Vince – Sommer 25 (Musikvideo)
Zwei Freunde, eine Digi-Cam und ein iPod-Touch – daraus entstand ein Musikvideo, das die rohe Energie von «Sommer 25» in Bilder übersetzt.
Für einen guten Freund, der seit einiger Zeit Musik selbst produziert, habe ich das Musikvideo zu seinem ersten offiziellen Song «Sommer 25» realisiert. Ziel war es, ein Low-Budget-Video im DIY-Stil zu schaffen, dass die handgemachte, persönliche Ästhetik seiner Musik widerspiegelt. Er schreibt nicht nur seine eigenen Texte und nimmt sich selbst auf, sondern produziert, mischt und mastert seine Musik ebenfalls komplett allein. Um diesen authentischen Charakter zu transportieren, setzten wir überwiegend auf einfache Geräte: Meine alte Digi-Cam diente für die Hauptaufnahmen, während wir für einige Zwischenschnitte einen älterer iPod Touch nutzten.
Die Bearbeitung des Videos orientierte sich stark am Rhythmus des Songs, wobei ich die Schnitte auf das Drumpattern des Songs setzte und gezielt mit Verzögerungen, Wiederholungen und rhythmischen Brüchen arbeitete. So entstand ein stockender, dynamischer Ablauf, der den Jerk-Musikstil des Songs visuell übersetzt und die raue, kantige Energie unterstreicht. Ich setzte jeden Schnitt bewusst, um die musikalische Bewegung widerzuspiegeln und zugleich eine eigene visuelle Spannung zu erzeugen.
Gleichzeitig habe ich die Farben des Videos in Anlehnung an den Look der späten 2000er gestaltet, um die frühen Jahre des Jerk-Genres visuell aufzunehmen und einen stilistischen Bezug zu seinen Ursprüngen herzustellen.
Nach Abschluss des Musikvideos produzierte ich zusätzlich drei Reels, die die Promophase des Songs bildeten. Zwei dienten als Ankündigung des Releases, während das Dritte als «Out-Now»-Erinnerung am Tag des offiziellen Song- und Video-Releases hochgeladen wurde. Ergänzend gestaltete ich das Cover für Spotify und andere Streamingplattformen, sowie das YouTube-Thumbnail für das Musikvideo, damit das Erscheinungsbild des Projekts konsistent blieb.

Links zu den Promo-Reels:
Reel 1
Reel 2
Reel 3
(vha)
Der Dreh begann etwas holprig, da Vincent sich anfangs vor der Kamera nicht besonders wohlfühlte, viele der ersten Aufnahmen mussten daher verworfen werden. Mit der Zeit lockerte sich die Situation jedoch, er konnte sich natürlicher bewegen und fühlte sich zunehmend wohl vor der Kamera.
Der Schnitt des Videos erforderte meinerseits viel Geduld und Detailarbeit. Um die Dynamik des Songs einzufangen, setzte ich sehr viele Schnitte und arbeitete mit Verzögerungen sowie Wiederholungen. Die Schnitte genau auf die Musik abzustimmen war teilweise herausfordernd, da der Song ein eher komplexes Drum-Pattern enthält. Dieser intensive Prozess bereitete mir aber viel Freude, da ich vollkommen frei in der Gestaltung war und so jeden Moment genau auf die Musik abstimmen konnte.
Auch die Farbgebung verlief erfolgreich. Ich konnte mich erneut kreativ austoben und einen von mir angestrebten verträumten Look der 2000er Jahre umsetzen, der einen stilistischen Bezug zu den Anfängen des Jerk-Genres herstellt.
Der grösste Kritikpunkt liegt in der sehr eingeschränkten Abwechslung der Locations. Mit der Zeit wirken die gewählten Umgebungen redundant. Für zukünftige Projekte plane ich daher, die Locations sorgfältiger auszuwählen, um so mehr Variation schaffen zu können.
Insgesamt hatte ich grossen Spass an diesem Projekt und bin mit dem Endprodukt sehr zufrieden. Ausschlaggebend dafür war die kreative Freiheit, die mir Vincent gewährte. Ich konnte alles genau so umsetzen, wie ich es ästhetisch für passend hielt. Unser Geschmack harmonierte dabei hervorragend, was dem Ergebnis deutlich zugutekommt.