Zwei Tänze aus der „Nussknacker Suite“ – Querflöten Quartett

Nussknacker Querflöten Quartett

Gelangweilt zu Hause mit dem Instrument in der Hand – was macht man da? Genau: Kamera und Mikrofon aufstellen und aufnehmen!

Da die Proben in meinem Musikverein noch immer sehr limitiert sind, kommt für mich leider das Querflöte spielen, und somit auch einen grossen Teil meiner Leidenschaft, zu kurz. Deshalb war das die Grundlage für mein Digezz-Projekt: „Acapella“-Querflöten-Quartett.

In einem meiner ersten Videos, die ich von Grund auf selber produziert habe, spiele ich (genau genommen viermal ich) die Zwei Tänze aus der „Nussknacker Suite“ von Tschaikowsky.

Viel Spass beim Anschauen und Zuhören!

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(dbo)

Idee:

Ich habe mit der iPhone App „Acapella“ schon einmal eine ganz einfache Version eines Liedes aufgenommen im Rahmen einer Challenge, die wir intern im Musikverein veranstaltet haben. Deshalb wollte ich mich in diesem Digezz-Projekt etwas professioneller vorbereiten und etwas ähnliches gestalten – diesmal mit richtigem Mikrofon und einer Kamera anstatt dem Handy und iPhone-Kopfhörern.

Da ich mehrere Jahre Querflöten Unterricht genommen habe und schon seit 12 Jahren spiele, hatte ich ein grosses Repertoire an Noten und suchte mir den Klassiker von Tschaikowsky aus.

Umsetzung:

In Vorbereitung auf das Projekt habe ich mich mit Thomas Weibel beraten, welches Mikrofon der Schul-Ausleihe sich am besten zur Aufnahme der Querflöte eignen würde. Nach dem Sammeln der nötigen Informationen habe ich Mikrofon und Recorder von der Schule ausgeliehen und das ganze anschliessend ausprobiert. Bis ich dann den richtigen Hintergrund und dann auch noch die richtige Beleuchtung sowie das passende Setup von Kamera und Mikrofon gefunden hatte, verging mehr Zeit als gedacht, denn nicht immer war das Mikrofon unsichtbar oder der Bildausschnitt gut genug. Nach sehr viel testen und überlegen, wie ich dann die vier Stimmen immer gleich aufnehmen kann und wie die ganze Aufnahme mit so einem Mikrofon und einem Instrument überhaupt funktioniert, drückte ich auf Record und machte die erste Klappe.

Nach mehreren Aufnahmen von allen Stimmen, Audio und Video, kam die Postproduktion. Clips mit Audio synchronisieren und bearbeiten. Während der Postproduktion habe ich mehrere Versionen des Videos erstellt, da ich erst nicht die geeignete Anordnung der einzelnen Stimmen und Noten fand. Ich wollte trotzdem die 1920p Breite des Bildformats füllen, aber alle Stimmen plus Noten gross genug darstellen. So habe ich dann lange herumprobiert, bis ich das passende Layout fand.

Learnings:

Das Aufnehmen von vier verschiedenen Stimmen stellte sich als herausfordernd heraus. Ich musste mir erst überlegen, wie ich jedes Mal gleich Einzählen kann, sodass ich im Nachhinein die Stimmen gut miteinander synchronisieren kann. Als ich das aber hatte, gingen die Aufnahmen ziemlich gut und schnell über den Tisch. Abgesehen davon, dass es schon viele Takes benötigen kann, bis dann auch der richtige dabei ist.

Beim Zusammenschneiden stellte sich heraus, dass Premiere ein sehr cooles Feature hat, mit dem man Audio und Video Clips durch die zuvor gemachte Klappe sehr gut aufeinander abstimmen kann. Das gab mir natürlich viel Motivation und ein gutes Gefühl, dass ich es schaffen kann, alle Clips zusammenzufügen und ein gutes Ergebnis zu bekommen. Grosse Schwierigkeiten gab es bei der weiteren Bearbeitung keine und nach einigen Stunden schneiden, Noten einfügen, Noten hervorheben und die richtige Anordnung finden kam ein für mich spannendes Endprodukt heraus.

Durch dieses Projekt konnte ich auch vor allem die Audio Aufnahme besser kennenlernen, von der ich zuvor immer etwas Angst hatte, da ich mich in diesem Gebiet am wenigsten auskannte. Deshalb war das eine super Übung und nun weiss ich mehr darüber, auf was man bei der Aufnahme von Instrumenten achten sollte.