«SofaGspröch» – so hört sich der Podcast an

Thumbnail zum Podcast SofaGspröch.

Ich habe mich in die Welt der Podcasts gewagt und mir damit einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Mit viel Enthusiasmus, wenig Vorwissen und einer grossen Prise Neugier produzierte ich den Podcast «SofaGspröch»

«Bisch ready? Denn nimm Platz, machs diar bequem und werd Teil vum SofaGspröch.»

Wie sagt man so schön: «Wer nicht wagt, der nicht gewinnt». Dieses Sprichwort habe ich mir bei meinem Digezz-Projekt in diesem Semester zu Herzen genommen. Denn selbst einen Podcast zu produzieren, war für mich bisher im Reich des Unvorstellbaren. Mein vertrautes Medium ist eigentlich der Text und das Schreiben. Als ich jedoch vor der Entscheidung stand, was mein allerletztes Digezz-Projekt werden sollte, wurde mir schnell klar, dass es ein eigener Podcast werden soll.

Schritt für Schritt ist mein Baby «SofaGspröch» entstanden.

Ein Podcast, der all das verbindet, was ich selbst an Podcasts mag. Ich würde ihn weniger als einen «Laber-Podcast» beschreiben, sondern vielmehr als eine Einladung zum realen Leben. Gemeinsam mit meinem Co-Host und Freund spreche ich über persönliche Erfahrungen als Paar, wir witzeln über unsere Eigenheiten, blicken in der Zeit zurück und malen unsere Zukunft aus und das alles mit der nötigen Prise an Humor. Der Podcast soll ein Austausch mit dem Pärchen von nebenan sein. «SofaGspröch» ist echt, lustig und ehrlich und all das in einer lässigen Atmosphäre.

In diesem Beitrag dreht sich alles um die Produktion vom «SofaGspröch». Es gibt einen zweiten Beitrag, der die Konzeption erklärt und Einblick in Ideation gibt sowie einen dritten Beitrag, der den Social-Media-Auftritt von «SofaGspröch» zeigt.

Von Autoblabla über Kindheitshelden bis hin zu Reisefails

Insgesamt gibt es mit der Auftaktepisode und dem Staffelfinale sieben Folgen. Jede Episode fühlt sich an wie ein gemütliches Beisammensein auf dem Sofa, wo wir (Michael und Anna) eine breite Palette von Themen – von Reiseerfahrungen über Kindheitshelden bis hin zu Tipps für den Haushalt als Paar – erkunden.

Die Episoden im Überblick:

  • 1. Episode: Herzlich Willkomma

Original Beschreibung:

Wuhu dia 1. Folg isch dussa 😎. #Willkomma
Dini Hosts d Anna und dr Mimi nehmen di mit in ihri Welt 🌈 und verroten, wella Deal hinter dem Podcast steckt.
D Anna erkennt denn aber schnell, wo z Problem an dem Deal liggt, ganz wia dr kli Men Chasper Buchli🥺 👉👈.
Meinender d Anna kann dr Deal trotzdem ihalta? Das und meh gits in dr 1. Folg 🤝🔥.

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  • 2. Episode: Dorf vs. Stadt

Original Beschreibung:

In dr zweita Folg verglichen d Anna und dr Mimi z Leba in dr Stadt mit am Leba im Dorf 🏞️🏢.
Dr Mimi kunnt usama 500-Seela-Dörfli, wo jeda jedi und jedi jeda und jeda jeda und jedi jedi kennt. Wia ischs wenn ma denn amol als Kind öppis astellt 🤫?
Zudem reden dia zwei über ihri Zuakunftsplän ✈️ und d Anna macht a Asag gega dia Person, wo über sie a Grücht verbreitet het 🖕. #nichtmitmir

Bisch ready? Denn nimm Platz, machs diar bequem und werd Teil vum SofaGspröch 🛋️🔊.

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  • 3. Episode: Hushalts-Duo

Original Beschreibung:

In dera Folg nehmen eu d Anna und dr Mimi mit in ihra Alltag #Hushaltsduo.
Dia beida wohnen 🏠 sit fast vier Johr zema und hend vu Afang ah ganz a klari Ufteilig was dr Hushalt betrifft 🧹🧽🍳.
Doch wia guat klappt das würkli 🤔? Und was hend dr Papa vur Anna und dr Mimi gmeinsam, wenns ums Ufruma goot 😱? Und wer oder was isch eigentli dr Staubi ? Über das und meh redet z Duo ir dritta Folg 🙌.

