Vom Sportbild zum Plakat
Visuelle Übersetzung sportlicher Momentaufnahmen in plakative Gestaltung
In diesem Projekt habe ich ausgewählte Sportfotografien in Plakate übersetzt und mich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich fotografische Inhalte in ein grafisches Format übertragen lassen. Der Fokus lag darauf, Bewegung, Emotion und Dynamik nicht nur fotografisch festzuhalten, sondern diese auch gestalterisch überzeugend zu vermitteln.
Die Umsetzung erfolgte in zwei unterschiedlichen Produktionsverfahren. Einerseits wurden Plakate mithilfe eines Plotters realisiert, andererseits im Risodruck. Beide Techniken stellen unterschiedliche Anforderungen an Gestaltung, Farbwahl und Format und boten die Möglichkeit, mit Materialität und Reduktion zu experimentieren. Bei der Gestaltung der Plakate stand eine bewusste Reduktion auf das Wesentliche im Vordergrund.
Die Farbauswahl wurde gezielt eingeschränkt. Beim Plotter lag der Fokus auf starken Kontrasten und klaren Flächen, da diese Technik besonders gut mit reduzierten Formen und eindeutigen Linien funktioniert. Die Motive wurden grafisch vereinfacht, um auch aus grösserer Distanz eine klare Wirkung zu entfalten.
Beim Risodruck spielte die Farbwahl eine zentrale Rolle. Die typischen, leicht versetzten Farbschichten sowie die körnige Struktur des Risos wurden bewusst eingesetzt, um den Plakaten eine analoge und lebendige Anmutung zu verleihen. Die Farben wurden so kombiniert, dass sie die Dynamik der sportlichen Bewegung unterstützen und gleichzeitig eine eigenständige visuelle Wirkung erzeugen.
Die Grösse der Plakate wurde so gewählt, dass die Motive genügend Raum erhalten und ihre Wirkung entfalten können. Beim Risodruck war das Format auf A3 beschränkt, was eine klare gestalterische Begrenzung darstellte. Beim Plotter hingegen bestand grössere Freiheit in der Formatwahl, wodurch auch grossformatigere Umsetzungen möglich waren. Die Bildkomposition wurde jeweils an das gewählte Format angepasst, um eine ausgewogene Balance zwischen Motiv und freier Fläche zu schaffen.
Das Reel zeigt den Entstehungsprozess eines der Plakate von der Bearbeitung des Bildes bis zum fertigen Druck. So wird sichtbar, wie Gestaltung, Farbauswahl und Produktionsverfahren zusammenwirken, um die Dynamik der Sportfotografie in eine neue grafische Form zu übersetzen.
Reel: https://www.instagram.com/reel/DHCFEXSgjE_/



(abb)
Rückblickend bin ich mit den entstandenen Plakaten zufrieden, insbesondere im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Produktionsverfahren. Es ist gelungen, Sportfotografie aus ihrem ursprünglichen Kontext zu lösen und in eine neue, grafische Form zu überführen.
Gleichzeitig sehe ich Verbesserungspotenzial in der Gestaltung. Teilweise hätte eine noch konsequentere Reduktion der Motive die plakative Wirkung weiter verstärken können. Auch die Farbauswahl bietet Raum für weitere Experimente, insbesondere beim Risodruck, wo mutigere und ungewöhnlichere Farbkombinationen denkbar gewesen wären.
Im Produktionsprozess wurde zudem deutlich, wie entscheidend die sorgfältige Vorbereitung der Daten für das jeweilige Verfahren ist. Kleine Anpassungen im Vorfeld hätten den Ablauf teilweise effizienter gestalten können.
Für zukünftige Projekte möchte ich stärker mit Form, Farbe und Material experimentieren und mich gestalterisch mehr trauen. In diesem Projekt bin ich bewusst eher schlicht geblieben, sehe darin jedoch eine gute Grundlage, um in kommenden Arbeiten mutiger zu werden und die Möglichkeiten der unterschiedlichen Drucktechniken weiter auszureizen.