Postcards from India
Zwischen «Autogehupe», 90 % Luftfeuchtigkeit und Kühen. Zwei Wochen lang bin ich durch Indien gereist und meine Kamera war immer mit dabei. Als ich aufgebrochen bin, hatte ich noch keinen konkreten Plan, was ich für Digezz umsetzen möchte. Ich wusste nur, dass ich die Gelegenheit nutzen wollte, um das Filmen mit meiner Kamera zu üben. Zu Hause angekommen, habe ich mich an den Schnitt gesetzt. Aus dem gesammelten Videomaterial sind schliesslich drei kurze Videos entstanden.
Das Video «Amber Fort» wurde von Deepak Verma inspiriert, meinem Guide vor Ort. Er zeigte mir die beeindruckende Burg und ihre vielen versteckten Ecken. Besonders ein Gedicht von ihm ist mir in Erinnerung geblieben. Ich wusste sofort, dass ich daraus ein kurzes Video machen wollte. Als ich ihm von meiner Idee erzählte, nahm er das Gedicht kurzerhand als Sprachnachricht auf WhatsApp auf und schickte es mir. So konnte ich seine Worte direkt in das Video einfliessen lassen.
Natürlich durfte auch ein eigenes Video über das «Taj Mahal» nicht fehlen. Es ist kaum zu glauben, dass dieser beeindruckende Ort tatsächlich ein Mausoleum ist. Mit seiner imposanten Architektur könnte man ihn beinahe für einen Palast halten. Ich wollte die besondere Atmosphäre dieses Ortes in eigenen Bildern festhalten.
«Postcards from India» vereint Clips aus meiner gesamten Reise. Für mich ist das Video eine Art persönliches Reisetagebuch. Es hält die vielen unterschiedlichen Eindrücke fest und ermöglicht mir, die Reise und die besuchten Orte immer wieder neu zu erleben.
Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Reise machen durfte. Durch die drei Videos kann ich immer wieder in meine Erinnerungen eintauchen und gedanklich an die Orte zurückkehren, die ich unterwegs entdeckt habe.
(mmi)
Mit den Ergebnissen bin ich insgesamt zufrieden. Gleichzeitig sehe ich bei einigen Shots, dass ich mir mehr Zeit für die Kameraeinstellungen und die Bildkomposition hätte nehmen können. Da ich allein unterwegs war, ergaben sich immer wieder Situationen, die das Filmen erschwerten. Oft kamen Menschen auf mich zu und wollten reden, während ich gerade einen Shot aufnehmen wollte. Und manchmal war es schlicht so heiss, dass ich möglichst schnell von der Strasse in ein klimatisiertes Gebäude flüchten wollte.
Rückblickend habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, sich bewusst Zeit für einzelne Aufnahmen zu nehmen. (auch wenn die Umstände nicht immer ideal sind). Bei meiner nächsten Reise möchte ich vor allem mehr Zeit für die einzelnen Shots lassen. Denn auch wenn spontane Aufnahmen ihren eigenen Charme haben, lohnt es sich, kurz innezuhalten, die Einstellungen zu überprüfen und sich noch etwas länger Gedanken über die Bildkomposition zu machen.