Urlaub im Sack

Wolkendurchzogener Sonnenuntergang am Meer von Kroatien

Entspannung pur oder doch einfach nur stinklangweilig?

«Bringst du mir ein bisschen Entspannung mit?», war das Erste, was meine Mutter zu mir sagte, als ich ihr erzählte, dass ich nach Slowenien und Kroatien in den Urlaub fahren würde. Eigentlich meinte sie dies nicht wirklich ernst, sondern nur als lustige Bemerkung am Rande. Doch irgendwie liess mich diese Aussage nicht los und ich begann diesen Gedanken weiterzuspielen und überlegte mir ob dies überhaupt möglich sei – Entspannung mitbringen.

Ziemlich schnell entstand die Idee ein Video zu machen, welches den Zuschauer entspannen lässt. Doch ist das überhaupt möglich oder wird es dann einfach nur ein Video, welches schlussendlich einfach langweilig ist?

Ende August 2023 war es so weit, 15 Tage Urlaub. Wir fuhren mit dem Auto durch Slowenien nach Kroatien und wieder zurück. Auf der Fahrt nach Kroatien machten wir in den verträumten Örtchen Bled und Bohinj einen Stopp mit je zwei Tagen Aufenthalt. Wir besuchten den Beder- und auch den Bohinjsee, schlenderten durch die Pitvicer Seen und suchten die Bären in den Wäldern von Slowenien. Danach verweilten wir eine Woche auf der wunderschönen Insel Murter, wo wir Ausflüge mit dem Boot machten, schnorcheln gingen, Delfine suchten und jede Menge Sonnenuntergänge anschauten. Auf der Rückreise legten wir erneut einen Stopp von zwei Tagen in der Nähe von der Hauptstadt Ljubljana ein und fuhren anschliessend nach Hause.

Wer im Urlaub gerne wunderschöne Orte erkundet und Sonnenuntergänge am Meer bewundert, dem kann ich diese Route nur empfehlen.

Doch zurück zu der Frage, ob es möglich ist, jemandem ein bisschen Entspannung mitzubringen:

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(eli)

Vorbereitung:

Im Vorhinein habe ich verschiedene Videos zur Inspiration geschaut und mir aufgeschrieben, welche Sequenzen ich gerne filmen möchte. Ich erstellte eine Shotlist und überlegte mir wie ich das Video aufbauen möchte.

Umsetzung:

Es kam alles anders als gedacht, die Kamera war immer griffbereit doch die Müdigkeit bei der Fahrt oder die Euphorie bei einem Ausflug waren jeweils so gross, dass das Video komplett in den Hintergrund geriet und die Shotlist somit nur sehr spärlich abgearbeitet wurde. Bei den entspannenden Momenten auf der Insel Murter und an einigen Orten in Slowenien zückte ich doch die Kamera und konnte die Stimmung einfangen. Dies geschah jedoch nicht so oft wie ich es mir im Vorfeld vorgestellt hatte.

Post-Production:

Das Mühsamste war das Aussortieren und Anordnen der Clips. Es war sehr viel Videomaterial, bei welchem es manchmal sehr scher war, sich für einen Clip zu entscheiden. «Kill your darlings» war noch nie meine Stärke, doch das Aufnahmematerial musste zu einer Geschichte zusammengefügt werden. Es rächte sich in der Postproduktion, dass ich mich nicht an meinen Plan hielt und die Shotlist abarbeitete. Ich verbrachte viele Stunden damit die Clips hin und herzuschieben, denn ich war lange unschlüssig wie der Aufbau des Filmes letzten Endes sein sollte. Nach vielen wieder verworfen Ansätzen nahm das Video doch langsam Form an, woraufhin noch viele weiter Stunden mit Color-Correction, Color-Grading, Tonanpassungen und Ausarbeitung von Feinheiten folgten. Ich denke, dass der gesamte Prozess der Postproduktion sehr viel Zeit in Anspruch genommen hatte, da es mein aller Erstes Projekt mit Premiere Pro war und ich viele Tutorials schaute und mich zuerst in dem Programm zurechtfinden musste.

Fazit:

Da dieses Video mein aller erstes eigenes Filmprojekt war, bin ich recht zufrieden damit. Ich hätte mich besser an meine Vorbereitungen halten sollen und konsequenter mit dem Filmen sein sollen. Ich habe vieles über die Postproduktion gelernt und werde bei künftigen Projekten sicher viel effizienter und produktiver arbeiten können. Auf jeden Fall hat meine Mutter ein Stück Urlaub im Sack und wir haben ein Video, um uns an diesen wundervollen Urlaub zu erinnern.