Bisch ready? Denn nimm Platz, machs diar bequem und werd Teil vum SofaGspröch🛋️🔊.

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  • 4. Episode: Auto Blabla

Original Beschreibung:

In dr 4. Folg gots ums Liablingsthema vum Mimi: Autos 🚙🚙. #autoliebe
Er könnti sich stundalang mit Autos befassa, während d Anna jo nid Mol Auto fahra kann 🤷‍♀️.
Welles Auto wür sich dr Mimi leista, wenn Geld kei Rolla spielt 💰🏎️ ? Und warum findet d Anna gseht ihres Wunschauto wia a klini Sunna us 🌞? Zudem redet z Duo über a grossi Schwächi vur Anna 😬 und analysiert, wia schwierig eigentlich Bus fahra isch 🚌😵.

Bisch ready? Denn nimm Platz, machs diar bequem und werd Teil vum SofaGspröch 🛋️🔊.

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  • 5. Episode: Fernweh Baby!

Original Beschreibung:

Ir Folg 5 dreht sich alles ums Thema Reisa ✈️🌍.
D Anna und dr Mimi hend dia leshta beida Summer in Amerika 🇺🇸 verbrocht und so einiges erlebt.
Isch das würkli a Schüsserei 🔫 gsi, wo d Anna in dr ersta Nacht in LA ghört het 😱? Und wo het sich z Duo so frei und schwerelos über dr Wolka gfühlt 💞☁️? Zudem reden dia zwei drüber, wia sie mit Reisa au glernt hend, mitanand besser z kommuniziera 👩‍❤️‍👨und verroten, warum Hawaii Liabi uf dr erst Blick gsi isch 🏞️🏝️.

Bisch ready? Denn nimm Platz, machs diar bequem und werd Teil vum SofaGspröch 🛋️🔊.

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  • 6. Episode: Kindheitshelda

Original Beschreibung:

In dr Folg 6 gots um Kindheitshelda 🦸‍♀️.
D Anna und dr Mimi reisen gedanklich zrug ind Vergangaheit und schwelgen in Kindheitserinneriga 🍼💫. Dr Mimi het schu als Kind gern Fernsehsendiga 📺🚙 mit Autos gluagt. Aber isch das würkli dr einzig Grund gsi, warum er Transformers cool gfunda het 🤔? Zudem überrascht d Anna mit Insiderwüssa zur Sendig LazyTown 🏆 und z Duo singt eina vu da wohl bekanntesta Titelsongs 🎤🎶.

Bisch ready? Denn nimm Platz, machs diar bequem und werd Teil vum SofaGspröch 🛋️🔊.

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  • 7. Folge: Vlt. bis bald?

Original Beschreibung:In dr 7. und leshta Folg vur Staffel 1 luagen d Anna und dr Mimi zrug 👀.
Wia isch es fürs Duo gsi, ihri Gedanka mit dr Podcast-Welt z teila 🗨️🎙️? Und welli Folg het am Mimi überraschenderwiis doch sehr viel Spass gmacht 😍? Zudem luagen d Anna und dr Mimi kurz ind Zuakunft 🔮 und verroten ob sie sich a zweiti Staffla SofaGspröch vorstella könnt 🤷‍♀️.

Bisch ready für dia lesht Folg? Denn nimm Platz, machs diar bequem und werd Teil vum SofaGspröch 🛋️🔊.

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(bas)

Idee:

Bemerkung: In diesem Beitrag geht es nur um die Produktion und Aufbau der Episoden. Ausführungen zur Konzeption und zur Social-Media-Strategie gibt es in den entsprechenden separaten Beiträgen. 

Wie im Beitrag zur Konzeption erwähnt, begann die eigentliche Produktion des Podcasts, nachdem eine erste Version eines Konzepts vorhanden war. Auch waren bereits der Name und das Logo fix sowie die Themen für die einzelnen Episoden. Die Idee war, dass sich jede Episode wie ein gemütliches Beisammensein auf dem Sofa anfühlte. Als Auftaktepisode entschied ich mich für eine Vorstellung von uns Hosts und einen Ausblick über die Themen der folgenden Episoden. Danach setzte jede Episode ein anderes Thema in den Fokus. Das Staffelfinale bildete eine Special-Folge mit einem kurzen Fazit zu unseren Erfahrungen und Erlebnissen während der Produktion des Podcasts sowie ein Ausblick auf eine eventuelle zweite Staffel.

