Sommerliche Monate

sommerliche monate

Was passiert, wenn man jeden Tag etwas in sein Notizbuch schreibt? Es entsteht eine Textsammlung aus Sprüchen, Gedanken, Gedichten und kurzen Witzen.

Die Faszination fürs Schreiben und Lesen habe ich letztes Jahr im Modul Schreiben und Sprechen wiedergewonnen. Es war ein schönes Wiedersehen mit einer alten Leidenschaft, welche ich nun von neuem Aufleben lasse.

In meinem Alltag fliegen mir oft Gedanken zu, verwirren sich zu ganzen Gedankensträngen und nisten sich in meinem Kopf ein. Eine Strategie, um diese wieder loszulassen, ist mein Notizbuch hervorzuholen. Denn sobald meine Gedanken niedergeschrieben sind, fühle ich mich wieder frei.

So entstand Anfang März die Idee, dass ich ich jeden Tag etwas in mein Notizbuch reinschreibe. Ob nur ein kurzer Spruch oder ein etwas längeres Gedicht. Alles soll seinen Platz haben.

Ende Mai hatte ich nun ein Notizbuch voller Texte. Oft hastig hineingekritzelt, manchmal sorgfältig niedergeschrieben. Eines war jedoch klar: So kann man dies nicht veröffentlichen. Deshalb hatte ich die Idee, ein Booklet zu gestalten, worin man meine Texte lesen kann. Die Texte sind mit passenden Illustrationen ergänzt, welche dem Booklet noch einen künstlerischen Touch verleihen sollten.

Genug geschrieben. Hier kommst du zu meinem Booklet!

Okay, hier hast du noch einen kleinen Einblick, bevor du auf den Link klickst!

Jetzt aber 😉

(mou)

IDEE

Als ich eines Tages, durch das Gekritzel in meinem Notizbuch stöberte kam mir die Idee, jeden Tag einen kurzen Text zu schreiben. Zeit verging und die Idee ging mir nicht aus dem Kopf. Ich fand es spannend, in einer Welt der Reizüberflutung in der wir Leben, nur eine kleine Portion Text pro Tag zu produzieren bzw. als Konsument zu konsumieren. Schon als Kind mochte ich den Adventskalender, in dem jeden Tag ein Bildchen zu entdecken war. Mein Booklet sollte eine ähnliche Funktion haben: Man kann jeden Tag ein Text lesen, gewisse Daten nachschlagen und schauen was mir damals durch den Kopf schwirr. Zusätzlich hat es automatisch eine Tagebuch-Funktion, da ich oft persönliche Dinge aufschrieb, die mich in diesem Moment beschäftigten.

UMSETZUNG

Das Schreiben der Texte fiel mir an manchen Tagen sehr einfach und ich hatte in einer Minute etwas geschrieben. An anderen Tagen biss ich mir die Zähne am Stift aus und grübelte ewig an Sätzen oder Wörtern herum. Dieser Arbeitsschritt machte mir jedoch am meisten Spass. Ich konnte meinen Gefühlen und meiner Kreativität freien Lauf lassen.

Ende Mai schrieb ich alle Tage ins Reine und überlegte mir wie ich das Booklet gestalten möchte. Ich fing in InDesign an Formate, Textanordnungen, Schriftarten etc. auszuprobieren. Ich tüftelte ewig an verschiedenen Anordnungen, bis ich schlussendlich zufrieden war. Diese Freude hielt jedoch nicht lange und am nächsten Tag warf ich das gesamte Konzept über den Haufen. Aus A4 wurde ein quadratisches Format. Aus Serifen-Schrift die Schriftart: AVENIR. Da ich nicht sehr erfahren bin mit InDesign biss ich mir beim Layout regelrecht die Zähne aus. Oft passierten Sachen, die ich mir nicht erklären konnte, oder das Programm entschied sich Dokumente zu exportieren, die mit dem Arbeitsplatz nichts zu tun hatten. Dank der Abgabefrist habe ich mich nun auch für ein Layout und Farben entscheiden können. Sonst wäre ich wohl immer noch am verschieben und anpassen.

FAZIT

„sommerliche Monate“ hat sich definitv als mein Lieblingsprojekt herausgestellt. Ich hatte unheimlich Freude am Verfassen der Texte. Das Layouten wiederum stellte mich vor grosse Herausforderungen. Ich habe komplett unterschätzt wie lange und anspruchsvoll dies ist und somit Stunden damit verbracht das Programm InDesign zu studieren und lernen. Jetzt bin ich viel sicherer im Umgang mit dem Programm und die Arbeit hat sich ausgezahlt. Ich werde weiterhin jeden Tag mein Notizbuch füllen und schauen was mit den nächsten Monaten an Texten passiert. Vielleicht sieht man sich ja bald wieder hier auf Digezz 🙂