Redesign einer Webseite
Im Rahmen eines Redesign-Projekts wurde die Webseite eines Zürcher Event-Labels grundlegend überarbeitet. Ausgangspunkt des Projekts war eine umfassende Analyse der bestehenden Webseite, bei der sowohl das UI- als auch das UX-Design kritisch geprüft wurden. Dabei wurden zahlreiche Schwachstellen identifiziert, insbesondere in Bezug auf Struktur, Übersichtlichkeit und User-Journey.
Die bestehende Webseite verfügte über sechs bis sieben Unterseiten, deren Inhalte teilweise redundant oder unnötig fragmentiert waren. Diese Struktur erwies sich aus Nutzersicht als wenig effizient. Ziel des Redesigns war es daher, Inhalte sinnvoll zu bündeln und die Informationsarchitektur deutlich zu vereinfachen. Vor allem die Startseite bot erhebliches Verbesserungspotenzial, da sie zuvor im Wesentlichen nur aus einer Hero-Section bestand und kaum weiterführende Inhalte oder klare Handlungsimpulse bot.
Ein weiterer zentraler Aspekt des Projekts war die Optimierung der User-Journey. Der bisherige Seitenaufbau wirkte unklar und teilweise verwirrend, was die Orientierung erschwerte. Durch eine gezielte Überarbeitung des Seitenflusses, eine klarere Hierarchisierung der Inhalte und eine präzisere Strukturierung wurde der Zugang zu den wichtigsten Informationen deutlich verbessert. In enger Absprache mit den Auftraggebenden wurden die zentralen Ziele und Kernbotschaften der Webseite definiert und auf das Wesentliche reduziert.
Auf dieser Basis wurde die Grundstruktur der Webseite neu konzipiert. Der anschliessende UI-Design-Prozess begann mit einer intensiven Recherche- und Inspirationsphase. Im weiteren Verlauf wurden Designentscheidungen iterativ entwickelt und regelmäßig mit den Kunden abgestimmt, um sicherzustellen, dass die visuelle Sprache zur Identität des Event-Labels passt und dessen Werte widerspiegelt.
Im Ergebnis wurden drei zentrale Seiten der Webseite vollständig gestaltet. Darauf folgte die technische Umsetzung in WordPress unter Verwendung von Elementor sowie ergänzendem Custom Code. Während die technische Umsetzung Teil eines Moduls IM im laufenden Semester war, erfolgte die gesamte konzeptionelle Vorarbeit – einschliesslich Analyse, Designprozess und Kundenabstimmungen – freiwillig und eigenständig. Dadurch stellt das Projekt ein eigenständiges Designprojekt dar.
(vha)
Ein zentraler Kritikpunkt des Projekts betrifft die Struktur und Organisation des Figma-Files. Während des Designprozesses lag der Fokus stark auf Konzeption, Gestaltung und Abstimmung mit den Auftraggebenden, wodurch die saubere Strukturierung der Arbeitsdatei zu wenig priorisiert wurde. Eine klarere Benennung von Ebenen, Komponenten und Frames sowie ein konsequentes Bündeln zusammengehöriger Elemente hätten die Übersichtlichkeit deutlich verbessert. Insbesondere im Hinblick auf Weiterarbeit, Übergabe oder spätere Anpassungen wäre eine strukturiertere Datei von großem Vorteil gewesen. Rückblickend hätte hierfür bewusst mehr Zeit eingeplant werden müssen.
Eine weitere Herausforderung stellte die Entwicklung eines passenden Farbkonzepts für das Event-Label dar. Trotz intensiver Auseinandersetzung mit der Markenidentität und mehreren gestalterischen Ansätzen konnte kein Farbkonzept definiert werden, das sowohl die Atmosphäre des Labels als auch die gewünschten Emotionen überzeugend transportierte. Als pragmatische Lösung wurde daher ein reduziertes Schwarz-Weiss-Konzept gewählt. Dieses unterstützt zwar eine klare und zeitlose Gestaltung, bleibt jedoch in Bezug auf Wiedererkennungswert und emotionale Tiefe hinter dem ursprünglich angestrebten Anspruch zurück und stellt somit einen weiteren relevanten Kritikpunkt dar.