Videodreh The Groovers Joice «By Tommorow Morning»
Zwischen analoger Ästhetik, Live-Musik und Studioatmosphäre entsteht mit «By Tomorrow Morning» der visuelle Auftakt einer neuen kreativen Zusammenarbeit mit dem Zürcher Label The Groovers Joice.
S’Projekt
Mit diesem Projekt produziere ich gemeinsam mit Dario Casanova das erste Musikvideo im Rahmen unserer zukünftigen Zusammenarbeit mit dem Zürcher Label The Groovers Joice. Gemeinsam sind wir künftig für den visuellen Leitfaden des Labels verantwortlich, von Musikvideoproduktionen bis hin zu kürzeren Social-Media-Formaten.
Durch mehrere Meetings und kreative Austausche entwickelten wir bereits einen visuellen Jahresplan für 2026, in welchem Releases, Promotionen und Content-Strategien definiert wurden. Das Musikvideo zum Song «By Tomorrow Morning» der Band Klammheimer bildet dabei den offiziellen Startpunkt dieser Zusammenarbeit. Der Song wird später Teil des ersten Albums der Band sein, welches Ende 2026 veröffentlicht werden soll.
Das Video wurde bewusst im Stil einer Live-Jamsession umgesetzt. Ziel war es nicht nur, die Band musikalisch vorzustellen, sondern gleichzeitig auch das Studio von The Groovers Joice als kreativen Ort sichtbar zu machen. Dadurch soll sich das Label stärker als Produktionsstudio und kreative Plattform im Raum Zürich positionieren.
Visuell orientiert sich das Projekt stark an der Ästhetik der 70er-Jahre und greift Einflüsse aus Blues, Jazz und Reggae auf. Musikrichtungen, die das Label seit Beginn prägen. Diese Stimmung ziehen wir konsequent durch das gesamte Projekt: vom Color Grading über das Bildformat bis hin zur Kameraführung und Lichtgestaltung. Das Musikvideo soll sich bewusst roh, warm und organisch anfühle, wie eine eingefangene Session und nicht wie ein klassischer Hochglanz-Clip.
Inhaltliche Ziele
- Die Atmosphäre und Identität des Labels authentisch darstellen
- Die Band Klammheimer visuell einführen
- Das Studio als kreativen Raum sichtbar machen
- Einen visuellen Wiedererkennungswert für zukünftige Produktionen entwickeln
Gestalterische Ziele
- Produktion eines Musikvideos im Stil einer Live-Jamsession
- Umsetzung eines visuellen Looks inspiriert von den 70er-Jahren
- Verwendung von Filmgrain, warmem Color Grading und 4:3-Format
- Produktion von zusätzlichen Kurzformaten für Social Media und Spotify
Technische Ziele
- Professionelle Umsetzung mit mehreren Kameras
- Entwicklung eines konsistenten Looks trotz unterschiedlicher Kameramodelle
Kombination von Lichtsetzung, Kameraführung und Postproduktion zur Unterstützung der gewünschten Vintage-Ästhetik



D’Projektorganisation
Gemeinsam mit Dario Casanova entwickle ich die Creative Direction des Projekts sowie den zukünftigen visuellen Leitfaden des Labels.
Innerhalb dieser Produktion übernehme ich zusätzlich die Regie, Kameraarbeit, Lichtsetzung sowie den Schnitt des Videos.
Die Planung des Projekts begann bereits Mitte Oktober 2025. Gemeinsam mit dem Label entwickelten wir einen Zeitplan für kommende Produktionen, Releases und Contentformate. Zwischen den einzelnen Phasen standen wir in stetigem Austausch, um die kreative Richtung gemeinsam weiterzuentwickeln.
Der Drehtag fand am 29.03.2026 statt und dauerte den ganzen Tag. Die anschliessende Postproduktion und der Schnitt nahmen ungefähr vier Arbeitstage in Anspruch.
Ein unerwarteter Mehraufwand entstand dabei durch die Farbkorrektur des Materials. Obwohl grösstenteils mit denselben Kameramodellen gearbeitet wurde, wies eine Sony A7 III ein deutlich anderes Farbprofil auf als die übrigen Kameras. Dadurch musste ich mich intensiver mit Color Matching und Farbkorrekturen auseinandersetzen, um ein möglichst konsistentes Bild zu erreichen. Für zukünftige Produktionen nehme ich mit, wenn möglich ausschliesslich mit denselben Kameramodellen zu arbeiten, um solche Unterschiede bereits am Set zu vermeiden.
