Tenna

Der Stimmungsfilm entstand im Bündner Bergdorf Tenna im Safiental. Ziel des Projekts war es, die Ruhe und Entschleunigung der Berglandschaft filmisch einzufangen und für die Betrachtenden erlebbar zu machen. Der Fokus lag dabei auf natürlichen Landschaften, winterlichen Stimmungen und weiten Ausblicken.

Die Bildsprache wurde bewusst ruhig und reduziert gehalten. Durch statische oder nur leicht bewegte Einstellungen sollte die Atmosphäre des Ortes in den Vordergrund rücken. Die Zuschauer sollen die Landschaft nicht nur sehen, sondern die Ruhe und Weite des Ortes wahrnehmen und auf sich wirken lassen.

In der Postproduktion wurden die Aufnahmen gesichtet, kategorisiert und ausgewählt. Anschliessend erfolgte der Schnitt in Adobe Premiere Pro. Ergänzend wurden einzelne Übergänge in Adobe After Effects gestaltet, um den visuellen Fluss des Films dezent zu unterstützen, ohne die ruhige Stimmung zu beeinträchtigen.

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(mmi)

Produktion

Während der Dreharbeiten unterlief mir ein Fehler bei den Kameraeinstellungen. Da ich meine ND-Filter vergessen hatte, passte ich den Shutterspeed an, um die Belichtung zu kontrollieren. Dadurch fehlte bei einigen Aufnahmen der natürliche Motion Blur, was die Bewegungen unnatürlich scharf und weniger filmisch wirken liess. Zudem waren einzelne Aufnahmen mit grossen Schneeflächen teilweise überbelichtet, wodurch einige Bildbereiche ausgebrannt sind.

In der Postproduktion konnte ich den fehlenden Motion Blur teilweise korrigieren und die Belichtung einzelner Clips optimieren. Da die meisten Einstellungen statisch waren und nur wenige Personen oder schnelle Bewegungen vorkamen, gelang die Korrektur grösstenteils zufriedenstellend. Dennoch sind bei einzelnen Clips Unterschiede sichtbar. Das wichtigste Learning aus diesem Projekt ist für mich, künftig die ND-Filter konsequent mitzunehmen und den Shutterspeed möglichst konstant nach der 180-Grad-Regel auszurichten.

Postproduktion

Die Sichtung und Kategorisierung des Materials verlief strukturiert und ermöglichte eine effiziente Auswahl der stärksten Aufnahmen. Auch die Wahl der Musik fiel relativ früh und bildete eine wichtige Grundlage für den anschliessenden Schnitt.

Der Schnitt in Adobe Premiere Pro verlief insgesamt effizient und zielgerichtet. Zusätzlich nutzte ich Adobe After Effects, um einzelne Übergänge zu gestalten. Dabei hielt ich mich bewusst zurück, da zu viele oder zu auffällige Effekte die ruhige Atmosphäre des Films beeinträchtigt hätten. Die eingesetzten Transitionen dienen daher vor allem dazu, den Fluss zwischen den Bildern subtil zu unterstützen.

An wenigen ausgewählten Stellen ergänzte ich die Übergänge mit einem dezenten Glare-Effekt. Dieser wurde sehr zurückhaltend eingesetzt und sollte die Stimmung einzelner Szenen unterstützen, ohne von den Aufnahmen selbst abzulenken. Ziel war es nicht, einen sichtbaren Effekt in den Vordergrund zu stellen, sondern die Übergänge etwas weicher und atmosphärischer wirken zu lassen.

Besonders wertvoll war die Auseinandersetzung mit dem Dynamic-Link-Workflow zwischen Premiere Pro und After Effects. Dadurch konnte ich Anpassungen direkt zwischen beiden Programmen vornehmen, ohne Dateien exportieren zu müssen. Dieser Workflow erwies sich als effizient und praxisnah.

Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass After Effects deutlich komplexer und weniger intuitiv aufgebaut ist als Premiere Pro. Insbesondere das präzise Arbeiten mit Keyframes sowie die gezielte Steuerung von Effekten erforderten deutlich mehr Zeit und Einarbeitung als zunächst erwartet. Das Projekt bot mir jedoch eine wertvolle Gelegenheit, meine Kenntnisse in After Effects zu vertiefen und erste praktische Erfahrungen mit dem Programm zu sammeln.

Obwohl im fertigen Film nur wenige After-Effects-Übergänge zu sehen sind, habe ich im Verlauf des Projekts verschiedene Möglichkeiten ausprobiert und getestet. Schlussendlich entschied ich mich aus gestalterischen und stilistischen Gründen bewusst für einen sehr zurückhaltenden Einsatz von Effekten, da ein ruhiger und natürlicher Schnitt den Charakter des Films besser unterstützte. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass weniger oft mehr sein kann und dass Effekte vor allem dann wirkungsvoll sind, wenn sie die Bildsprache ergänzen und nicht dominieren.

Ausblick

Für zukünftige Projekte möchte ich stärker mit Farben, visuellen Übergängen und experimentelleren Gestaltungsmitteln arbeiten. Zudem möchte ich die Möglichkeiten von After Effects gezielter einsetzen und weiter vertiefen. Gleichzeitig soll die technische Planung vor den Dreharbeiten verbessert werden, damit Fehler wie das Vergessen wichtiger Ausrüstung vermieden werden können.

Darüber hinaus möchte ich künftig bereits während der Aufnahmephase stärker darüber nachdenken, welche gestalterischen Möglichkeiten in der Postproduktion genutzt werden sollen. Eine engere Verzahnung von Dreh und Nachbearbeitung könnte dabei helfen, visuelle Ideen noch gezielter umzusetzen und den kreativen Spielraum im Schnitt zu erweitern.

Auch beim Color Grading sehe ich rückblickend noch Verbesserungspotenzial. Zwar gelang es mir, den Aufnahmen einen stimmigen und einheitlichen Look zu verleihen, dennoch hätte ich mehr Zeit in die Farbgestaltung investieren können. Insbesondere bei der Abstimmung einzelner Szenen sowie bei der gezielten Hervorhebung von Lichtstimmungen und Kontrasten besteht noch Luft nach oben. Das Projekt hat mir gezeigt, dass Color Grading einen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtwirkung eines Films hat und künftig bereits bei der Planung und Aufnahme stärker mitgedacht werden sollte.