Um nochmals kurz zusammenzufassen, über folgende Themen handeln die Episoden:

Erste Episode: Herzlich Willkomma!

In der Auftaktepisode stellen sich die Hosts vor und geben einen spannenden Ausblick auf die Themen, die in den kommenden Episoden besprochen werden. Diese Folge dient als Grundlage, um die Zuhörerinnen und Zuhörer mit der Dynamik und Persönlichkeit der Hosts vertraut zu machen.

Zweite Episode: Dorf vs. Stadt

In dieser Episode vergleichen die Hosts das Leben im Dorf mit dem in der Stadt. Sie teilen ihre persönlichen Erfahrungen und Zukunftspläne und gehen dabei auch auf ein Gerücht ein, das über sie im Umlauf ist. Das Gespräch ist eine Mischung aus persönlichen Einblicken und humorvollen Betrachtungen.

Dritte Episode: Hushalts-Duo

In der dritten Episode dreht sich alles um das Alltagsleben beim Zusammenwohnen als Paar. Die Hosts enthüllen, wer welche Aufgaben im Haushalt übernimmt, machen Witze über die Unterschiede und geben nützliche Tipps für Paare, die zum ersten Mal zusammenzuleben.

Vierte Episode: Auto Blabla

Diese Folge widmet sich dem Lieblingsthema von Michael: Autos. Die Hosts verraten, welche Autos sie sich leisten würden, wenn Geld keine Rolle spielt. Zudem wird über die Navigationsschwäche von Anna gewitzelt und lustige Autogeschichten werden enthüllt.

Fünfte Episode: Fernweh Baby!

Das Thema Reisen steht im Mittelpunkt der 5. Episode. Die Hosts teilen ihre Erfahrungen von ihren beiden letzten Reisen durch Amerika. Sie verraten Reise-Fails, sprechen über ihre grosse Liebe zu Hawaii und erklären, wie das Reisen ihre Kommunikation als Paar verbessert hat.

Sechste Episode: Kindheitshelda

In dieser nostalgischen Episode schwelgen die Hosts in Kindheitserinnerungen. Sie sprechen über ihre liebsten TV-Sendungen aus ihrer Kindheit, verraten ihre Helden und teilen sogar Insider-Wissen zu ein zwei Sendungen.

Siebte Episode: Vlt. Bis bald?

Im Staffelfinale ziehen die Hosts ein ehrliches Fazit der ersten Staffel und verraten, welche Folge ihnen am besten gefallen haben. Zudem geben sie einen Ausblick darauf, wie es künftig mit dem Podcast weitergeht und ob es eine zweite Staffel geben wird.

An dieser Stelle wichtig zu beachten ist, dass jede Episode ein in sich geschlossenes Gespräch ist und nicht mit anderen Episoden in direktem Zusammenhang steht. Eine Episode beginnt immer mit dem gleichen Intro und einer Begrüssung durch die Hosts. Danach folgt eine lebhafte Diskussion über das jeweilige Thema. Zum Abschluss gibt es eine Verabschiedung und die Outro-Musik erklingt. Dieser konsistente Aufbau sorgt für Wiedererkennungswert und Struktur, während die vielfältigen Themen Abwechslung bieten.

Umsetzung :

Bemerkung: In diesem Abschnitt geht es nur um die Produktion der Episoden und eigentlichen Podcasts. Ausführungen zur Konzeption und Social-Media-Strategie gibt es in den entsprechenden separaten Beiträgen. 

Bei der Umsetzung meines Podcasts stand ich zunächst vor einer grossen Herausforderung: Ich hatte keine konkrete Vorstellung davon, wie man einen Podcast technisch realisiert, und mir wurde schnell klar, dass mein Wissen in diesem Bereich viel zu begrenzt war. Vor den eigentlichen Aufnahmen informierte ich mich deshalb sehr intensiv über die Technik, die hinter Podcasts steckt. Relativ schnell bin ich dabei auf Unterlagen von Adobe gestossen. Diesen «Audition-Podcast-Kurs» habe ich in Ruhe komplett studiert und zudem mithilfe von Tutorials erste Erfahrungen gesammelt. Auch danach setzte ich immer wieder auf diese Unterlagen und zusätzliche Video-Tutorials anderer Podcaster.

