Social First: Entertainment-Formate im Praxistest fürs St.Galler Tagblatt
Für das St.Galler Tagblatt habe ich Reels umgesetzt, die als stilistischer Testlauf für meine Bachelorarbeit entstanden sind. Dabei stand ein neuer visueller und erzählerischer Stil im Fokus, der auf Entertainment und eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet ist.
Ausgangslage
Das St.Galler Tagblatt ist ein etabliertes Medium mit einer starken regionalen Verankerung. Gleichzeitig stellt sich – wie bei vielen klassischen Medienhäusern – die Frage, wie man auf Plattformen wie Instagram Reels jüngere Nutzer:innen erreicht. Genau hier setzt mein Projekt an.
Umsetzung & Stil
Die Reels entstanden testweise an zwei Grossanlässen:
- Openair Frauenfeld
- OLMA St.Gallen
Beide Events eigneten sich ideal, um spontane, emotionale und unterhaltsame Inhalte zu produzieren. Der Stil unterscheidet sich bewusst von klassischen News-Formaten: schneller Schnitt, direkte Ansprache, Trends, Humor und ein starker Fokus auf Persönlichkeit.
Ich stehe dabei selbst vor der Kamera und fungiere als wiederkehrende Identifikationsfigur. Dadurch entsteht Nähe, Wiedererkennungswert und ein klareres Storytelling – Aspekte, die besonders für eine jüngere Zielgruppe entscheidend sind.
Meine Rolle
Ich war während des gesamten Prozesses alleinverantwortlich für
- die Idee
- das Konzept
- die Umsetzung vor der Kamera
- sowie den Schnitt
Dieser ganzheitliche Ansatz war mir wichtig, da er meiner späteren Bachelorarbeit entspricht: Inhalte nicht nur zu gestalten, sondern sie strategisch auf Plattform, Zielgruppe und Medium abzustimmen.
Learnings
Die Reels erzielten sehr gute Reichweiten und Interaktionen und wurden sowohl intern als auch von der Community positiv aufgenommen. Für mich war dies ein wichtiger Startschuss: Die Tests haben gezeigt, dass der gewählte Stil funktioniert und Potenzial für eine weiterführende, vertiefte Auseinandersetzung im Rahmen der Bachelorarbeit bietet.
Gleichzeitig habe ich wertvolle Learnings gesammelt – etwa zur Balance zwischen journalistischem Inhalt und Unterhaltung sowie zur Rolle der eigenen Persönlichkeit als mediales Stilmittel.
Ausblick
Die bisherigen Produktionen bilden die Grundlage für meine Bachelorarbeit. In einem nächsten Schritt möchte ich den Stil weiter schärfen, vergleichen und analysieren, wie sich solche Formate langfristig auf Markenwahrnehmung, Reichweite und Zielgruppenbindung auswirken.
Resultate
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<– Säulirennen, Riesenrad, Halle 4 – was ist an der Olma over- und was underreated?
(vha)
Die grösste Herausforderung lag in der hohen Aktualität der Inhalte, wodurch die Produktion sehr schnell und in intensiven Drehtagen ablaufen musste. Die alleinige Verantwortung für Idee, Umsetzung und Schnitt war anspruchsvoller als erwartet und erforderte ständige Entscheidungen unter Zeitdruck. Vor Ort war zudem mehrfach spontanes Umdenken nötig, da sich Situationen anders entwickelten als geplant. Auch das Ansprechen von Personen stellte teils eine zusätzliche Herausforderung dar. Positiv war jedoch, dass mir diese Tests zusätzliche Motivation für die Bachelorarbeit gegeben haben: Die gesammelten Learnings helfen mir solche Formate gezielt weiterzuentwickeln und zu vertiefen.