Spin…

Musik, eine unsichtbare Melodie, die durch unsere Ohren strömt und unsere Seelen berührt. Doch wie verleihen wir dieser flüchtigen Kunst Form und Farbe? Wie bebildern wir die symphonischen Wellen, die durch die Luft tanzen? In meinem kreativen Sideprojekt „Spin“ erforsche ich genau diese Frage.

Stell dir eine Platte oder CD vor, die sich in perfekter Harmonie dreht. Jede Umdrehung ist ein Takt, ein Herzschlag in der unendlichen Symphonie des Lebens. Sie sehen nicht nur eine Scheibe, die sich dreht, sondern das pulsierende Herz der Musik selbst. Mit jedem Spin erzählt sie eine Geschichte, entfaltet ein Universum voller Farben, Muster und Bewegungen.

In meiner Arbeit fange ich diese dynamische Essenz der Musik ein. Mit Applepencil und Procreate erschaffe ich Bilder, die nicht nur Musik repräsentieren, sondern sie sichtbar, fast greifbar machen und die elektronische Musik darstellen.

„Spin“ ist mehr als nur ein Projekt. Es ist eine Erkundung, ein Dialog zwischen Ton und Bild, eine Brücke zwischen Hören und Sehen. Hier sind meine Resultate, eine Galerie, die zeigt, dass Musik nicht nur gehört, sondern auch gesehen werden kann. 

Hier geht es zu den fertigen Videos

(bas)

Das Projekt „Spin“ war eine faszinierende Reise in die Welt der visuellen Musikinterpretation, insbesondere für einen DJ, der die Kraft der Musik kennt und lebt. Als Schöpfer dieses Projekts stand ich vor der Herausforderung, nicht nur Kunst zu schaffen, sondern Kunst, die Musik verkörpert, die noch nicht einmal gespielt wurde. Ein paradoxes Unterfangen, gewiss, aber eines, das reich an kreativen Möglichkeiten war.

Der Kern meines Projekts bestand darin, realistische Platten und CDs zu gestalten, die sich drehen. Jede dieser Scheiben war ein Fenster in eine Welt, in der Musik und Bild ineinanderfliessen. Das Design jedes CD-Covers war ein eigenständiges Kunstwerk, das ich mit derm Programm Procreate auf dem iPad kreiert habe. Die Challenge war es, das die CD`s wirklich aussahen wie CD`s und nicht nur wie runde Bilder die sich drehten. Zudem sollte jedes sollte ein bestimmtes Gefühl vermitteln, eine Stimmung einfangen, die universell, aber gleichzeitig einzigartig ist. Zum drehen habe ich die Scheiben dann mit Final cut gebracht. Erst so erhielten sie ihren fertigen look und wirkten durch die Drehung noch einmal ganz anders.

Diese Aufgabe erwies sich als kreativ beflügelnd. Indem ich jedes Cover gestaltete, tauchte ich in ein Meer von Farben, Formen und Texturen ein. Ich spielte mit Abstraktion und Realismus, um visuelle Äquivalente von Gefühlen zu erschaffen, die normalerweise nur durch Musik ausgedrückt werden. Freude, Melancholie, Aufregung, Entspannung – jede Emotion fand ihren Platz auf diesen drehenden Scheiben.

Ein interessantes Element meines Projekts war, dass die visuellen Kreationen ohne spezifisch angedachte Musik entstanden sind. Dieser Ansatz eröffnete eine Welt der Möglichkeiten. Die Platten und CDs wurden zu einer Art visueller Bibliothek, aus der der DJ für jedes Lied das passende Bild auswählen kann. So wie ein DJ Tracks mischt und abstimmt, um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen, kann er nun auch visuelle Elemente mischen, um das musikalische Erlebnis zu bereichern.

Die Resonanz auf „Spin“ war ermutigend. Es zeigte sich, dass Musik nicht nur etwas ist, das man hört, sondern auch etwas, das man sehen und fühlen kann. Die Tatsache, dass diese visuellen Elemente nach und nach für Lieder verwendet werden können, öffnet ein neues Feld für kreative Expressionen und Interaktionen zwischen Musik und Bild.

Abschliessend kann ich sagen, dass „Spin“ mehr als nur ein Projekt war. Es war eine Entdeckungsreise in die unerforschten Gebiete der Musikvisualisierung, eine Herausforderung, die mich als Künstler wachsen liess. Es war ein Beweis dafür, dass Musik und Bild zwei Seiten derselben Medaille sind – zusammen können sie ein noch reichhaltigeres, tiefgründigeres Erlebnis schaffen. „Spin“ ist nicht das Ende dieser Reise, sondern erst der Anfang eines neuen Verständnisses, wie wir Musik erleben und darstellen können.