Neben dem Erlernen der Software stand auch die Organisation des benötigten Equipments im Vordergrund. Ich recherchierte über Mikrofone, Kopfhörer und andere Gadgets, um die bestmögliche Audioqualität zu erreichen. In der Ausleihe in Chur holte ich mir für erste Probeaufnahmen zwei Rode NT-USB Mini. Die ersten Aufnahmen klappten relativ gut, was mich positiv überraschte. Für die endgültigen Aufnahmen wechselte ich dann aber auf das Rode NT-USB, da zum Set auch Soundshields gehörten, was ich als praktisch für Aufnahmen zu Hause empfand.  Aufgenommen wurde nämlich nicht etwa im Studio, sondern eben auf dem heimeligen Sofa. Das schuf ein gemütliches Umfeld, das zur entspannten Stimmung des Podcasts beitrug.

Bevor ich aber mit den Aufnahmen der Episoden begann, erstellte ich noch einen Jingle, damit wir bei den Aufnahmen der Episoden ein gewisses Feeling hatten. Es war mir wichtig, eine Jingle für meinen Podcast zu kreieren, der sowohl einprägsam als auch repräsentativ für den Inhalt und Ton des Podcasts ist. Meine Vorstellung war eine Melodie, die an eine alte amerikanische Sitcom erinnert. Dafür experimentierte ich mit verschiedenen Sounds und Melodien, bis ich schliesslich die ideale Kombination fand. Anschliessend nahm ich die Begrüssung von uns Hosts auf und kombinierte diese mit dem Jingle. Daraus ist später dann das Intro und Outro des Podcasts entstanden. Durch die Entwicklung des Jingles sammelte ich weitere Erfahrungen mit Adobe Audition, was mich zusätzlich auf die Aufnahmen der Episoden vorbereitete.

Mit dem Jingle als solider Grundlage fühlte ich mich also bereit, in die nächste Phase überzugehen: die Aufnahme der eigentlichen Episoden. Diese Phase war entscheidend, denn hier kam alles zusammen – das technische Know-how, das kreative Konzept und das Sprechen und Diskutieren. Jedem Host stand für die Aufnahmen ein Rode NT-USB Mikrofon mit Soundshield und Stativ zur Verfügung. Aufgenommen wurde in Adobe Audition, zuerst auf einem Windows-Laptop und danach mit einem Mac. Entgegen der üblichen Empfehlung für Podcaster wurden keine Skripts oder detaillierten Gesprächspläne eingesetzt – abgesehen vom festgelegten Thema jeder Episode. Dies förderte natürliche und ungezwungene Unterhaltungen. Ich nahm also Episode für Episode auf und startete parallel mit der Bearbeitung und dem Schnitt. Die Bearbeitung umfasste das Entfernen von Hintergrundgeräuschen, das Anpassen der Lautstärke und das Ausbalancieren der Tonspuren, um eine gleichbleibende Audioqualität zu gewährleisten.

Glücklicherweise – und das war wirklich ein glücklicher Zufall – bewegte sich die Länge jeder einzelnen Episode in einem ähnlichen Rahmen. Das war ideal, da ich so kaum kürzen musste. Nachdem ich einen Account bei Spotify for Podcasters erstellt hatte, lud ich die fertigen Episoden dort hoch. Ich habe mich bewusst für Spotify entschieden, da ich aus meinem Umfeld wussste, dass rund 80 Prozent Spotify als primäre Plattform nutzen. Überraschenderweise funktionierte der Upload sehr einfach. Zu jeder Folge erstellte ich in dem Podcast-Tool eine passende Umfrage, um einerseits Hörerfeedback zu erhalten und andererseits eine lebendige Interaktion zu schaffen.

Am Tag der Veröffentlichung jeder neuen Episode auf Spotify postete ich parallel dazu Beiträge auf Instagram. Ziel war es, die Folge auf Instagram anzuteasern und potenzielle Zuhörerinnen und Zuhörer dazu zu ermutigen, den Podcast auf Spotify anzuhören. Mehr dazu in diesem Beitrag.

Fazit und Learnings:

Bemerkung: In diesem Beitrag geht es nur um das Fazit der Produktionsphase. Learnings der Konzeption und Social-Media-Strategie gibt es in den entsprechenden separaten Beiträgen. 

