Repro Grischung Impressionen

Mit den Aufnahmen aus einer Übung im Major «Videoformate Nonfiktional» sollte eigentlich nichts mehr passieren. Es war schliesslich nur ein Drehtag ohne Vor- oder Nachbearbeitung und die Übung war abgeschlossen. Ich wollte diesem Material jedoch noch die letzte Ehre erweisen und habe sie zu folgendem Film zusammen gebastelt.

(mou)

Die Aufnahmen sind wie gesagt als Übung relativ chaotisch und ohne grosse Überlegungen entstanden. Mir hier anzumassen etwas brauchbares hinzubekommen war sicher ein hohes Ziel. Dennoch war für mich klar, dass die Bilder etwas zeigen und die Arbeit nicht für umsonst gewesen ist.

All diese Schnipsel zu einer Story zu verbauen habe ich meiner Meinung nach hinbekommen. Der Ansatz beim Filmen war es, bildnerisch einzufangen wie die Personen miteinander interagieren und kommunizieren, ohne dies durch Gespräche zu vermitteln. Daran habe ich mich auch beim Schnitt gehalten und einen Austausch der Menschen an diesem einzigartigen Ort gezeigt. Ich habe gemerkt, dass es mir leichter fällt, kurze Sequenzen zu gestalten, als den ganzen Film zu strukturieren. Eine einzelne Situation mit 4-5 Einstellungen kann ich besser handhaben, als den ganzen Film von Opener bis Ender zu organisieren. Dennoch ist mir dies nicht schlecht gelungen.

Alles um Farbe, Licht, etc. ist mir wahnsinnig schwer gefallen. Die Ausgangslage war ganz klar schlecht da die Verhältnisse so unterschiedlich waren und da es eine Übung war. jeder mit den Kameraeinstellungen (PP, ISO, Schärfe, etc.) wie Wild ausprobiert hat. Dies in der Post zu korrigieren und dann noch zu verschönern war für mich eine Mission Impossible. Ettliche Stunden habe ich verbraten aber ich bin zum einen noch zu ungeübt in der Thematik und zum anderen bin ich zu unsicher was die theoretisch korrekte Herangehensweisen ist. Das führt dazu, dass ich nicht genau weiss was ich machen muss und dann unstrukturiert hin und her „korrigiere“. Das sieht man meiner Meinung nach auch im Film.

Viel scheitern also in diesem Projekt und dennoch nehme ich natürlich das positive mit. Ich finde von Projekt zu Projekt immer mehr meine Stärken und meine Leidenschaft. Aktuell würde ich behaupten dass mir der Job als Regisseur am ehesten liegt. Denn ich bin gerne überall involviert aber den Feinschliff überlasse ich gerne den Profis, ausser beim Storytelling, dort habe ich immer das Gefühl es am besten zu wissen.