Wohlfühlküche

Für dieses Projekt habe ich meine Go-To-Rezepte zubereitet. Essen und Trinken, das einfach immer geht. Entstanden sind ein Kochbuch und drei Social-Media-Videos.

Für jedes Rezept habe ich Moodboards erstellt. Ich habe mir im Voraus überlegt, wie ich die Gerichte visuell in Szene setzen möchte, welche Atmosphäre transportiert werden soll und welche Details das Setting ergänzen könnten. Zum Beispiel ein Schälchen mit Sesam, eine Zimtstange oder ein Küchentuch.

Danach stand ich selbst in der Küche und habe alles zubereitet. Für die Fotos habe ich mich an den Moodboards orientiert und mit Gegenständen improvisiert, die ich bereits zu Hause hatte. Fotografiert habe ich mit einer Canon 850D. Für die Bildbearbeitung arbeitete ich mit Lightroom und in InDesign habe ich schlussendlich das Rezeptbuch zusammengestellt:

Wohlfühlküche Booklet

Die Videos habe ich mit derselben Kamera gefilmt. Zusätzlich habe ich mit einem Richtmikrofon Ton aufgenommen. In der Postproduktion arbeitete ich mit Premiere Pro. Zu meinem Workflow gehörten Color Correction, Musik und Schriften.

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(mbi)

Bilder

Für die Food-Fotografie waren meine im Voraus erstellten Moodboards eine grosse Hilfe. Anhand dieser bereitete ich den Ort vor, an dem ich fotografieren wollte. Bei allen Fotos arbeitete ich ausschliesslich mit natürlichem Tageslicht, was gut funktionierte. Zum Beispiel konnte ich das direkte Sonnenlicht beim heissen Kakao als Stilmittel nutzen, welches dem Bild zusätzliche Wärme gibt.

Schlussendlich hatte ich 115 Bilder, aus denen ich eine Auswahl traf, welche ich in Lightroom bearbeitete. Mit Lightroom hatte ich zuvor bereits gearbeitet, das Programm war mir also bekannt. In der Vergangenheit war es aber meistens eher ein Rumprobieren als wirklich wissen, was ich mache. Für dieses Projekt schaute ich mir einige YouTube-Tutorials an, wie man mit der Gradationskurve umgeht oder wie man nur selektierte Bereiche im Bild anpassen kann. Schlussendlich habe ich bei den meisten Bildern einen Weissabgleich gemacht, Belichtung, Kontrast und Sättigung leicht verändert und eine leichte Vignette hinzugefügt.

Booklet

Mit dem Bookelt bin ich zufrieden, vor allem die Schrift- und Farbauswahl gefallen mir gut. Für die Schriften lud ich verschiedene Fonts aus Google Fonts herunter und probierte aus, was gut aussieht. Die Farbauswahl habe ich spontan getroffen, in dem ich eine Farbe des Bildes herausgepickt habe und sie noch etwas dunkler gemacht oder entsättigt habe – auch hier: was ich für stimmig hielt.

Mit InDesign habe ich schon länger nicht mehr gearbeitet, deshalb musste ich mich zuerst wieder im Programm zurechtfinden. Aber ich gewöhnte mich recht schnell wieder daran. Für die Platzierung der Titel und Texte arbeitete ich mit Hilfslinien. Bei den Zimtschnecken wurde es etwas eng mit dem Fliesstext, diesen musste ich mehrmals kürzen.

Die kleine Skizze auf der Rückseite zeichnete ich auf dem iPad in Procreate.

Videos

Die Videos filmte ich mithilfe eines Stativs, der Canon EOS 850D und eines Richtmikrofons. Das Matcha-Video filmte ich als Erstes. Anfangs achtete ich nicht darauf, woher das Licht kommt. Ich stand blöderweise vor die Lichtquelle, weshalb die Videos im Nachhinein viel zu dunkel waren. Ich habe deshalb noch einmal gefilmt. Generell würde ich beim nächsten Mal mehr auf die Beleuchtung achten. Das Licht in der Küche kam primär von einer Seite durch ein relativ kleines Fenster. Nächstes Mal würde ich mit einem zusätzlichen Licht oder einem Lichtreflektor arbeiten, um das auszugleichen. Gerade in der Matcha-Schale ist es stellenweise sehr dunkel und man kann nicht sehr viel erkennen. Ich versuchte, dies in der Postproduktion zu korrigieren, aber es gelang mir nicht überall gleich gut. Ebenfalls führten die mässigen Lichtverhältnisse beim Filmen dazu, dass stellenweise ein Rauschen auf den Videos zu sehen ist. Sowas hätte ich durch mehr Ausleuchtung ebenfalls vermeiden können.

Ich filmte die Videos im Querformat und schnitt sie in der Postproduktion auf eine Grösse von 9:16 zu. Ich begann jeweils damit, die Clips in der richtigen Reihenfolge aneinander zu reihen. Ich kürzte meistens in mehreren Durchgängen. Oft filmte ich einen ganzen Arbeitsschritt beim Kochen, also zum Beispiel, wie ich den Lauch schneide. Für ein Social-Media-Video wäre es viel zu lang, diesen ganzen Arbeitsschritt einzublenden. Entsprechend viel habe ich im Nachhinein rausgeschnitten.

Beim Video mit den Nudeln war an einer Stelle das Mikrofon nicht eingeschaltet, was mich in der Postproduktion nervte. Beim Endergebnis fällt es aber nicht so stark auf, da ich zwei-drei Sounds eingefügt habe. Das Hochladen des Nudel-Shorts erwies sich als etwas schwierig, weil YouTube mein Video zweimal aufgrund der Musik sperrte. Mit der finalen Musikauswahl bin ich zwar nicht ganz zufrieden, dafür wird das Video nicht mehr blockiert.

Das Overnight-Oats-Video hebt sich leicht von den anderen ab, da meine Hände darin nirgends sichtbar sind. In der Postproduktion schnitt ich alle Stellen heraus, auf denen meine Hände zu sehen waren. Ebenfalls versetzte ich den Ton ein wenig, dass man zum Beispiel das Geräusch der gefrorenen Himbeeren dennoch hören kann.

Die Wiggle-Schrift gefällt mir gut. Ich schrieb sie von Hand in Procreate, pro Texteinblendng jeweils drei Versionen. Daraus exportierte ich PNGs mit transparentem Hintergrund, welche ich in Premiere mit einer Dauer von zwei Frames pro Bild einfügte und mehrmals wiederholte.

Für ein nächstes Mal würde ich das Endergebnis länger filmen, zum Beispiel in dem Setting, in dem ich die Gerichte fotografierte. Momentan enden die Videos mit dem letzten Arbeitsschritt, was ich ein wenig schade finde.