Zwei Plakate, zwei Songs, ein Zuhause
Ein Umzug in eine neue WG bedeutet oft einen Neuanfang, aber auch leere Wände. Um mich in meinem Zimmer in Chur schneller zuhause zu fühlen, habe ich zwei Plakate gestaltet. Inspiriert von Musik, persönlichen Erinnerungen und Farben, die mir Ruhe geben.
Diesen Sommer bin ich in eine WG nach Chur gezogen. Mein Zimmer war schnell eingerichtet, doch über meinem Bett blieb eine grosse, leere Wand zurück. Sie wirkte kühl und unpersönlich. Um dem Raum mehr Wärme zu geben und mich wirklich zuhause zu fühlen, entschied ich mich, zwei eigene Plakate zu gestalten.
Am Anfang stand eine Ideensammlung. Ich wusste, dass die Plakate nicht nur dekorativ sein sollten, sondern auch eine persönliche Bedeutung haben müssen. Deshalb liess ich mich von Liedern inspirieren, die mir gefallen. Meine Wahl fiel auf Meer von Jeremias und Blaue Stunde von Provinz.
Für das Meer-Plakat wollte ich ein Motiv, das an Wellen erinnert. Um das Ganze persönlicher zu machen, nahm ich den Fingerabdruck meines Freundes als Ausgangspunkt (voll cheesy, ich weiss). Ich zeichnete das Muster so nach, dass eine Mischung aus Fingerabdruck und Wellenstruktur entstand. Das Resultat sollte ruhig und organisch wirken. Zwischen die Linien integrierte ich ein Zitat aus dem Song. Dafür arbeitete ich mit Adobe Illustrator und InDesign.
Beim zweiten Plakat experimentierte ich mit der AI-Funktion in Adobe Illustrator. Zum Lied Blaue Stunde hatte ich von Anfang an ein sehr klares Bild im Kopf. Dieses versuchte ich mithilfe von AI nachzuahmen. Anschliessend passte ich Details manuell an, verfeinerte Formen und bestimmte die Farben. Ich entschied mich bewusst für verschiedene Blautöne, da Blau eine Farbe ist, mit der ich mich wohlfühle. Zusätzlich achtete ich darauf, dass die Farben mit meiner Wolldecke harmonieren.
Das sind die 2 fertigen Plakate:


Die beiden fertigen Plakate hängen nun über meinem Bett und werden im Beitrag visuell ergänzt. Sie sind nicht nur Dekoration, sondern Erinnerungen an Musik, Menschen und Gefühle, die mich begleiten. Aus einer leeren Wand wurde so ein Ort, der mir täglich ein Gefühl von Ruhe und Zuhause gibt.
(abb)
Lange war ich unsicher, ob ich dieses Projekt überhaupt teilen möchte, da es persönlich ist. Schlussendlich habe ich mich bewusst dafür entschieden, weil genau diese persönliche Ebene ein zentraler Teil der Arbeit ist.
Insgesamt bin ich mit den Plakaten zufrieden, da sie ihr Ziel erfüllen. Sie geben meinem Zimmer mehr Wärme und lassen mich mich zuhause fühlen. Mit der gestalterischen Umsetzung bin ich jedoch nur teilweise zufrieden.
Beim *Meer*-Plakat wirken die Linien für mich rückblickend zu stark wie ein Fingerabdruck und zu wenig wie Wellen. Beim zweiten Plakat überzeugt mich die Typografie nicht vollständig. Die Schrift wirkt etwas fehl am Platz und leicht zu schief, was das Gesamtbild stört. Die Farbwahl hingegen gefällt mir auch nach mehreren Monaten noch sehr gut.
Trotz dieser Kritikpunkte bin ich froh, dass meine Wand nicht mehr leer ist und das Projekt seinen Zweck erfüllt hat.