Theory to track: A remix project

Für mein DIGEZZ-Projekt habe ich mich intensiv mit Musikproduktion auseinandergesetzt. Ausgangspunkt war ein Remix des Songs Bongos von Cardi B & Megan Thee Stallion – das Ziel war jedoch weniger ein perfekter Song, sondern das Erlernen eines völlig neuen Skills.

Zu Beginn des Projekts hatte ich keinerlei Erfahrung mit Musiktheorie, Instrumenten oder dem Schreiben von Chord Progressions. Musik war für mich bis dahin vor allem etwas, das ich konsumiert habe – nicht etwas, das ich selbst aktiv erschaffe. Genau das wollte ich mit diesem Projekt ändern.

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(explicit)

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Wenn du sehen willst, wie der Track etwa entstand, lohnt sich ein Blick 🙂

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Rückblickend war das Projekt inhaltlich sehr lehrreich, aber auch mit einigen Herausforderungen verbunden. Besonders zu Beginn unterschätzte ich den zeitlichen und kognitiven Aufwand, der nötig ist, um grundlegende Konzepte der Musiktheorie wie Akkordfolgen, Tonarten oder Rhythmik wirklich zu verstehen und sinnvoll anzuwenden. Da ich keinerlei Vorerfahrung in Musikproduktion hatte, musste ich mir viele Grundlagen zuerst theoretisch aneignen, bevor ich sie praktisch umsetzen konnte. Dies verlangsamte den Arbeitsprozess deutlich, führte aber gleichzeitig zu einem nachhaltigen Lernfortschritt.

Ein kritischer Punkt im Projektverlauf war mein anfänglich eher unstrukturierter Arbeitsprozess. Gerade in der frühen Phase entstanden viele Ansätze, die musikalisch nicht funktionierten und verworfen werden mussten. Erst mit zunehmender Erfahrung entwickelte ich ein besseres Gespür dafür, Ideen gezielter zu evaluieren und Entscheidungen bewusster zu treffen. Rückblickend hätte eine frühere Strukturierung des Arbeitsprozesses – etwa durch klarere Etappenziele – Zeit sparen können.

Positiv zu bewerten ist, dass der iterative Charakter des Projekts maßgeblich zu meinem Lernerfolg beigetragen hat. Durch wiederholtes Ausprobieren, Scheitern und Überarbeiten konnte ich ein Verständnis für musikalische Zusammenhänge entwickeln, das über rein theoretisches Wissen hinausgeht. Der finale Track ist daher weniger als perfektes Endprodukt zu verstehen, sondern vielmehr als Resultat eines intensiven Lernprozesses. Ich konnte beispielsweise auch das Hintergrund Lied im Video selber produzieren und damit die Suche nach Royalty-free music ersparen.

Die Erstellung des begleitenden Videos empfand ich als bereichernden Teil des Projekts. Durch meine bereits vorhandene Erfahrung mit Schnittprogrammen konnte ich mich hier sicher bewegen und den Fokus gezielt auf die inhaltliche Vermittlung des Arbeitsprozesses legen. Zudem hatte ich früh eine klare Vorstellung davon, wie der Produktionsprozess visuell und erzählerisch aufbereitet werden sollte. Der  humorvolle Ansatz ermöglichte es mir, den Lernprozess verständlich und unterhaltend darzustellen, ohne dabei den inhaltlichen Kern des Projekts aus den Augen zu verlieren.

Insgesamt hat mir das Projekt deutlich aufgezeigt, wie komplex Musikproduktion ist, aber auch, wie motivierend es sein kann, sich in ein neues Fachgebiet einzuarbeiten. Für zukünftige Projekte würde ich insbesondere die Planungsphase stärker gewichten und frühzeitig Zwischenstände sichern, um den Workflow effizienter zu gestalten.