Sound of…

Täglich sind wir von so vielen unterschiedlichen Geräuschen umgeben – doch wie viele davon nehmen wir bewusst wahr? Auf diese Frage gehen die folgenden drei Videos genauer ein. Kochen, spazieren und einem Hobby nachgehen sind alltägliche Situationen, bei welchen häufig Musik oder eine andere Tonquelle die Geräusche überschattet.

Diese «Störfaktoren» habe ich bei den Videos weggelassen und mich nur auf die selbst erzeugten Töne konzentriert.

Diese Art von Video kann eine sehr beruhigende Wirkung haben. Aber auch im stressigen Alltag lohnt es sich, sich selbst ein paar Minuten Zeit zu nehmen und den Geräuschen um sich herum zuzuhören.

Sound of … kitchen
Sound of … painting
Sound of … walking

(hil)

Idee:

Durch eine Videoserie auf der Plattform Youtube bin ich auf diese Videoidee gekommen. Dort hat ein Mann sich, während eines Campingtripps gefilmt und das Video lediglich mit den Ambitönen unterlegt. Die beruhigende Wirkung hat mich sofort fasziniert.

Ich haben angefangen mir zu überlegen, welche alltägliche Situationen es gibt in denen ich entweder Musik höre oder Videos schaue und somit die meisten Geräusche ausblende. Danach habe ich die Vorbereitungen für die 3 Drehtage gemacht und das nötige Equipment beschafft sowie die Locations ausgesucht.

Produktion:

Beim ersten Video (Küche) hatte ich Startschwierigkeiten bei den Tonaufnahmen. Grundsätzlich habe ich mit 3 Tonquellen gearbeitet. Eine auf der Kamera befestigt und zwei andere Audiogeräte entweder oben und unten oder Links und Rechts, je nach Setting. Mir war es wichtig, jedes Geräusch aufzunehmen, weshalb ich mehr Wert auf den Ton als auf das Bild gelegt haben. Beim ersten Video (Küche) musste die Kameraposition immer wieder gewechselt werden, was sehr viel Aufwand bedeutete. Zudem hatte ich den Druck, dass ich jede Sequenz nur einmal aufnehmen konnte, da das gekochte sonst bereits verarbeitet ist und man den Prozess nicht rückgängig machen kann.

Beim zweiten Video (Hobby) konnte ich schon auf etwas Erfahrung vom vorherigen Dreh zurückgreifen. Hier war es am schwierigsten die Perfekte Kameraposition zu finden, so dass man nur meine Arme sehen konnte und das Bild nicht überdeckt wird. Leider hat sich während den Aufnahmen immer wieder die Schärfe verstellt, was ich mit einer helfenden Person an der Kamera früher gemerkt hätte. Was den Ton angeht, konnte ich hier bereits vor dem Dreh schauen, was sich gut anhören könnt. Weshalb ich mich auch für eine Maltechnik mit Klebeband entschieden habe. Die Leinwand und ihre Textur habe ich auch bewusst gewählt, um eine raue Oberfläche bemalen zu können.

Vor dem letzten Video wusste ich schon, dass es einen etwas anderen Stil haben wird wie die Vorherigen. Dadurch, dass ich keine feste Kamera hatte, sondern mit einem Gimbel gearbeitet habe. So hatte ich einen konstanten Ton der Schritte im Schnee, da ich die Kamera und das Mikrofon bei mir getragen habe. Die Koordination zwischen aktiv meinen Weg suchen, auf den Hund achten und die Kamera ruhig zu führen war eine Herausforderung, welche ich unterschätzt habe. Auch hätte ich mehr Aufnahmen machen können, wie z.B. die Türe schliessen oder noch weitere Wege ausprobieren.

Learnings:

Es ist mir schwer gefallen, alle drei Videos einheitlich zu gestalten. Obwohl mein Augenmerk auf dem Ton lag, lag bei mir zu oft die Konzentration auf dem Visuellen. Ich lerne daraus, dass die Konzentration auf einem Medium zu einem konzentrierteren Ergebnis führen kann.

Inhaltlich hätten die Videos noch gehaltvoller sein können. Es ist mir schwer gefallen geeignete Settings zu finden und diese in Einzelarbeit aufzunehmen. Für ein nächstes Mal würde ich mir besonders bei dem Video draussen ein helfendes Paar Hände holen.