Während des Drehs trafen wir zudem spontan die Entscheidung, zusätzliche Aufnahmen umzusetzen. Dabei bewegte sich Dario mit einer Kamera kreisförmig in der Mitte der Bands, wodurch eine deutlich intimere und dynamischere Perspektive entstand. In der Postproduktion zeigte sich, wie wertvoll diese spontane Entscheidung war. Trotz verschiedener Kamerawinkel und Bewegungen fehlte dem Material teilweise noch die gewünschte Nähe und Abwechslung. Die zusätzlichen Aufnahmen halfen dabei, den Rhythmus des Videos zu stärken und die Energie der Live-Session unmittelbarer erlebbar zu machen. Dieses Erlebnis hat mir erneut gezeigt, wie wichtig es ist, während einer Produktion flexibel zu bleiben und kreative Ideen auch kurzfristig umzusetzen.
Das Projekt wurde bewusst mit einem überschaubaren Budget umgesetzt. Der Fokus lag dabei stärker auf kreativer Bildgestaltung, Atmosphäre und effizienter Teamarbeit als auf grosser Produktionstechnik.
Zeitplan
Mitte Oktober 2025 – Anfang 2026
- Erste Meetings mit dem Label
- Entwicklung des visuellen Konzepts
- Planung zukünftiger Releases und Produktionen
- Erstellung eines Jahresplans für 2026
Februar – März 2026
- Entwicklung des Musikvideokonzepts
- Planung des Drehtags
- Technische Vorbereitung und Lichtkonzept
29.03.2026
- Drehtag
April
- Schnitt
- Color Grading
- Anpassung des Materials für Social Media und Spotify
- Finalisierung innerhalb von ca. vier Arbeitstagen
Learnings
Eine der grössten Herausforderungen war die Lichtsituation im Studio. Um die gewünschte Atmosphäre zu erzeugen, mussten wir gezielt mit zusätzlichem Licht arbeiten. Glücklicherweise hatten wir genügend Equipment dabei, um flexibel reagieren und die gewünschte Stimmung trotzdem umsetzen zu können.
Eine weitere Herausforderung entstand durch die Verwendung unterschiedlicher Kameramodelle. Während hauptsächlich mit Sony A7 IV Kameras gearbeitet wurde, zeigte die Sony A7 III trotz ähnlicher Einstellungen ein deutlich anderes Farbprofil. Dadurch mussten wir uns in der Postproduktion intensiv mit Farbkorrektur und Color Matching auseinandersetzen, um ein möglichst konsistentes Bild zu erreichen. Dieses Problem hat mir gezeigt, wie wichtig eine einheitliche Kamerawahl innerhalb einer Produktion ist. Für zukünftige Projekte werde ich darauf achten, wenn möglich ausschliesslich mit denselben Kameramodellen zu arbeiten.
Ein weiteres Learning ergab sich direkt während des Drehs. Obwohl wir die Produktion sorgfältig geplant hatten, bemerkten wir vor Ort, dass dem Material trotz verschiedener Perspektiven und Kamerabewegungen teilweise noch die gewünschte Nähe und Dynamik fehlte. Deshalb entschieden wir uns spontan für zusätzliche Aufnahmen, bei denen sich Dario mit einer Kamera kreisförmig um die Band bewegte. In der Postproduktion zeigte sich, dass genau diese Aufnahmen entscheidend waren, um dem Video mehr Energie, Abwechslung und eine stärkere emotionale Nähe zu verleihen. Das Projekt hat mir erneut gezeigt, wie wichtig es ist, während einer Produktion flexibel zu bleiben und kreative Entscheidungen auch kurzfristig umzusetzen.
Zudem bestand die Herausforderung darin, trotz einer vergleichsweise kleinen Produktion eine starke visuelle Identität zu erschaffen, die langfristig als Grundlage für zukünftige Inhalte des Labels dienen kann. Da dieses Musikvideo den Auftakt unserer Zusammenarbeit mit The Groovers Joice bildet, war es besonders wichtig, nicht nur ein einzelnes Video zu produzieren, sondern gleichzeitig eine visuelle Richtung zu definieren, auf der zukünftige Produktionen aufbauen können.
(mmi)