aber auch eine positive Lernerfahrung, da Lutz und Hanna beim Grading intensiv mit DaVinci Resolve gearbeitet haben und das Programm dabei nicht nur kennengelernt, sondern auch gleich ein bisschen lieben gelernt haben.

Insgesamt haben uns diese Punkte deutlich gemacht, wie wichtig gute Planung, laufende technische Checks und klare Abläufe am Set sind, besonders bei Drehs unter anspruchsvollen Bedingungen.