Sieben Brands, zwei Rollen – Mein Weg zwischen Konzept und Kamera

Von der Kartbahn im Arbopark bis zur Seilbahn auf dem hohen Kasten – ein Semester, das mich strategisch wie persönlich gefordert hat. Zwischen Konzeptentwicklung, Ideensammlung und Kameraauftritt habe ich gelernt, dass moderne Markenarbeit weit mehr ist als gutes Design oder kreative Posts. Es geht um Haltung, Positionierung und darum, selbst Teil der Marke zu werden.

Markenarbeit beginnt nicht mit Content – sondern mit Analyse

Bevor eine Idee entstehen konnte, stand für mich die strategische Auseinandersetzung mit jeder einzelnen Brand im Vordergrund. Als ich für Möhl, Arbopark und Hoher Kasten tätig war, ging es nicht nur um Contentproduktion, sondern um das Verständnis der jeweiligen Markenidentität.

Welche Werte transportiert die Marke?
Wie spricht sie mit ihrer Community?
Welche Bildsprache dominiert?
Und vor allem: Wie unterscheidet sie sich vom Wettbewerb?

Parallel dazu unterstützte ich bei der Konzept- und Ideensammlung für Veloteile Schweiz, Päddysport und Zvizzer & Autopflege Ostschweiz. Hier lag mein Fokus klar im strategischen Hintergrund: Zielgruppenanalyse, Formatentwicklung, Hook-Strategien und visuelle Ausrichtung.

Ich sammelte Trends, analysierte Konkurrenzformate und entwickelte mehrere Iterationen von Ideen – viele davon wurden bewusst verworfen. Dieser Prozess war entscheidend, um nicht nur kreative, sondern auch markenlogisch passende Konzepte zu entwickeln.

Hier sieht man wie ein paar meiner Ideen-Notizen aussehen.

Vom Konzept zur Kamera – meine erste Erfahrung als Brandface

Der bedeutendste Entwicklungsschritt in diesem Semester war jedoch meine Rolle als Brandface. Für Möhl, Arbopark und Hoher Kasten stand ich selbst vor der Kamera. Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Markenkommunikation grundlegend verändert. Plötzlich war ich nicht mehr nur Ideengeber im Hintergrund, sondern sichtbarer Teil der Markenbotschaft. Bei Möhl ging es darum, Regionalität und Authentizität glaubwürdig zu vermitteln. Im Arbopark-Kontext war ich Vermittlerfigur zwischen Ort und Community. Beim Hohen Kasten wiederum spielte Emotionalität eine zentrale Rolle. Die visuelle Kulisse war stark – meine Aufgabe war es, durch Stimme, Körpersprache und Storytelling das Erlebnis zu transportieren. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie stark persönliche Ausstrahlung, Sprechweise und Selbstbewusstsein die Wahrnehmung einer Marke beeinflussen.

Von der Idee zum Drehtag

Der Prozess begann jeweils mit individueller Ideenfindung. Ich entwickelte eigenständig erste Ansätze, sammelte Inspirationen und formulierte mögliche Hooks sowie grobe Skripte. Diese Ideen wurden anschliessend in mehreren Besprechungen gemeinsam weiterentwickelt, hinterfragt und geschärft. Durch diesen Austausch entstanden aus ersten Rohkonzepten konkrete, markengerechte Umsetzungen.

Erst danach folgte die Drehplanung. Für den Arbopark fanden insgesamt fünf Drehtage statt, verteilt über das Semester. Dabei produzierten wir nicht nur aktuellen Content, sondern auch Videos für die kommenden Monate, was eine vorausschauende Planung erforderte. Die Produktionen für den Hohen Kasten sowie für Möhl dauerten jeweils einen intensiven Drehtag. Trotz der kürzeren Dauer war die Vorbereitung entscheidend, um in begrenzter Zeit qualitativ hochwertige Inhalte umzusetzen. Die Drehtage selbst machten deutlich, wie viel Organisation, Abstimmung und Präsenz hinter wenigen Sekunden fertigem Content stehen. Von der ersten Idee bis zur finalen Aufnahme war jeder Schritt Teil eines strukturierten, aber kreativen Prozesses.

