twelve looks, twelve moods

Mode begleitet mich schon lange als persönliches Interessensgebiet. In diesem Projekt wollte ich bewusst ausprobieren, wie sich eigene Modeideen gestalterisch umsetzen lassen. Entstanden sind zwölf digitale Modeillustrationen, die unterschiedliche Stimmungen aufgreifen und in einem selbst gestalteten Magazin präsentiert werden.

Ausgangslage & Motivation
Mode interessiert mich schon seit vielen Jahren. Bisher habe ich mich jedoch hauptsächlich mit Mode beschäftigt, indem ich Shows, Magazine und Trends verfolgt habe, ohne selbst gestalterisch tätig zu sein.

Als Kind habe ich in Heften einfache Modefiguren skizziert, was mir viel Spass gemacht hat. Für dieses Projekt wollte ich daran anknüpfen und ausprobieren, wie es ist, eigene Modeideen zeichnerisch umzusetzen. Ziel war es, erste Erfahrungen mit Modeillustration zu sammeln und eigene Looks zu entwickeln.

Konzeption & Arbeitsprozess
Ich habe mich bewusst gegen eine klassische Modekollektion mit einem festen Thema entschieden. Stattdessen entstanden zwölf einzelne Looks, die unabhängig voneinander funktionieren und jeweils eine eigene Stimmung zeigen. Ich startete ohne detaillierte Planung und arbeitete eher intuitiv, um offen für neue Ideen zu bleiben.

Die Umsetzung erfolgte vollständig digital. Obwohl ich bereits erste Erfahrungen mit Procreate hatte, stellte mich das digitale Zeichnen vor neue Herausforderungen, da es sich deutlich vom Arbeiten auf Papier unterscheidet.

Umsetzung der Illustrationen
Alle zwölf Looks habe ich von Grund auf neu skizziert. Obwohl es technisch möglich gewesen wäre, ein Basis-Model zu verwenden, habe ich jede Figur individuell gezeichnet. Mir war wichtig, dass Haltung und Proportionen jeweils zum Look passen.

In Procreate arbeitete ich mit vielen Ebenen, sodass Kleidung, Schatten und Texturen getrennt bearbeitet werden konnten. Für die Skizzen nutzte ich hauptsächlich den 6B-Stift, den HB-Bleistift und den Narinder-Stift. In der Farb- und Schattierungsphase arbeitete ich vor allem mit Rundpinseln sowie mit weichen Airbrush- und Mischpinseln.

Ein grosser Fokus lag auf Licht und Schatten. Zum Schluss ergänzte ich je nach Look unterschiedliche Texturen und Muster. Haare, Hauttöne und Accessoires setzte ich bewusst zurückhaltend ein, damit der Fokus auf den Kleidungsstücken bleibt.

Editorial Design – Das Magazin
Nach Abschluss der Illustrationen gestaltete ich ein digitales Magazin mit insgesamt 40 Seiten, um die finalen Looks gesammelt zu präsentieren. Ziel war es, den Illustrationen einen klaren Rahmen zu geben.

Das Magazin beginnt mit einer kurzen Einführung. Jeder Look wird anschliessend auf drei Seiten dargestellt:

  • eine Titelseite mit dem jeweiligen Look
  • eine Seite mit den wichtigsten Farben sowie Materialien und Texturen
  • eine weitere Seite mit zusätzlichen Ansichten und kurzen erklärenden Texten

Zu jedem Look verfasste ich zudem einen Beschreibungstext, in dem ich meine Gedanken zum Einsatzbereich des Outfits festhielt, etwa für ein Event, ein Dinner oder eine Ausstellung.

Hier gelangst du zum Magazin mit allen Looks.

(vha)

Arbeitsaufwand & Auswahl
Arbeit an diesem Projekt begann im September und zog sich über mehrere Monate hinweg. Sie erfolgte in mehreren Phasen neben dem restlichen Studium, wodurch Entwürfe immer wieder überarbeitet und weiterentwickelt werden konnten.

Insgesamt entstanden zunächst 16 Entwürfe. Nach intensivem Vergleichen entschied ich mich bewusst dafür, 12 Looks final umzusetzen. Auch die verworfenen Designs waren mit viel Aufwand verbunden, entsprachen jedoch am Ende nicht mehr meinen eigenen Ansprüchen.
Ein wesentlicher Teil der Arbeit floss zusätzlich in die Gestaltung des Magazins. Entscheidungen zu Layout, Schrift und Bildanordnung nahmen deutlich mehr Zeit in Anspruch als erwartet.

Reflexion & Ausblick
Der digitale Arbeitsprozess stellte für mich eine Herausforderung dar, insbesondere der Umgang mit Procreate. Technisch sehe ich bei meinen Illustrationen noch Entwicklungspotenzial, vor allem in der Ausarbeitung von Details und im sicheren Umgang mit digitalen Werkzeugen.

Gleichzeitig hat mir das Projekt gezeigt, wie viel Arbeit und Durchhaltevermögen hinter digitalen Illustrationen steckt. Rückblickend bin ich stolz darauf, den gesamten Prozess selbstständig umgesetzt und über einen längeren Zeitraum konsequent daran gearbeitet zu haben. Für zukünftige Projekte möchte ich meine technischen Fähigkeiten weiter ausbauen und strukturierter arbeiten, um meine gestalterischen Ideen noch gezielter umsetzen zu können.