Road to Rotterdam

Im Rahmen der Sketchwoche in Rotterdam entstand die Idee, nicht mit dem Zug anzureisen, sondern die gesamte Strecke mit dem Velo zurückzulegen. Zu dritt fuhren wir innerhalb von fünf Tagen von Schaffhausen nach Rotterdam. Die Route führte über Strassbourg, Saarlouis, St. Vith und Bree bis in die niederländische Hafenstadt. Insgesamt legten wir dabei 792 Kilometer zurück.

Während der Reise dokumentierten wir unsere Erlebnisse mit unseren Smartphones. Dabei entstand kein klassisches Reisevideo mit detaillierter Planung, sondern ein spontaner Vlog, der die Stimmung und die Erlebnisse unterwegs festhält. Ziel war es nicht, ein perfektes oder besonders spektakuläres Video zu produzieren, sondern eine bleibende Erinnerung an die gemeinsame Reise zu schaffen.

Das gesamte Filmmaterial wurde von uns allen aufgenommen und später von mir in DaVinci Resolve geschnitten. Aus rund zwei Stunden Rohmaterial entstand ein etwa 30-minütiges Video. Neben den täglichen Etappen zeigt das Video auch spontane Momente unterwegs und vermittelt einen authentischen Eindruck der Reise.

Besonders erfreulich war, dass die gesamte Strecke ohne technische Probleme bewältigt werden konnte. Abgesehen von einem verlorenen Schlappen am ersten Tag verlief die Reise weitgehend wie geplant und bleibt für uns alle in besonderer Erinnerung.

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(mbi)

Spontaneität als Stärke und Schwäche

Das Projekt entstand ohne konkretes Filmkonzept. Gefilmt wurde vor allem dann, wenn sich unterwegs interessante Situationen ergaben. Dadurch wirkt das Video sehr authentisch und vermittelt die Reise so, wie wir sie erlebt haben. Gleichzeitig merkt man dem fertigen Film an, dass zu Beginn keine klare Struktur definiert wurde. Einige Szenen wirken deshalb eher zufällig und der rote Faden ist nicht immer durchgehend erkennbar.

Filmen während der Reise

Eine Herausforderung bestand darin, neben dem Velofahren auch regelmässig zu filmen. Nach mehreren Stunden auf dem Fahrrad lag der Fokus oft auf der Strecke und nicht auf der Kamera. Dadurch wurden einzelne Momente nicht festgehalten oder erst aufgenommen, nachdem sie bereits stattgefunden hatten. Rückblickend wäre es sinnvoll gewesen, bestimmte Situationen bewusster zu planen und festzuhalten.

Erkenntnisse

Das Projekt hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, bereits vor der Produktion über den späteren Aufbau eines Videos nachzudenken. Auch bei einem spontanen Vlog kann eine grobe Struktur helfen, die Geschichte verständlicher zu erzählen und wichtige Szenen gezielter aufzunehmen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass nicht jedes Video perfekt geplant sein muss, um einen Wert zu haben.

Fazit

Auf das fertige Video bin ich vor allem deshalb stolz, weil es die Erinnerungen an eine aussergewöhnliche Reise bewahrt. Die 792 Kilometer bis nach Rotterdam waren eine persönliche Herausforderung, die wir gemeinsam erfolgreich gemeistert haben. Für zukünftige Projekte würde ich die filmische Planung stärker in den Vordergrund stellen und bereits vor der Aufnahme überlegen, welche Geschichte das fertige Video erzählen soll. Trotzdem zeigt dieses Projekt, dass authentische Erinnerungen oft wichtiger sind als eine perfekte Produktion.