Hier die Reels und Instagramseiten:

Möhl und Möhl Getränkemarkt:

https://www.instagram.com/reel/DQZAWI8kXTv/?igsh=MW8yeHMwcm9ocnRwdg==

https://www.instagram.com/reel/DQcL7hYAIH9/?igsh=MjR2ZWUxY3Fnbjcx

https://www.instagram.com/reel/DTKkJF7ACE8/?igsh=MXg5dWQ2cnV4bjV4YQ==

https://www.instagram.com/reel/DQv3DhVlIz0/?igsh=MXN4bjVwdjFwaDlkMA==

Hoher Kasten:

https://www.instagram.com/reel/DUOKKncDSG8/?igsh=NHBua2J3ZjdwazBo

https://www.instagram.com/reel/DT8Ih9kjZt9/?igsh=MWZka2lvNTM4ejdrYw==

https://www.instagram.com/reel/DUqe3gGDSbu/?igsh=MXVqZzE1a3hlNmFvNA==

Weitere Reels auf ihrer Instagramseite: https://www.instagram.com/hoherkasten?igsh=YTZtOGd5N3h5eWE2

Arbopark:

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Auf der Instagramseite findet ihr alle anderen Reels: https://www.instagram.com/arbopark.ch?igsh=MTg1dmtnbGp1dGduYg==

Persönliche Erkenntnisse

Dieses Semester hat mir drei zentrale Dinge gezeigt:

  1. Marke ist Haltung – nicht Design.
  2. Persönlichkeit ist ein strategisches Instrument.
  3. Sichtbarkeit erfordert Mut und Vorbereitung.

Als Brandface musste ich lernen, meine eigene Wirkung bewusst zu steuern. Kamerahemmung, Selbstkritik und Performance-Druck gehörten genauso dazu wie Wachstum und Sicherheit. Gleichzeitig habe ich verstanden, dass gute Konzeption im Hintergrund die Grundlage für authentische Umsetzung bildet. Ohne klare Strategie wirkt selbst der beste Content zufällig. Was als Praxisprojekt begann, wurde zu einem entscheidenden Entwicklungsschritt – fachlich wie persönlich.

(mbi)

Reflexion & Weiterentwicklung

Rückblickend war dieses Semester für mich ein intensiver Lernprozess. Die Kombination aus strategischer Konzeptarbeit und aktiver Rolle als Brandface hat mir gezeigt, wie eng Planung und Wirkung miteinander verknüpft sind. Gute Ideen allein reichen nicht – sie müssen zur Marke passen, durchdacht umgesetzt und glaubwürdig vermittelt werden.

Besonders die Arbeit vor der Kamera hat meine Selbstwahrnehmung geschärft. Ich habe gelernt, bewusster auf Körpersprache, Stimme und Präsenz zu achten. Mit jedem Dreh wurde ich sicherer und natürlicher, was sich unmittelbar auf die Wirkung des Contents auswirkte.

Gleichzeitig habe ich erkannt, dass strukturierte Vorbereitung entscheidend ist. Je klarer die Konzeption im Vorfeld, desto professioneller und effizienter verlief die Umsetzung.

Kritik & Optimierungspotenzial

Trotz vieler positiver Erfahrungen sehe ich klares Entwicklungspotenzial. In Zukunft möchte ich mit meinen Ideen noch mutiger werden und weniger lange zögern, wenn ein Ansatz Potenzial hat. Gerade im digitalen Umfeld lebt Content von Dynamik – Trends entstehen schnell und verschwinden ebenso rasch.

Ich habe erkannt, dass aktuelle Trends idealerweise unmittelbar umgesetzt werden sollten, auch wenn dafür nicht immer ein formelles Meeting oder eine lange Planungsphase vorgesehen ist. Spontane, strategisch durchdachte Reaktionen können Reichweite und Relevanz deutlich steigern. Hier möchte ich künftig schneller entscheiden und proaktiver handeln.

Auch mein eigenes Auftreten als Brandface war zu Beginn noch stark kontrolliert. Erst im Verlauf des Semesters entwickelte sich eine natürlichere und selbstbewusstere Präsenz. Hier möchte ich künftig noch stärker auf Authentizität setzen, statt auf Perfektion.

Insgesamt war dieses Semester jedoch ein wichtiger Schritt, um strategisches Denken mit persönlicher Sichtbarkeit zu verbinden – eine Kombination, die in der heutigen Markenkommunikation zunehmend an Bedeutung gewinnt.