Wera mit W, Portfolio mit Readymag
Im Laufe der Sommer-Semesterferien habe ich mein eigenes Portfolio in Readymag umgesetzt, das ich für Bewerbungen benötigte. Das Tool wollte ich schon länger ausprobieren, da es im Vergleich zu klassischen Website-Buildern deutlich mehr gestalterische Freiheit bietet. Ziel war ein cleanes, luftiges und reduziertes Design mit viel Weissraum, das den Inhalten Raum gibt und nicht überlädt.
Mir war wichtig, eine Seite zu gestalten, die in erster Linie mir selbst gefällt, ohne gestalterische Kompromisse im Hinblick auf Modulabgaben einzugehen. Der grundlegende Aufbau war dank der intuitiven Bedienung von Readymag schnell umgesetzt, erforderte jedoch ein gutes Gespür für Gestaltungsraster, Proportionen und den bewussten Einsatz von Weissraum. Sämtliche Inhalte und Interaktionen habe ich selbst konzipiert und umgesetzt.

Das Intro der Seite spielt bewusst mit meiner persönlichen „Marke“: Wera mit W. Ein Spruch, der mich seit Jahren begleitet, ergänzt durch die Zeile „…weil mit V wär’s voll daneben“, die erst beim Scrollen sichtbar wird. Diese spielerische, aber reduzierte Inszenierung war mir wichtig – clean, aber nicht austauschbar. Inspiriert wurde ich unter anderem von nordischem Design sowie einer Mitstudentin aus meinem Auslandsemester in Kopenhagen.
(abb)
Eine bewusste Entscheidung war, das Portfolio in erster Linie nach meinen eigenen gestalterischen Vorlieben umzusetzen und weniger auf formale Anforderungen oder Modulkontexte Rücksicht zu nehmen. Diese Freiheit war motivierend, erforderte jedoch auch ein hohes Mass an Selbstkritik, um nicht in Beliebigkeit abzurutschen oder gestalterische Entscheidungen nur aus persönlichem Geschmack heraus zu treffen.
Besonders herausfordernd war es, ein Gleichgewicht zwischen Reduktion und Ausdruck zu finden. Die bewusste Zurückhaltung im Design verlangte, Inhalte präzise zu kuratieren und Details sorgfältig abzuwägen, da bereits kleine gestalterische Eingriffe eine grosse Wirkung hatten.
Das Projekt hat mir gezeigt, wie anspruchsvoll es ist, für sich selbst zu gestalten und gleichzeitig eine klare gestalterische Haltung zu formulieren. Im Spannungsfeld zwischen persönlicher Identität, gestalterischer Zurückhaltung und funktionaler Präsentation meiner Arbeiten konnte ich wichtige Erkenntnisse gewinnen, die ich künftig sowohl für Portfolioarbeiten als auch für andere Formen der Selbstpräsentation nutzen werde.