Baukultur Safiental

Von der Rheinschlucht bis zum Safierberg findet man eine reiche Kulturlandschaft. Im Safiental ist diese geprägt durch die spezielle Raumnutzung und Bewirtschaftungsart der Walser, welche ab 1300 begannen das Tal zu besiedeln. Die vorherrschende Streusiedlungsform zeigt sich anhand der vielen einzelnen Gehöften und alleinstehenden Heuscheunen, Ställen und Alpgebäuden.  

Im Rahmen des Projekts «Erlebnis Baukultur» wurden mehrere Videos zur Baukultur im Safiental produziert. Diese sollen die unverwechselbare Architektur und Traditionen sichtbar und erlebbar machen.

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(spu)

Idee

Erlebnis Baukultur ist ein Projekt das Tourismus und Baukultur verbindet. Ziel war es, die traditionelle Baukultur (Alphütten, Ställe, Bauernhaus sowie die Idee Safierställe) mittels Videos sichtbar und erlebbar zu machen. Es sollte dem Zuschauer mit Hilfe von schönen und stilistischen Bildern die Stimmung der Hütten, Ställe etc. vermittelt werden.

Konzept

Für die Filmaufnahmen waren 2 Tage vorgesehen. Ein detaillierter Ablauf wurde zur Verfügung gestellt. Das Team wurde von einem Kunsthistoriker begleitet. Die Videos werden auf der Website des Auftraggebers publiziert. In Plenum erweiterten wir das Konzept dann so weit, dass wir wussten, auf welchen Objekten wie z.B. Decken, Wänden, Kochstellen usw. das Hauptaugenmerk liegen wird. Die Aufnahmen vor Ort waren für Mai, allenfalls Juni 2020 geplant.

Vorbereitung

Da wir Kameramänner noch nie etwas vergleichbares produziert hatten, machten wir einige Testaufnahmen auf unserem Maiensäss. Damit wir die alten Bauten möglichst cinematisch filmen konnten, haben wir uns überlegt wie wir das am besten machen können. Dabei wollten wir das «Alte» mit zusätzlichem Haze hervorheben. Um dies umsetzen zu können haben wir uns kurzerhand im Internet einen Spray gekauft, mit dem wir genau diesen Haze und somit diesen Stil hinkriegten.

 

Produktion

Während zwei Tagen besuchten wir verschiedene Bauten im Safiental und hielten die baulichen und historischen Merkmale mit der Kamera fest. Das Team bestand aus Demian und Nicola (Kameramänner), einem Historiker und dem Auftraggeber. Der Historiker und der Auftraggeber entschieden, welche Objekte und Merkmale wir filmen sollten. Gemeinsam versuchten wir beiden Kameramänner die Objekte möglichst cinematisch einzufangen. Daraus entstanden sechs Videos zu einzelnen Bauten und Merkmalen.

Ein Merkmal der Baukultur im Safiental sind die Schindeldächer. Dazu besuchten wir eine Schindelmacherin in ihrer Werkstatt und führten ein Interview über den Arbeitsprozess des «Schindelmachens». Es war sehr spannend zu sehen, wie die Dächer resp. die Schindeln selbst angefertigt werden und es hat Spass gemacht, dies auf Video festhalten zu können.

 

Postproduction

In der Postproduction ging es darum, aus dem Rohmaterial sechs Videos zu schneiden. Dabei produzierten wir fünf Videos zu einzelnen Bauten und als sechstes alle fünf Videos als ganzer Film.

Die Geschichte zu den Bauten sollte in den Videos von einem Safier in Safierdeutsch erzählt werden. Dazu ging das ganze Team zwei Nachmittage in ein Tonstudio und nahm die Erzählstimme auf. Zusätzlich erstellten wir zu allen Videos je eine Version mit Untertitel, für solche, die das Safierdeutsch nicht verstehen. Dabei stellte sich heraus, dass es doch mehr Aufwand war die Clips zu vertonen und vor allem sinngetreu ins Schriftdeutsch zu übersetzen.

Die einzelnen Videos wurden mit Grafiken und Musik angereichert.

Herausforderungen

  • Die alten Bauten hatten nur wenig Licht zur Verfügung. Deshalb war es zwingend nötig zusätzliches Licht mitzunehmen.
  • Der Auftraggeber wollte die Aufnahmen bereits im Mai durchführen. Gemeinsam entschieden wir bis im Sommer zu warten, dass die Landschaft in ihrer vollen Pracht eingefangen werden kann. Da zu dieser Zeit alle Wiesen wieder gemäht wurden, mussten verschiedene Bauern gefragt werden, ob sie nicht noch ein bis zwei Tage mit dem Mähen warten können.
  • Für eine genau Planung waren mehrere Sitzungen nötig. Dies beanspruchte viel Zeit.
  • Das Vertonen und Übersetzen war ebenfalls sehr zeitintensiv und wurde von allen Beteiligten unterschätzt.

Learnings

  • Trotz zusätzlichem Licht merkten wir in der Postproduction, dass die Aufnahmen noch mehr Licht gebraucht hätten. Das Bildrauschen versuchten wir im After Effects zu verbessern.
  • Die Zusammenarbeit mit einem Historiker kann sehr zeitaufwändig sein.
  • Flexibilität ist für solche Projekte vonnöten.

Fazit

Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Verschicken der Filme dauerte das Projekt fast ein Jahr. Der grosse Aufwand war nicht von Anfang an ersichtlich. Trotzdem war es schön, ein solches Projekt für diesen Auftraggeber zu realisieren und Neues zu lernen. Im Grossen und Ganzen ziehen wir also ein positives Fazit.