Radiowerbung Dorffest Fislisbach
Vom 3. bis 7. Juni 2026 fand in Fislisbach das Dorffest statt. Zu diesem besonderen Anlass sollten im Radio Argovia Werbespots ausgespielt werden.
Als erstes erstellte Carlo mehrere Skripte mit Ideen für Spots. Die einzigen Vorgaben waren, dass ein Spot 15 Sekunden lang ist und die Daten des Dorffests enthält. Aus Carlos Skripten wählte das Komitee des Dorffests vier aus. Die Produktion der Spots teilten wir untereinander auf: Die ersten beiden produzierte Vianne und die anderen beiden Carlo.
Spot 1: Die erste Radiowerbung sollte wie eine Voicemail klingen. Dafür wurden typische Pieptöne eines Telefons integriert und die Stimme so bearbeitet, dass sie sich anhört wie durch einen Hörer.
Spot 2: Der zweite Spot sollte die Atmosphäre des Dorffestes vermitteln: Mit peppiger Musik, Bargeräuschen, Lachen und Jubel.
Spot 3: Auch diese Radiowerbung transportiert gute Laune. Hier wurde zu Beginn mit dem Geräusch eines Partyknallers gearbeitet, ergänzt durch Anstossen und Jubel.
Spot 4: Der letzte Spot ist wieder etwas ruhiger gestaltet. Auch hier wurden Geräusche von anstossenden Gläsern sowie eine jubelnde Menschenmenge eingesetzt.
Die Spots 2, 3 und 4 wurden vor und während des Dorffests vom 2. bis 6. Juni im Radio Argovia ausgespielt. Spot 1 wurde nicht ausgespielt, da er letztlich dem Dorffest-Komitee vom Stil her nicht gefiel. Über die fünf Tage verteilt gab es insgesamt zwölf Zeitfenster, in denen jeweils einer der Spots ausgespielt wurde.
(mmi)
Vianne:
Für mich war es das erste Mal, dass ich Radiospots aufgenommen, geschnitten und nachbearbeitet habe. Carlo gab mir die Texte sowie einige Vorgaben, was für ein Musik-Genre und welche Sounds verwendet werden sollen. Anhand davon habe ich mir überlegt, wie ich die Texte einsprechen will. Für den ersten Spot (die Voicemail) entschied ich mich für eine eher ruhige Stimmlage, da ich diese für ein authentisches Voicemail am passendsten fand. Beim zweiten Spot sprach ich motivierter und etwas kraftvoller. Insgesamt benötigte ich für die Aufnahmen über 100 Versuche in der Audiobox, bei denen ich mit verschiedenen Stimmlagen und Betonungen experimentierte. All die Aufnahmen hörte ich mir im Anschluss durch und markierte meine Favoriten, aus denen ich dann die finalen Aufnahmen aussuchte.
Mit Adobe Audition hatte ich bereits einmal beim Schnitt einer Podcastfolge gearbeitet. Das Programm war mir daher schon vertraut. Für die Radiowerbungen bearbeitete ich als erstes meine Sprachaufnahmen. Beim Voicemail-Spot verwendete ich den Effekt «Telefon-Hörer». Diesen nutze ich als Ausgangslage und veränderte ihn dann so, dass der Telefon-Effekt nicht ganz so stark ist. Beim anderen Spot optimierte ich die Sprachaufnahmen, damit sie klarer und verständlicher klingt. Dazu normalisierte ich die Aufnahme zuerst auf eine einheitliche Lautstärke. Anschliessend verwendete ich den Einzelband-Kompressor «Sprachkommentar» an, fügte einen Equalizer hinzu und reduzierte das Rauschen der Aufnahme. Die Musik und die Sounds für die beiden Spots suchte ich auf Pixabay heraus.
Carlo und ich schickten uns jeweils unsere Zwischenstände der Spots und überarbeiteten sie danach nochmals. Mit seinem Feedback passte ich in einer zweiten Runde die Lautstärke an, änderte die Musik nochmals und sprach den Text für dein zweiten Spot nochmal sein.
Positives: Das Erstellen der Spots hat mir viel Spass gemacht und ich würde sowas wieder einmal machen, falls es sich ergibt. Ebenfalls bin ich zufrieden mit meinen Endergebnissen. Gut geklappt hat insbesondere das Arbeiten mit Adobe Audition, dort konnte ich mich mithilfe von YouTube-Tutorials gut zurechtfinden und einiges zum Programm dazulernen. Carlos Feedback war sehr hilfreich und half mir weiter, die Spots zu verbessern.
Negatives: Ich finde, ich wiederholte für zwei Spots die Aufnahmen etwas zu oft. Das lag vor allem daran, dass ich sehr perfektionistisch war in fast jeder Aufnahme irgendeine Betonung oder Aussprache entdeckte, die mir noch nicht gefielt. So wurde es nachher etwas mühsam, so viele Aufnahmen durchzuhören und zu vergleichen. Ich denke, dass ich diesen Prozess effizienter hätte gestalten können, indem ich die Aussprache und Betonung im Voraus geübt hätte, bevor ich mit den Aufnahmen begann.
Carlo:
Auch ich habe das erste Mal eine Radiowerbung produziert und habe mich nicht damit ausgekannt.
Von Seiten Radio Argovia gab es nicht viele Vorgaben. Und die, die es gab, kamen relativ spät, sodass wir die Werbungen neu im richtigen Format exportieren mussten.
Ich wusste zu Beginn nicht richtig, was Radiowerbung ausmacht und habe mir YouTube Vieos angeschaut, wie man Radiowerbung produziert. Die meisten haben sich jedoch darauf konzentriert zu zeigen, wie die technische Umsetzung funktioniert, statt was man Inhaltlich machen sollte. Ich habe also den Text geschrieben, mir Musik überlegt, mit der man den Spot unterlegen könnte und foley Sounds aufgeschrieben, um ein kleines Sounddesign zu machen. Da man im Radio nichts Visuelles einbringen kann, war es wichtig, dass man mit den foley Sounds ein Bild zeichnen kann, das man beim zuhören sehen kann. Das machten wir mit Party Sounds, wie Anstossen, jubelnde Leute, Party-Pfeiffe, Grill zischen, Flasche öffnen, etc…
Bei diesem Projekt hatten wir wenig Kontakt mit dem OK des Dorffests. Wenn wir statt Kommunikation per Mail, Meeting gemacht hätten, hätten wir besser verstehen können, was sie möchten und ihnen Ideen gleich live vortragen können. So wäre es sehr wahrscheinlich nicht passiert, dass einer der 4 Spots nach Erstellung gestrichen wird.
Ich habe eher lange gebraucht, bis mir die Aufnahme der Stimme gefallen hat. Ich habe verschiedene Effekte, die eine Rauschverminderung, einen De-Esser und einen Kompressor verwendet, jedoch hat es nicht von Anfang an gut getönt. Da ich relativ laut ins Mikrofon geredet habe, musste ich den Schalter am Mik auf -15dB stellen. Das habe ich am Anfang nicht gewusst und das Auto hat übersteuert, ohne, dass es in Adobe Audition angezeigt wurde. Für das nächste Mal weiss ich, was zu tun ist.
Die Werbung im Radio zuhören war lustig, wenn man weiss, dass viele andere Leute auch die selbe Werbung hören, die man selber produziert hat. Bei diesem Projekt habe ich gelernt, wie man Radiowerbung produziert und habe selbstvertrauen beim Erstellen von Audiomitteln gewonnen. Ausserdem konnte ich Techniken, die ich während den vergangenen Semestern gelernt habe, anwenden.