Werbevideo – Yoga Retreat

Werbevideo - Yoga Retreat

Dea Dia Retreats organisiert einen Summer-Glow Retreat, bei dem man in die Welt des Yogas, des Klanges, der veganen Ernährung und der Kristalle eintauchen kann. Dieser Retreat findet vom 6. bis 9. Juli 2023 im Schwarzwald statt. Meine Kollegin, welche zusammen mit zwei anderen Inhaberinnen die Dea Dia Retreats führt, hat mich angefragt, ob ich ein Werbevideo für diesen Anlass erstellen könnte.

Das Video soll ca. eine Minute dauern und vor allem die drei Hauptthemen Yoga, Kristalle und vegane Ernährung in den Vordergrund bringen. Weitere Vorgaben waren, dass das Video ohne Off-Text auskommen soll, dafür aber folgende vier Sätze darin vorkommen:

  • die Welt des Yogas
  • die Magie der Kristalle
  • die Kreativität der veganen Ernährung
  • Zeit für dich – Summer-Glow Retreat

Schlussendlich schnitt ich folgende zwei Videos. Ich legte ihnen beide vor und sie entschieden sich letztendlich für die zweite Variante mit der ruhigeren Musik.

Variante 1

Variante 2

(dbo)

Idee und Motivation

Yoga Retreat – was ist das überhaupt? So ging es mir, als meine Kollegin mich gefragt hat, ob ich ein Werbevideo für sie drehen könnte. Yoga ist nämlich nicht mein Spezialgebiet. Aber als es um ein Video ging, war ich sofort dabei.

Bisher schnitt ich eher actionreiche und dynamische Videos. (Bspw. Trampolin, Skifahren, Geräteturnen usw.) Nun ein ruhiges Yoga Video zu drehen und schneiden, war eine neue Erfahrung für mich, welche ich gerne in Angriff nahm.

Konzeption und Umsetzung

Vorbereitung

Als aller erstes einigten wir uns auf einen Drehtag. Da wir alle Szenen drinnen aufnahmen, waren wir nicht auf gutes Wetter angewiesen. So reichte es uns einen Drehtag einzuplanen.

Zwei Wochen vorher haben wir uns zu viert via Facetime getroffen, um die Videoidee und die organisatorischen Details zu besprechen.

Bis anhin habe ich jeweils nur mit dem Handy und der FilmicPro App gefilmt. Dieses Mal wollte ich es mit einer Kamera umsetzen. Dafür habe ich von der Fachhochschule Graubünden die Sony Alpha 7s III, einen Gimbal und einen ND-Filter ausgeliehen. In der Woche vor dem Dreh machte ich mich mit dem Equipment vertraut. Dies war schwieriger als gedacht. Ich habe mir jegliche Tutorials angeschaut, doch mit dem Gimbal kam ich zu Beginn nicht gut klar. Zum Glück durfte ich auf das Know How meiner Mitstudenten zählen, die mir dabei weitergeholfen haben.

Zudem habe ich vor dem Dreh einige Yoga-Videos angeschaut, um mich etwas inspirieren zu lassen.

Dreh

Wir drehten insgesamt vier Stunden an zwei verschiedenen Locations. Der erste Drehort war in einer Küche, bei der wir die vegane Ernährung und die Kristalle gefilmt hatten. Zum Glück war es schlechtes Wetter, was das Licht weicher erscheinen liess. Sonst hätten wir vermutlich unschöne Schatten im Bild gehabt. Die zweite Location war ein Praxisraum, bei dem wir die Yoga- & Klangschalenszenen aufgenommen haben. Das Licht in diesem Raum war gut, doch es war ziemlich eng. Ausserdem fehlten mir irgendwelche Dekorationselemente wie bspw. Pflanzen, welche ich benutzen konnte, um Tiefenschärfe zu erhalten, welche ich später für Übergänge nutzen konnte.

Post Production

Ich begann mit der Suche nach einer passenden Musik. Dies hat ziemlich lange gedauert, denn die Musik sollte den unterschiedlichen Themen gerecht werden. Zu Beginn wird das Yoga gezeigt, weshalb es ruhig starten soll. Danach folgen die Kristalle und die vegane Ernährung, bei der die Musik etwas peppiger sein durfte. Als ich schlussendlich zwei passende Musikstücke gefunden habe, begann ich mit dem Schnitt. Ich suchte mir zuerst die besten Szenen pro Thema aus und schnitt diese auf die Musik zu. Am Schluss des Videos wird noch ihr Logo eingeblendet. Dazu habe ich im After Effect das Logo so animiert, dass die Sonne aufgeht. Dies ist sehr schlicht und einfach gehalten. Ganz am Schluss machte ich mich noch an das Color Grading. Ich hatte bei allen Aufnahmen ein flaches Bildprofil, da ich mit einem Log-Profil gefilmt habe. So konnte ich die Farben optimal nach meinen Wünschen anpassen.

Am Schluss hatte ich zwei Varianten. Ich legte ihnen beide vor und sie entschieden sich letztendlich für die zweite Variante mit der ruhigeren Musik. Sie hatten noch ein paar kleine Korrekturen, wie bspw. die Schriftgrösse oder einige Szenen kürzen. Diese passte ich an und danach war das Video fertig.

Learnings & Fazit

Dies war das erste Video, welches ich für jemand Externes erstellt habe. Bis anhin habe ich nur für mich Videos geschnitten und dies ist definitiv etwas anderes. Denn man hat seine eigene Vorstellung und kann alles nach dieser umsetzen. Hier hatte ich zwar auch meine eigene Vorstellung, aber diese war nicht 100% dieselbe, wie diese von meinem Auftraggeber. Ich musste zum Teil etwas umsetzen, was ich selbst vielleicht anders gemacht hätte. Ein gutes Briefing am Anfang des Projektes ist also sehr wichtig und erspart einem viel Zeit im Nachhinein, da man genau weiss, was gewünscht ist.

Als weiteres und grösstes Learning gehört die Auseinandersetzung mit der Technik. Ich lernte viel Neues über die Sony Alpha 7s III und den Gimbal dazu. Bei einem nächsten Videoprojekt werde ich diese Ausrüstung gerne wieder verwenden.