Die Produktionsphase meines Podcasts war wahrhaftig eine Reise voller Herausforderungen und Learnings. Sehr vieles klappte nicht, manches erst beim zweiten oder dritten Anlauf und so gut wie immer wurde meine Geduld auf die Probe gestellt.

Die erste Herausforderung war die Audiosoftware. Da ich Adobe Audition als einzige Audiosoftware kannte, entschied ich mich für dieses Programm. Der bereits erwähnte Adobe-Kurs für Podcasting war anfangs hilfreich, jedoch stiess ich schnell auf das Problem, dass ich mit meinem Windows-Laptop nicht gleichzeitig zwei USB-Mikrofone aufnehmen konnte. Daher probierte ich das AI-gestützte Audio Studio von Adobe aus. Ziemlich naiv dachte ich mir nämlich, dass mit künstlicher Intelligenz nichts schiefgehen könnte. Die Realität war jedoch anders: Obwohl es möglich war, gleichzeitig mit zwei Mikrofonen aufzunehmen, war die Qualität der Aufnahmen miserabel. Deshalb kehrte ich nach der ersten Folge wieder zu Audition zurück. Ich durchforstete Hilfsforen und versuchte mithilfe verschiedener Tutorials, das Problem mit der gleichzeitigen Aufnahme zweier USB-Mikrofone zu lösen. Trotz aller Anstrengungen und viel aufgewendeter Zeit gelang es mir aber nicht. Letztendlich wechselte ich zu einem Mac, auf dem die Aufnahme problemlos funktionierte.

Die nächste Herausforderung stellte die Aufnahmesituation dar. Ich muss zugeben, es war etwas naiv von mir zu glauben, dass eine Wohnung an einer viel befahrenen Strasse ausreichend Ruhe für Podcastaufnahmen bieten würde. Glücklicherweise gelang es mir in der Nachbearbeitung, die unerwünschten Geräusche relativ gut auszublenden. Ein weiteres sehr grosses Learning war das Ausgleichen und Angleichen der Audiospuren. Ich hatte bei den Gesprächen viel zu lachen, was zwar schön ist, jedoch jedes Mal für extreme Ausschläge sorgte. Hinzu kam die Schwierigkeit, die Aufnahmen mit dem eher lauten Intro und Outro auszupendeln. Für jemanden wie mich, der sich zuvor noch nie so intensiv mit der Bearbeitung von Audio beschäftigt hatte, war dies eine ziemliche Herausforderung. Auch die vielen «Ähms» und «Abers» brachten mich teilweise an den Rand meiner Geduld. Übrigens sind längst nicht alle «Ähms» herausgeschnitten, aber ich denke, das verleiht dem Ganzen auch eine gewisse Natürlichkeit

Insgesamt habe ich die Produktion meines Podcasts deutlich unterschätzt. Anfangs dachte ich, dass das Aufnehmen eines Podcasts nicht allzu schwierig sein wird. Doch die Produktionsphase erwies sich für mich als die herausforderndste Phase des gesamten Projekts. Besonders ärgerlich war für mich die Qualität der ersten Folge, die aufgrund von Zeitdruck nicht neu aufgenommen wurde. Dies war zwar nicht ideal, aber es lehrte mich immerhin, wie unglaublich wichtig die stetige Überprüfung der Qualität ist. Die Handhabung mit Spotify for Podcasters fand ich extrem spannend. Ich kannte dieses Tool vorher nicht und war erstaunt über die gut ausgestatteten Funktionen der Plattform. Die nach der Veröffentlichung der Episoden verfügbaren Insights und Daten zu Reichweite oder Wiedergaben fand ich sehr spannend und integrierte sie deshalb auch in das Konzept meines Podcasts.

Für das nächste Mal würde ich definitiv nochmals Tipps von einem Podcastprofi bezüglich der idealen Aufnahmesituation einholen. Auch würde ich mit meinem Co-Host oder Gast die «Ähm»-Thematik besprechen, da ich denke, dass man durch ein wenig mehr Bewusstsein deutlich gezielter sprechen kann. Das Schnittprogramm würde ich wahrscheinlich beibehalten, da ich mich mit Audition nun relativ wohlfühle. Der Upload über Spotify for Podcasters verlief reibungslos und wäre auch bei einer zweiten Staffel wieder meine Wahl.